Wirtschaft

Opec hat ein großes Problem Ölnachfrage wächst langsamer

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Ölpipeline in der algerischen Wüste.

(Foto: dpa)

Die Opec-Länder haben sich bereits auf eine Öl-Förderbremse verständigt. Dennoch gibt es nach wie vor zu viel "schwarzes Gold" auf dem Markt. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) reduziert dazu noch ihre Nachfrage-Prognose.

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) rechnet damit, dass die globale Ölnachfrage das zweite Jahr in Folge langsamer wachsen wird. In ihrem Monatsbericht reduzierte die IEA ihre Prognose für 2017 auf ein Wachstum von 1,3 Millionen Barrel pro Tag und warnte zugleich, dass dieser Ausblick "noch zu optimistisch sein könnte". Obwohl das angenommene Nachfragewachstum immer noch höher ist als der Trend, der vor dem Crash der Ölpreise im Jahr 2014 zu sehen war, liegt es spürbar unter dem Niveau von 2015, als die Nachfrage um rund zwei Millionen Barrel wuchs.

Die sich abschwächende Nachfrage ist ein großes Problem für die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die sich auf eine Förderbremse verständigt hat, um die Preise in die Höhe zu treiben. In den vergangenen drei Jahren hatte eine Ölschwemme den Markt belastet.

Im März ist die Opec-Förderung um 365.000 Barrel gesunken, was bedeutet, dass die Opec nach Berechnungen der IEA ihre selbst auferlegte Förderbremse zu 99 Prozent befolgt. Die außerhalb der Opec befindlichen Förderländer haben im März ihre Kürzungspflichten zu 68 Prozent eingehalten, befand die IEA. Im Februar war das nur zu 38 Prozent der Fall gewesen.

Die erhöhte Folgsamkeit dürfte die Gespräche innerhalb der Opec über weitere Kürzungen erleichtern, wenngleich es Sorgen gibt, dass andere Länder außerhalb des Kartells von den Beschränkungen profitierten dürften. So ist die Förderung in den USA bereits im Steigen begriffen. Im März legte die Produktion auf neun Millionen Barrel pro Tag zu. Im September 2016 hatte sie nur 8,6 Millionen betragen. Bis zum Jahresende dürfte die US-Förderung nach IEA-Zahlen um 680.000 Barrel gegenüber dem Jahresende 2016 steigen.

Quelle: ntv.de, wne/DJ