Wirtschaft

Milliardensumme in Frankfurt Iran wehrt sich gegen US-Klage

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Dax-Unternehmen gerät bei der juristischen Aufarbeitung zweier Terroranschläge in Afrika zwischen die Fronten. US-Kläger wollen die Deutsche Börse zur Herausgabe von 1,7 Milliarden Dollar aus einem Depot der iranischen Währungshüter zwingen.

Die iranische Zentralbank wehrt sich gegen eine Klage in den USA, die die Herausgabe von 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) an Vermögenswerten vorsieht, die bei der Deutschen-Börse-Tochter Clearstream liegen. Es seien juristische Schritte auf den Weg gebracht worden, hieß es in einer Erklärung des stellvertretenden Gouverneurs der iranischen Zentralbank, Amir Hossein Tajjebi Fard. Details dazu wurden nicht genannt.

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In dem Streit um die Herausgabe von Geldern der iranischen Zentralbank hatten US-Kläger vor wenigen Tagen eine neue Klage gegen die Deutsche Börse eingereicht. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main hatte dazu erklärt, Clearstream halte jegliche gegen sie gerichteten Schadenersatzansprüche für unbegründet.

2014 hatte ein US-Gericht den Iran und andere wegen der Bombenanschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 zu Schadenersatz verurteilt. Dem Urteil zufolge steht den so genannten Ofisi-Klägern 8,7 Milliarden Dollar zu. Sie verlangen mit ihrer nun eingereichten Klage die Vollstreckung des Urteils. Clearstream soll demnach der iranischen Zentralbank zugerechnete Vermögenswerte herausgeben.

Quelle: ntv.de, mmo/rts