Wirtschaft

Geschäfte mit russischen Kunden Hat Deutsche Bank Milliarden gewaschen?

58531265.jpg

Die Bank gehe dem Verdacht in einer internen Untersuchung nach, so ein Insider.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gigantische Beträge soll die Deutsche Bank laut einem Medienbericht für Kunden aus Russland gewaschen haben. Eine Gruppe von Bankern aus Moskau ist bereits beurlaubt. Der Konzern bemüht sich nun, sein Image nicht weiter beschädigen zu lassen.

Russische Kunden der Deutschen Bank haben nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg mit Hilfe des Instituts möglicherweise rund sechs Milliarden Dollar gewaschen. Die Bank gehe dem Verdacht in einer internen Untersuchung nach, berichtete die Agentur unter Berufung auf Personen, die mit der Sache vertraut seien.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 12,02

Die Deutsche-Bank-Aktie gab nach der Bloomberg-Meldung weiter nach. Am Nachmittag notierte sie 2,4 Prozent im Minus und war damit Dax-Schlusslicht.

Die Deutsche Bank hatte am 20. Mai eingeräumt, eine Gruppe von Händlern in Moskau beurlaubt zu haben, bis die Untersuchung abgeschlossen sei. Damals hatte das "Manager Magazin" berichtet, Mitarbeiter der Bank hätten für russische Kunden Gelder zweifelhafter Herkunft gewaschen - in Euro gerechnet mindestens in dreistelliger Millionenhöhe.

Bank hat bereits 7000 Klagen am Hals

"Wir haben uns verpflichtet, höchste Standards zur Bekämpfung von verdächtigen Aktivitäten einzuhalten und ergreifen harte Maßnahmen, wenn wir Hinweise auf Fehlverhalten finden", bekräftigte eine Sprecherin der Bank. Laut Finanzkreisen sind neben der russischen Notenbank auch die Aufsichtsbehörden in Deutschland und Großbritannien über den Fall informiert.

Es ist ein Rückschlag für die Bank, die derzeit um ihr Image kämpft und bemüht ist, sich aus einem Dschungel von Klagen wegen diverser möglicher Vergehen in der Vergangenheit zu befreien. Aktuell hat das Finanzinstitut 7000 Klagen am Hals. Erst kürzlich musste sie 2,5 Milliarden US-Dollar Strafe wegen der Manipulation von Referenzzinssätzen zahlen.

Quelle: ntv.de, kst/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen