Wirtschaft

"Normaler Vorgang" Polizei durchsucht Wirecard in Singapur

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Der Aktienkurs von Wirecard gerät unter Druck.

(Foto: © Wirecard)

Die Aktie von Wirecard rauscht in die Tiefe - wieder einmal. Diesmal ist der Grund, dass Ermittler in Singapur die Büros des Unternehmens besuchen. Wirecard gibt sich gelassen.

Die Polizei in Singapur hat nach einer Serie von Berichten über angebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten bei Wirecard die Räumlichkeiten des Zahlungsabwicklers in dem asiatischen Stadtstaat durchsucht. Die Nachricht ließ die Wirecard-Aktien erneut um rund 13 Prozent einbrechen.

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Wirecard teilte mit, man habe sich mit den Strafverfolgungsbehörden in der Unternehmenszentrale in Singapur getroffen und der Polizei Unterlagen zu den Ermittlungen über "verleumderische Vorwürfe" in den Berichten der "Financial Times" übergeben.

Wirecard hatte zuvor juristische Schritte gegen die Zeitung angekündigt, die über mehrere Mitarbeiter des Unternehmens in den Artikeln namentlich berichtet hatte. "Wir bekräftigen, dass die Vorwürfe gegen Wirecard-Mitarbeiter unbegründet sind", so das Unternehmen.

Wirecard habe den Behörden volle Kooperation bei den Ermittlungen zugesichert. "Nach einer so negativen Medienberichterstattung ist die Einleitung von Ermittlungen ein normaler Vorgang", hieß es in der Mitteilung.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Berichte in der "Financial Times" mit Vorwürfen eines Bilanzierungsskandals bei dem Konzern die Wirecard-Aktie in heftige Kursturbulenzen getrieben. Die Aktie brach daraufhin ein. Wirecard hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de, jga/rts

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