Wirtschaft

Skepsis wächst Analysten sorgen für Aixtron-Kursrutsch

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LED ist in der Autobranche in.

Aixtron schreibt bereits tiefrote Zahlen. Eine Besserung scheint nicht in Sicht, glaubt man Analysten. Denen zufolge kann der Chipanlagenbauer zur LED-Herstellung die Erwartungen nicht halten. Das Kursziel purzelt, ebenso der Kurs selbst.

Eine Verkaufsempfehlung der Analysten von Kepler Cheuvreux hat am Donnerstag die Aktien des defizitären Chipanlagenbauer Aixtron ins Rutschen gebracht. Die Titel fielen um 8,7 Prozent auf 5,37 Euro und trugen damit im TecDax die rote Laterne. Die Analysten erwarten für das zweite Quartal ein Ergebnis unter den Markterwartungen und senkten daher ihre Anlageempfehlung auf "reduce" von "hold" und nahmen das Kursziel um zwei auf fünf Euro zurück.

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Der von Aixtron gegebene Ausblick scheine auf der Kippe zu stehen, schrieben die Analysten. Der Zwischenbericht von Aixtron wird für den 28. Juli erwartet. Das Unternehmen wollte sich nicht äußern.

"Die Geschäftserholung hat keine Dynamik, die Kunden von Aixtron leiden unter hohen Kapazitäten und einem Preisverfall", erklärten die Experten weiter. Sie senkten ihre Gewinnschätzungen für das laufende und das nächste Jahr um 20 und 41 Prozent. Es sei unwahrscheinlich, dass die Zahlen für das zweite Quartal ermutigend seien. Die Analysten verwiesen auf Maßnahmen des US-Konkurrenten Cree, der im Juni aufgrund des Preisverfalls LED-Produktionskürzungen angekündigt und seine Umsatzprognose gesenkt hatte.

Aixtron produziert überwiegend Chipanlagen zur Herstellung von LEDs, die in der Unterhaltungselektronik und Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Der Trend ist ungebrochen, doch die Chipanlagenbauer warten seit längerem auf einen neuen Investitionszyklus. Nach etlichen Boomjahren mit Umsätzen von bis zu 780 Millionen Euro schreibt Aixtron daher seit 2012 tiefrote Zahlen.

Quelle: ntv.de, bad/rts