Wirtschaft

Spanien spartRajoy schwingt den Rotstift

30.12.2011, 17:33 Uhr

Das kommende Jahr wird für die meisten Spanier ein entbehrungsreiches. Die Regierung von Ministerpräsident Rajoy will 2012 16,5 Milliarden Euro einsparen. Nur die Rentner werden verschont.

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Mariano Rajoy kann nicht als Wohltäter auftreten. (Foto: picture alliance / dpa)

Die neue spanische Regierung von hat die ersten Maßnahmen zur Reduzierung des hohen

Haushaltsdefizits angekündigt. Spaniens Staatsangestellte müssen wegen der

Wirtschaftskrise auch im kommenden Jahr auf der Stelle treten.

Die Gehälter der Staatsbediensteten werden 2012

nicht erhöht, wie die Regierungssprecherin und Vize-Ministerpräsidentin Soraya

Sáenz de Santamaría bekannt gab. Die Maßnahme ist Teil eines ersten Sparpakets,

mit dem die konservative Regierung das Haushaltsdefizit in den ersten Monaten

2012 um 8,9 Milliarden Euro reduzieren will. Die abgewählte sozialistische

Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero hatte bereits die Löhne der

Mitarbeiter im öffentlichen Dienst 2010 um fünf Prozent gekürzt und für dieses

Jahr eingefroren.

Auch der Mindestlohn (641 Euro im Monat) wird im

kommenden Jahr nicht erhöht. Dagegen werden die Renten um 1,0 Prozent

angehoben. Rajoy hatte bereits vor seinem Amtsantritt am 21. Dezember

angekündigt, dass er im Rahmen seiner drastischen Sparpläne nur die Rentner

verschonen würde.

Der neue Regierungschef hatte für 2012 Einsparungen

von insgesamt 16,5 Milliarden Euro angekündigt. Damit will Spanien seiner

Verpflichtung gegenüber der EU nachkommen, die Neuverschuldung bis Ende 2012

auf 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken.

Quelle: dpa