Wirtschaft

Hacker-Chef von Kaspersky Lab Manager sitzt seit Dezember im Knast

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Blick auf die Rechner bei Kaspersky Lab in Moskau.

(Foto: REUTERS)

Einer der Chefs der größten russischen Cybersecurity-Firma Kaspersky Lab sitzt laut einem Bericht seit über einem Monat im Gefängnis. Eine Tageszeitung will wissen, was ihm vorgeworfen wird.

Der Kampf gegen Hacker scheint ihm zum Verhängnis geworden zu sein: Ruslan Stojanow, bei der Online-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab Chef der Forschungsabteilung für Internetkriminalität, sitzt seit über einem Monat in einem russischen Gefängnis. Dies berichtet die russische Tageszeitung "Komersant" und beruft sich auf Angaben von Kaspersky.

Die Firma soll betont haben, dass es sich um die Verhaftung einer Privatperson handelt und nicht um eine Ermittlung gegen das Unternehmen.

Neben Stojanow wurde laut "Komersant" auch Sergeij Michailow festgenommen – der stellvertretende Leiter des Zentrums für Informationssicherheit (CIB) des russischen Innlandsgeheimdienstes FSB. Er gilt als einer der wichtigsten Offiziere des FSB, da er die Politik persönlich über Cyber-Angriffe informierte.

Informationen ins Ausland verkauft?

Beiden Männern wird Landesverrat vorgeworfen. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP wurde der Vorwurf nicht näher ausgeführt. Bei "Komersant" heißt es, Stojanow soll über Michailow Informationen über Sicherheitslücken im Staatsapparat an ausländische Firmen verkauft haben.

Kaspersky arbeitet beim Aufspüren von Internetkriminalität in Russland eng mit dem Innenministerium zusammen.

Quelle: n-tv.de, cas

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