Wirtschaft

Bonus für Anleger Reeder Maersk zahlt Milliarden-Treueprämie

RTX182G9.jpg

(Foto: REUTERS)

Moeller-Marsk räumt im Portfolio auf und trennt sich von seinem Anteil an Dänemarks größter Bank. Das spült ordentlich Geld in die Kasse. Doch der Konzern will die Einnahmen gar nicht behalten.

Der dänische Mischkonzern Maersk hat im vergangenen Jahr zwar weniger verdient als erwartet. Dennoch kündigte das Unternehmen, zu dem die gleichnamige Reederei gehört, an, sich von der Beteiligung an der Danske Bank zu trennen. Für den Anteil von gut 20 Prozent erhoffen sich die Dänen einen Erlös von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro. Das Geld will das Unternehmen an seine Aktionäre weiterreichen. Den Großteil des Anteils an der größten Bank des Landes werde die Familienstiftung übernehmen, die Moeller-Maersk kontrolliert.

Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 1.157,00

Die Aktien der Groß-Reederei legten rund sieben Prozent zu. Analysten werteten den Verkauf als positiv, weil der Konzern sich damit aufs Kerngeschäft konzentriere und daher für Investoren attraktiver werde. Moeller-Maersk setzt künftig vor allem auf die Schifffahrt und das Ölgeschäft. Letzteres verbuchte wegen des massiven Ölpreis-Verfalls vergangenes Jahr jedoch Abschreibungen über 2,2 Milliarden Dollar.

Insgesamt verdient A.P. Moeller-Maersk A/S mit seinen 89.000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr umgerechnet 4,4 Milliarden Euro. Das war zwar ein Anstieg um 45 Prozent, jedoch etwas weniger als Analysten erwartet hatten. Vor allem der Verkauf des Mehrheitsanteils der Dansk Supermarked Group spülte Geld in die Kasse. Bereinigt um Sonderfaktoren erreichte der Gewinn mit 4 Milliarden die Erwartungen. Der Umsatz kletterte leicht auf knapp 41,8 Milliarden Euro. Für 2015 kündigte Maersk bei dieser Kennziffer einen Gewinnrückgang an.

Das Ergebnis im vergangenen Jahr war von hohen Wertberichtigungen belastet. Die Reedereitochter Maersk Line musste den Wert ihres Ölgeschäfts wegen des gefallenen Ölpreises um 1,9 Milliarden Euro wertberichtigen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/dpa/rts