Wirtschaft

Coronavirus löst Panik aus Dax rutscht unter 13.000-Punkte-Marke

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Der Dax erlebt einen schwarzen Tag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Tiefflug fort. Der Dax rutscht unter die 13.000er-Marke. Damit verliert der Leitindex zum Wochenstart fast 600 Punkte. Auch an anderen Börsenplätzen fallen die Kurse zum Teil massiv.

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Die Panik um das Coronavirus lässt den Deutsche Aktienindex unter die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten fallen. Am Nachmittag notierte der Dax bei 12.982 Punkten und verlor damit im Vergleich zum vergangenen Freitag fast 600 Punkte. Das entsprach einem Verlust von 4,3 Prozent - so niedrig hatte der Dax zuletzt am 31. Januar gestanden. Auch andere Börsenbarometer in Europa wurden nach unten gezogen. Der Pariser Index CAC der 40 größten Unternehmen fiel bis zum Nachmittag um vier Prozent.

Nach dem Handelsbeginn an der Wall Street in New York schaffte der Dax allerdings wieder die Rückkehr über die 13.000er-Marke. Der Handel in den USA startete zwar ebenfalls mit deutlichen Verlusten um die drei Prozent, doch offenbar fiel das Minus zunächst geringer aus als manche befürchtet hatten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte brach um fast 1000 Punkte ein und lag mit 27.995 Zählern 3,4 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 3,2 Prozent auf 3231 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 4,3 Prozent auf 9166 Punkte ab. Die Investoren bewerteten nun die Gefahr einer Konjunkturabkühlung in China und anderen Erdteilen neu, sagte Nitesh Shah, Chefanalyst bei WisdomTree. Noch vergangene Woche hatten die Kurse Rekordwerte markiert.

In China ist die Zahl der Toten durch das Virus zuletzt sprunghaft gestiegen, und auch Südkorea ist zunehmend betroffen. Immer mehr Sorgen bereitet den Investoren mittlerweile die erste größere Verbreitung des Virus in Europa: So stieg die Anzahl der Infizierten in Italien übers Wochenende. In der Lombardei wurden zehn Gemeinden in der Provinz Lodi südlich von Mailand zu Sperrzonen erklärt.  Vor diesem Hintergrund nahm die Unsicherheit an den Finanzmärkten spürbar zu. Der Goldpreis stieg auf einen siebenjährigen Höchststand, und die Ölpreise gerieten unter Druck.

In Asien ging es zum Wochenstart besonders an Südkoreas Börsen deutlich nach unten. In Deutschland gerieten vor allem Aktien konjunktursensibler Sektoren unter Druck. Am Dax-Ende brachen die Papiere der Fluggesellschaft Lufthansa um mehr als 8 Prozent ein. Auch Autowerte mussten deutliche Einbußen hinnehmen. Für BMW, Daimler und Volkswagen ist China der wichtigste Einzelmarkt.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP/rts