Wirtschaft

Discounter-Imperium mitgelenkt Aldi-Witwe Cäcilie Albrecht ist tot

108734391.jpg

Cäcilie Albrecht war eine bedeutsame Stimme im Aldi-Nord-Imperium.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie lebte komplett zurückgezogen und war doch eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der deutschen Wirtschaft: Cäcilie Albrecht. Nun ist die Witwe des Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht gestorben.

Cäcilie Albrecht, die Witwe des Aldi-Mitgründers Theo Albrecht, ist tot. Sie sei im engsten Familienkreis beigesetzt worden, sagte ein Sprecher von Aldi Nord. Wann sie starb und in welchem Alter, teilte das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht mit. Cäcilie Albrecht lebte komplett zurückgezogen.

Trotzdem hatte sie großen Einfluss bei Aldi-Nord: Gemeinsam mit einem ihrer zwei Söhne, Theo Albrecht Junior, kontrollierte die im Jahr 1927 Geborene bis zuletzt die Markus- und die Lukas-Stiftung - zwei von drei Stiftungen, in deren Besitz der Discounter ist. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden.

Cäcilies Ehemann Theo Albrecht hatte 1946 gemeinsam mit seinem Bruder Karl den elterlichen Lebensmittelladen in Essen übernommen und daraus einen der weltweit erfolgreichsten Discounter-Konzerne geschmiedet. Theo war bereits 2010 im Alter von 88 Jahren gestorben, sein älterer Bruder Karl 2014. Die Familie Albrecht gilt als extrem verschwiegen. Von den Aldi-Brüdern Karl und Theo Albrecht gab es nur ein unscharfes Zufallsfoto. Filmaufnahmen existieren nicht - mit Ausnahme einer kurzen Sequenz direkt nach der Entführung von Theo in den 70er Jahren.

In den Zeitungen tauchte die Familie meist nur auf, wenn die jährlichen Listen der reichsten Deutschen veröffentlicht wurden, viele Jahre waren die Milliardäre Karl und Theo Albrecht an der Spitze. So zählte das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" die Familien von Karl Albrecht und dessen Schwiegersohn Peter Heister (Aldi Süd) mit 25,5 Milliarden Euro zu den reichsten Deutschen. Das "Manager Magazin" verordnete die Familien mit 21,8 Milliarden Euro auf Platz vier.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa