Wirtschaft
Nicht immer bequem - aber praktisch. Dennoch stagniert der Fahrradmarkt.
Nicht immer bequem - aber praktisch. Dennoch stagniert der Fahrradmarkt.(Foto: picture alliance / Peter Steffen)
Dienstag, 29. August 2017

E-Bikes werden immer beliebter: Händler verkaufen weniger Fahrräder

Die Fahrradbranche klagt über rückläufige Verkaufszahlen. Grund dafür sind die zunehmende Haltbarkeit der Drahtesel und der hohe Bestand in deutschen Haushalten. Dabei boomt die E-Bike-Sparte weiterhin.

Der deutsche Fahrradmarkt schrumpft. In in den ersten sechs Monaten 2017 brachten die Händler weniger Zweiräder an die Kunden. Insgesamt ging der Absatz um 2,2 Prozent auf 2,64 Millionen Räder zurück, wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mitteilte. Grund für den Rückgang sei unter anderem der bereits hohe Bestand von Fahrrädern in Deutschland. So besäßen 80 Prozent der Haushalte mindestens ein Fahrrad. Zudem würden die Räder hochwertiger und damit haltbarer gefertigt.

Auch die Produktion liege mit 1,44 Millionen Rädern rund 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Wir beobachten das mit einer gewissen Sorge", sagte Geschäftsführer Siegfried Neuberger vor der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee.

E-Bike-Trend hält an

Der Markt mit E-Bikes wächst dagegen weiter: Für 2017 rechnet die Branche mit einem Verkauf von 680.000 Rädern. Das wäre ein Plus von 12 Prozent gegenüber 2016. Vor allem deshalb rechnet der ZIV auch mit einem leicht steigenden Umsatz für 2017.

Die Fahrradbranche bleibt optimistisch: "Der Trend zum Fahrrad ist ungebrochen", sagte Neuberger. Das sehe man vor allem in den vom Autoverkehr chronisch überlasteten Städten - dort sei das Rad inzwischen das ideale Fortbewegungsmittel. Auf der Messe "Eurobike" zeigen rund 1400 Aussteller Ende August die Neuheiten und Trends der Branche.

Quelle: n-tv.de