Wirtschaft

Öl sichert Rente Norwegens Staatsfonds knackt die Billion

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Die Öl-Förderung sichert die Renten der norwegischen Bevölkerung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Norwegen hat den größten Pensionsfonds der Welt, der nun ein Volumen von einer Billion Dollar erreicht hat. Gespeist aus den Öl-Einnahmen des skandinavischen Staats bietet der Fonds ein sicheres Polster für dessen alternde Bevölkerung.

Der norwegische Pensionsfonds, der größte Staatsfonds der Welt, hat einen neuen Höchststand erreicht. Zum ersten Mal seit seinem Bestehen erreichte der Fonds am Dienstag einen Wert von einer Billion Dollar (umgerechnet rund 834 Milliarden Euro). Das "überwältigende" Wachstum des Fonds sei ein "Meilenstein", teilte der Chef des Pensionsfonds, Yngve Slyngstad, mit. Den Sprung über die symbolträchtige Billionenmarke hat der Fonds dabei der guten Verfassung der Aktienmärkte aber auch dem vergleichsweise schwachen Dollar zu verdanken.

Der Fonds, der sich vor allem aus den Gewinnen aus der norwegischen Ölförderung speist, wurde in den 90er Jahren gegründet, um der Regierung Handlungsraum in der Fiskalpolitik zu schaffen, sollten die Ölpreise fallen oder die Wirtschaft schwächeln. Wenn in der Zukunft die Ölreserven erschöpft sein werden, dann sollen die Erträge des Fonds weiterhin der norwegischen Bevölkerung zugutekommen. Weltweit ist er an mehr als 9000 Firmen beteiligt und hält rund 1,3 Prozent der Anlagesumme an den weltweiten Börsen. In Europa sind es sogar 2,3 Prozent. 65 Prozent des Geldes sind in Aktien angelegt, rund 32 Prozent in Anleihen vor allem von Staaten und 2,5 Prozent in Immobilien.

Nach einem Parlamentsbeschluss aus dem Jahr 2015 darf der Fonds nicht mehr in Energie- oder Bergbauunternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihres Geschäfts mit Kohle machen. Die Leitlinien des Staatsfonds verbieten zudem Investitionen in Unternehmen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, Kinderarbeit ausnutzen, "besonders inhumane" Waffen fertigen oder Tabakprodukte herstellen.

Quelle: ntv.de, fhe/AFP/DJ

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