Wirtschaft

Investitionen verlieren an Schwung Chinas Zentralbank sorgt sich um Wachstum

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst nicht so, wie sich die Führung das vorstellt. Die Zentralbank benennt zahlreiche Schwachstellen: Die Investitionen sind schwach, die Exportnachfrage mau. Viele Unternehmen haben Finanzprobleme.

Die chinesische Zentralbank sieht einen erhöhten Druck auf die Wirtschaft des Landes. Gleichwohl bewege sich das Wirtschaftswachstum in einer "angemessenen Bandbreite". "Die chinesische Wirtschaft wird eine zeitlang vor bestimmten Schwierigkeiten stehen", teilte die People's Bank of China (PBOC) in ihrem Jahresbericht mit.

Die externe Nachfrage nach chinesischen Produkten werde sich angesichts der Unsicherheiten in der Weltwirtschaft voraussichtlich nicht deutlich erholen, so die Notenbank. Sie fügte hinzu, die Investitionen in China selbst hätten an Schwung verloren, während die Produzentenpreise weiter fielen. "Die Finanzierungsschwierigkeiten kleinerer Firmen sind immer noch deutlich zu erkennen und einige Unternehmen haben zu kämpfen", so die PBOC.

Die Wirtschaft habe dennoch großes Potenzial, um ein Wachstum von rund 7 Prozent zu stützen. Das ist das von Peking ausgegebene Wachstumsziel für dieses Jahr. Im ersten Quartal wurde ein Wachstum von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreicht. Es war das schwächste Wachstum seit sechs Jahren.

Die PBOC sagte, sie werde sich weiterhin für eine Liberalisierung der Zinsen und einen stärker am Markt orientierten Wechselkurs für die Landeswährung stark machen. Sie bekräftigte damit bereits formulierte Ziele. Außerdem werde sie ein angemessenes Kreditwachstum und eine vernünftige Ausweitung der Geldmenge sicherstellen.

Quelle: n-tv.de, mbo/DJ