Wirtschaft

"Schritt für Schritt reagieren" Autobauer Kia entwirft Trump-Notfallplan

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Schild an einem Kia-Werk in Mexiko: Die neue US-Regierung sorgt für viel Verunsicherung.

(Foto: REUTERS)

Trump will die Autobauer zwingen, keine Fahrzeuge für die USA in Mexiko zu bauen. Diese versprechen vollmundig hohe Investitionen in Amerika. Ein südkoreanischer Hersteller bereitet sich nun jedoch auch anderweitig vor.

Der südkoreanische Autohersteller Kia wappnet sich gegen die protektionistische Ausrichtung der USA unter deren Präsidenten Donald Trump. Die neue US-Regierung sorge für viel Verunsicherung, sagte Kia-Finanzchef Han Chun. Der Konzern verfolge den politischen Kurs der USA genau. Gleichzeitig entwerfe das Unternehmen einen Notfallplan, mit dem es Schritt für Schritt auf unterschiedliche Szenarien reagieren könne. Details nannte der Manager nicht.

Trump hat seinen Wählern versprochen, für mehr Arbeitsplätze in der Industrie zu sorgen. Dazu will er unter anderem Autobauer zwingen, keine Fahrzeuge mehr in Mexiko zu bauen, die für den US-Markt bestimmt sind. Deutschen Herstellern und Toyota aus Japan droht er mit einer "hohen Grenzsteuer".

Neue Fabrik in Nuevo Leno

Die Branche ist in Alarmbereitschaft. Zu südkoreanischen Autokonzernen hat Trump sich noch nicht explizit geäußert. Kia produziert seit vergangenem Jahr in einer neuen Fabrik im mexikanischen Nuevo Leon. Der Schwesterkonzern Hyundai will dort 2017 mit dem Bau von Autos beginnen.

Kia und Hyundai bilden zusammen nach Absatzzahlen den fünftgrößten Autokonzern weltweit. Kia will dieses Jahr seine Produktion in Mexiko verdoppeln und die Verkäufe in den USA um acht Prozent steigern.

Quelle: ntv.de, cas/rts

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