Wirtschaft

Rabattschlacht und Terminprobleme Airbus meldet Gewinneinbruch

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Der Aufbau neuer Fertigungskapazitäten belastet zunächst die Bilanz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Airbus hat eine Reihe neuer Flieger im Angebot, was zunächst hohe Kosten mit sich bringt. Daneben schmälern andere Probleme den Gewinn, der im abgelaufenen Quartal fast um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgeht.

Unter anderem die Modernisierung seines Flugzeugangebots schmälert den Gewinn des Airbus-Konzerns deutlich. Während die Umsätze des Konzerns im abgelaufenen Quartal binnen Jahresfrist bei 14 Milliarden Euro in etwa stagnierten, sackte der operative Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten um ein Fünftel auf 731 Millionen Euro ab. Unter dem Strich blieb dem paneuropäischen Unternehmen nur ein Gewinn von 50 Millionen Euro, fast 90 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Airbus mitteilte.

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"Wie erwartet, spiegeln die Neunmonatsergebnisse den stark auf das vierte Quartal des Geschäftsjahres konzentrierten Auslieferungsplan wider", sagte Vorstandschef Tom Enders. Auch die Umstellung auf die neuen Versionen unserer Modelle A320 und A330 mache dem Konzern zu schaffen. "In den verbleibenden Monaten bis zum Jahresende konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Auslieferungen, um unsere Gewinn- und Liquiditätsprognosen zu erfüllen." Im Gesamtjahr werde der operative Gewinn vor Sondereffekten auf Vorjahresniveau liegen, bekräftigte er.

Neben den Kosten für den Aufbau der neuen Fertigung vor allem für die neuen Versionen der Verkaufsschlager A320 und A330 muss Airbus für die auslaufenden bisherigen Versionen den Kunden zunehmend Rabatte gewähren. Zudem kämpft der Triebwerkslieferant Pratt & Whitney mit technischen Problemen, die zwar mittlerweile behoben seien, aber dennoch Verzögerungen nach sich ziehen. "Dadurch gerät der Auslieferungsplan mit Schwerpunkt im vierten Quartal weiter unter Druck", hieß es von Airbus.

Das Geschäft mit dem Langstreckenjet A350 läuft indes immer runder. In der Endmontagelinie sei der Umfang der noch ausstehenden Arbeiten reduziert, hieß es. Von dem Prestigeflieger lieferte Airbus im vergangenen Quartal bereits 14 Modelle aus.

Sorgen macht weiterhin der Militärtransporter A400M. Die Verhandlungen mit den Kundenstaaten über einen neuen Auslieferungsplan stünden noch aus, teilte Airbus mit. "Derzeit lässt sich nicht belastbar einschätzen, wie das Ergebnis dieser Verhandlungen ausfallen wird", hieß es.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa/DJ

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