Wirtschaft
Die Bahn fährt in die Gewinnzone zurück.
Die Bahn fährt in die Gewinnzone zurück.(Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)
Mittwoch, 26. Juli 2017

Umsatz klettert auf neuen Rekord: Bahn steigert Halbjahresgewinn deutlich

Die Deutsche Bahn steigert ihren Gewinn im ersten Halbjahr kräftig - und korrigiert ihren erwarteten Jahresumsatz noch einmal nach oben. Das gute Ergebnis hat der Konzern auch seinen Fahrgästen zu verdanken.

Die Deutsche Bahn hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Zwischen Januar und Juni erwirtschaftete der Konzern 779 Millionen Euro und damit 29,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Der Schienenkonzern erwartet nun für das Gesamtjahr einen Umsatz auf dem Höchststand von 42,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll mindestens 2,2 Milliarden Euro erreichen.

Bisher hatte die Bahn für das volle Jahr Erlöse in Höhe von 41,5 Milliarden und einen operativen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro angepeilt. "Die Erfolge sind sichtbar. Die Fahrgastzahlen steigen. Bei Umsatz und Ergebnis zeigen die Pfeile nach oben", kommentierte Bahnchef Richard Lutz die guten Zahlen.

Sie fußen einerseits mit 68 Millionen Fahrgästen zwischen Januar und Juni auf einem neuen Rekord im Fernverkehr. Das entsprach einem Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. Andererseits sind sie auf die besser laufenden Geschäfte bei der Speditionstochter Schenker und der Auslandstochter Arriva zurückzuführen.

Operativ verdiente die Bahn 1,2 Milliarden Euro und damit gut 200 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 21,1 Milliarden Euro lagen die Einnahmen um 1 Milliarden Euro über dem ersten Halbjahr 2016. Nach Steuern konnte Vorstandschef Lutz ein um 30 Prozent höheres Ergebnis von 779 Millionen Euro verkünden.

Sorgenkind des Staatsunternehmens bleibt der Gütertransport auf der Schiene. Nach massiven Beschwerden der Kunden wurde der geplante Abbau von 2.000 Stellen de facto gestoppt. Das Management plant jetzt sogar den Kauf neuer Lokomotiven und Waggons in großer Zahl. In den ersten sechs Monaten büßte die Sparte noch einmal leicht bei der beförderten Gütermenge ein.

Quelle: n-tv.de

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