Wirtschaft

Mega-Deal oder nicht Auch Norma will Tengelmann-Teile

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Norma ist nach Aldi, Lidl, Penny und Netto einer der größten Discounter in Deutschland.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Edeka will Kaiser's Tengelmann. Die Kartellwächter lehnen aber ab. Auch Norma kann sich einen Kauf vorstellen. Allerdings scheint das keinen zu interessieren, wie der Discounter kritisiert.

Der Lebensmittel-Discounter Norma hat ein Angebot für die Übernahme von Filialen der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann abgegeben. "Norma hat in der Vergangenheit im Verfahrensablauf nachweislich mehrmals das Gespräch mit Tengelmann, auch mit Herrn Haub, gesucht", sagte eine Sprecherin der "Süddeutschen Zeitung". Das Angebot liege auch dem Bundeswirtschaftsministerium vor. Eine Ministeriumssprecherin wollte sich dazu mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

Am 16. November findet die öffentliche Anhörung zur Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch den Wettbewerber Edeka in Berlin statt. Die Anhörung ist Teil des Ministererlaubnisverfahrens, das Tengelmann und Edeka beantragt haben, nachdem das Bundeskartellamt die Übernahme aus wettbewerbsrechtlichen Gründen abgelehnt hatte.

Norma hadert

Norma kritisiert, dass Tengelmann die Offerte komplett ignorierte. "Von deren Seite wurde auf unsere Gesprächsangebote nicht eingegangen", sagte die Sprecherin dem Blatt. "Für uns unverständlich ist, wieso man einem konzernfreien, wettbewerbsrechtlich völlig unbedenklichen Mitbewerber keine Chance gibt, seine Ideen vorzutragen."

Wenn es ernsthafte Alternativen gebe, dürfe Tengelmann gemäß dem Sondergutachten der Monopolkommission, die die Edeka-Übernahme ebenfalls ablehnte, nicht einfach darüber hinweggehen, argumentiert Norma laut "Süddeutscher Zeitung" weiter. Das fränkische Unternehmen ist nach Aldi, Lidl, Penny und Netto einer der größten Discounter in Deutschland.

Quelle: n-tv.de, bad

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