Wirtschaft

Fleisch-Fabrikant in Geldnöten Chinesen bieten Schinken statt Zinsen

RTR1V1SD.jpg

Ob die Gläubiger das Angebot annehmen, steht noch nicht fest.

(Foto: REUTERS)

Die in China grassierende Schweinepest macht dem Schinken-Hersteller Chuying schwer zu schaffen. Weil das Geld fehlt, will er Gläubiger mit Fleisch zufriedenstellen. Für einige soll es immerhin Geschenkboxen geben.

Ein chinesischer Schinken-Fabrikant steckt in Zahlungsschwierigkeiten und will einen Teil seiner Schulden auf eine ungewöhnliche Art und Weise begleichen: Die Chuying Agro-Pastoral Group kündigte an, dass einige Gläubiger statt Zinsen Schweinefleisch bekommen. Man sei bereits in Verhandlungen über Forderungen in Höhe von 271 Millionen Yuan (umgerechnet 34,3 Millionen Euro), teilte das Unternehmen der Shanghaier Börsenaufsicht mit.

Vergangene Woche hatte Chuying eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Yuan nicht zurückzahlen können. Als Grund gab das Management die in China grassierende Afrikanische Schweinepest an. Die Nachfrage nach Schweinefleisch sei deshalb zurückgegangen und das habe zu einem Liquiditätsengpass geführt, so das Management. Nach Angaben der Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" hat das Unternehmen lediglich Cashreserven in Höhe von 1,3 Milliarden Yuan. Dem stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von 8,3 Milliarden Yuan gegenüber.

Die Firma bietet den Gläubigern unter anderem Geschenkboxen an. Ob sie das Angebot annehmen, ist offen. Eine Box mit Chuying-Schinken kostet "Bloomberg" zufolge beim chinesischen Online-Händler JD.com 8999 Yuan (etwa 1140 Euro).  

Quelle: n-tv.de, jga