Wirtschaft

Stolzes Plus zum Jahresstart Deutschland nimmt mehr Steuern ein

56616044.jpg

Das Bundesfinanzministerium rechnet mit einem starken Quartal: Wolfgang Schäuble kann steigende Einnahmen verwalten (Archivbild).

(Foto: picture alliance / dpa)

Während Griechenland darbt und die Athener Kassen auszutrocknen drohen, geht es den deutschen Staatsfinanzen glänzend: Die Konjunktur läuft rund, die Steuereinnahmen sprudeln. Schäubles Ministerium verzeichnet beeindruckende Zuwächse.

Der Trend bei den Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden hält an: Im Februar stieg das Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

In den ersten beiden Monaten des Jahres legten die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 Prozent zu. Das Plus fällt damit deutlich höher aus als bei der letzten Schätzung im vergangenen November für das Gesamtjahr 2015 erwartet worden war. Damals waren die Experten von einem Plus von 2,6 Prozent ausgegangen.

Die Mehreinnahmen kommen der Bundesregierung gerade recht. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat für seine Haushaltspläne höhere Einnahmen unterstellt als bei der Steuerschätzung vorausgesagt worden war. Mit seiner optimistischen Annahme bewies Schäuble den richtigen Riecher: Dank der guten Konjunktur erhöhten sich vor allem die Einnahmen aus den beiden größten Einzelsteuern, der Lohnsteuer und den Steuern vom Umsatz.

Zwölf Prozent mehr für Gemeinden

Bei Lohn- und Umsatzsteuer stieg das Aufkommen im Februar um 6,8 beziehungsweise 5,8 Prozent. Damit schlägt die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt voll auf den deutschen Staatshaushalt durch. Der Bund verbuchte im Februar ein Steuerplus von 6,6 Prozent, die Steuereinnahmen der Länder stiegen mit 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat etwas schwächer. Der Gemeindeanteil an den gemeinschaftlichen Steuern wiederum stieg um 12,3 Prozent.

Im Bundesfinanzministerium gehen die zuständigen Beamten weiterhin von einem stabilen Wirtschaftswachstum aus. "Die 'harten' Industrieindikatoren wie auch die optimistische Stimmung in den Unternehmen und der Verbraucher sprechen dafür, dass sich die wirtschaftliche Expansion im ersten Quartal fortsetzen dürfte", heißt es im Monatsbericht.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa