Wirtschaft

Trotz Kürzungsbeschlusses Opec fährt Öl-Produktion hoch

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(Foto: imago/Mint Images)

Am 30. November will die Opec in Wien ihren Beschluss, die Ölproduktion zu begrenzen, in die Tat umsetzen. Derweil kippen einige Länder des Kartells noch mehr Öl auf den Markt. Vor allem Libyen und Nigeria verzeichnen hohe Zuwachsraten.

Die Rohölproduktion der Opec-Länder ist im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober deutlich gestiegen. Vom 16. September bis zum 16. Oktober wurden aus diesem Raum täglich 33,54 Millionen Barrel gefördert, wie Daten des Öl-Informationsdienstleisters S&P Platts zeigen.

Dem Monatsbericht zufolge ist die Produktion der Opec-Länder um 300.000 Barrel täglich gestiegen. Alle Länder, die voraussichtlich von den Opec-Kürzungen ausgenommen werden, haben ihre Produktion hochgefahren, dazu auch noch der Irak.

So haben Libyen und Nigeria jeweils 190.000 Barrel täglich mehr gefördert und damit ihre jeweilige Tagesproduktion auf 530.000 beziehungsweise 1,68 Millionen Barrel gesteigert. Dagegen nimmt sich Iran mit einem Plus von 20.000 Barrel am Tag bescheiden aus, die Gesamtproduktion in dem Land liegt damit bei täglich 3,67 Millionen Barrel.

Der Irak hat pro Tag 160.000 Barrel mehr gefördert und kam somit auf 4,56 Millionen am Tag. Das Land hat versucht, für sich wie die anderen genannten einen Ausnahmestatus bei den geplanten Kürzungen der Opec zu erreichen.

Nächstes Treffen Ende des Monats

Die Opec hatte vereinbart, die Tagesproduktion auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel täglich zu begrenzen und will sich hierzu am 30. November in Wien treffen. Doch bislang haben die Mitgliedsländer keinen Konsens gefunden, und der Brent-Ölpreis ist seit dem 19. Oktober um über 14 Prozent gefallen.

Platts ermittelt die Daten nach eigenen Angaben aus Befragungen von Vertreten der Opec und der Ölländer sowie Aussagen von Händlern und Analysten, daneben werden auch Frachtdaten herangezogen.

Quelle: ntv.de, wne/DJ