Wirtschaft

Spitzenrunde noch im Juni Müller startet Rettungsmission für BER

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Baustelle BER: Wie lange noch - niemand weiß es.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jahre liegt der ursprünglich geplante Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens BER nun schon zurück. Inzwischen quietscht es sogar mit dem Termin 2017. Mit aller Macht soll der aber gehalten werden.

Mit einem Spitzentreffen von Vertretern von Regierungen, Behörden, Deutscher Bahn und Betreibern will Berlin den geplanten Eröffnungstermin des neuen Flughafens BER retten. Im Mittelpunkt stünden die Probleme beim Brandschutz im künftigen Hauptstadtflughafen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef werde zu einem solchen Treffen noch im Juni einladen, kündigte Müllers Flughafen-Koordinator Engelbert Lütke Daldrup in der "Berliner Zeitung" an.

Zugleich kritisierte er die Genehmigungsbehörden für den Flughafen. "Normalerweise versuchen Behörden, gemeinsam mit dem Antragsteller eine Lösung zu finden, das fällt hier offenbar schwer." Das eingeforderte Maß an Perfektion sei schon sehr hoch. Zugleich räumte Lütke Daldrup aber auch ein, dass lange Zeit keine prüffähigen Unterlagen vorgelegen hätten.

Im Terminalgeschoss über dem unterirdischen Flughafenbahnhof ist bislang nicht sichergestellt, dass Rauch ordentlich abzieht, wenn es brennt. Die Verantwortlichen hatten das Problem jahrelang nicht beachtet, nun verzögert es Baugenehmigungen, von denen die geplante Eröffnung des Flughafens im zweiten Halbjahr 2017 abhängt.

Beteiligt sind neben dem Flughafen das zuständige Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald, das Eisenbahn-Bundesamt und die Deutsche Bahn. Die Genehmigung werde im Juni/Juli benötigt, sagte Lütke Daldrup. "Wenn nicht, wird man den Termin 2017 möglicherweise reißen." Eine erneute Verschiebung würde mitten in den Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus platzen. Im September stimmen die Berliner über die Zusammensetzung ihres Landesparlaments sowie über die Rathäuser der Bezirke ab.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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