Wirtschaft

Übernahmeversuch im Dax Potash greift nach K+S

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Rohstoff aus dem Boden: Kalisalze wie hier aus der kanadischen Cory-Mine geben einen hervorragenden Dünger ab.

(Foto: REUTERS)

Aufregung am Aktienmarkt: Übernahmespekulationen erfassen den deutschen Leitindex. Ein Konkurrent aus Kanada legt dem Kasseler Dax-Konzern ein konkretes Angebot vor. Die Offerte liegt fast elf Euro über dem aktuellen Kurs.

Jetzt ist es offiziell: Der kanadische Düngemittel- und Salzhersteller Potash will den deutschen Konkurrenten K+S übernehmen. Der Kasseler Dax-Konzern bestätigte am Abend ein entsprechendes Angebot der Kanadier.

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Potash habe Vorstand und Aufsichtsrat darüber informiert, den K+S-Aktionären unter bestimmten Bedingungen eine Offerte für alle Aktien vorlegen zu wollen, teilte K+S mit. Man prüfe zurzeit die zur Verfügung stehenden Optionen, hieß es. Der Ausgang sei offen.

40 Euro je Aktie

Zu den genannten Vorbedingungen der Kanadier zählt demnach auch eine umfassende Buchprüfung. Sollten die Zahlen den Erwartungen entsprechen, strebe Potash die Übernahme aller Aktien im Wege eines freiwilligen öffentlichen Angebots an, wie es weiter hieß.

Einen möglichen Kaufpreis nannte K+S nicht. Nach Informationen aus Branchenkreisen dürfte der deutsche Konzern das Angebot wohl ablehnen. Die Kanadier hätten zwar mehr als 40 Euro je Aktie geboten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete. K+S halte den Preis aber unter anderem angesichts der eigenen Wachstumsperspektiven für zu niedrig.

Rivale aus Russland

Weder Potash noch K+S wollten sich zunächst zu weiteren Details äußern. Zuvor hatte bereits das "Handelsblatt" über das Kaufinteresse aus Kanada berichtet. Die Kanadier, so heißt es in dem Bericht, würden im Zweifelsfall nicht vor einer aggressiveren Vorgehensweise zurückschrecken.

Im Frankfurter Börsenhandel war das K+S-Papier bei 29,05 Euro aus dem Handel gegangen, im nachbörslichen Geschäft stieg der Kurs dann um fast ein Fünftel. Potash-Aktien legten in Toronto zuletzt um knapp 2 Prozent zu. Zusammen mit dem K+S-Konzern aus Deutschland könnte der drittgrößte Kalihersteller Potash wieder zur weltweiten Nummer eins aufsteigen und den russischen Marktführer Uralkali ablösen.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa/rts

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