Wirtschaft

Einschlag im Depot Reichster Chinese verliert Milliarden

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Wang Jianlin (l.) und Jack Ma: Mal eben um vier Milliarden Dollar leichter.

(Foto: REUTERS)

Die beiden reichsten Chinesen werden auf einen Schlag im einen erheblichen Milliardenbetrag ärmer. Und das nur an einem Tag. Schon in der Vorwoche hatten die roten Vorzeichen an den internationalen Märkten Unsummen vernichtet.

Der Absturz der chinesischen Finanzmärkte hat Anleger erheblich Geld und einzelne Aktionäre sogar Milliarden gekostet. Besonders heftig hat es dabei den reichsten Mann des Landes getroffen. Wang Jianlin, Gründer des Immobilien- und Unterhaltungskonzerns Dalian Wanda, verlor allein am gestrigen Montag 3,6 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden Euro). Das sind mehr als zehn Prozent seines Vermögens, wie aus dem täglich berechneten Milliardärsindex des Finanzdienstleisters Bloomberg hervorgeht.

Der Leitindex Shanghai Composite hatte zu Wochenbeginn fast 8,5 Prozent im Minus geschlossen. Sämtliche Kursgewinne dieses Jahres waren damit vernichtet. Am Dienstag ging es dann um weitere 7,6 Prozent in die Tiefe. Inzwischen hat Chinas Notenbank den Leitzins gesenkt.

Allerdings muss Wang nicht gleich den Absturz in die Armut fürchten. Denn trotz der Ereignisse an den Märkten wuchs sein Vermögen in diesem Jahr bereits um sechs Milliarden Dollar.

Wenig tröstlich mag derweil sein, dass Wang sich in guter Gesellschaft befindet: So ist der zweitreichste Chinese Jack Ma, Gründer der Onlinehandelsplattform Alibaba, laut dem Milliardärs-Index seit Montag um 545 Millionen Dollar "ärmer". Bill Gates büßte immerhin 3,2 Milliarden Dollar ein. Warren Buffett muss zwei Milliarden abschreiben, dicht gefolgt von Mark Zuckerberg, der 1,7 Milliarden Dollar leichter ist.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die 400 reichsten Menschen der Welt mehr 182 Milliarden Dollar verloren. Laut Milliardärsindex waren es die größten Verluste innerhalb einer Woche seit Beginn der Aufzeichnung im September 2014. Allein am Freitag schrumpfte das Nettovermögen des exklusiven Clubs um 76 Milliarden Dollar. Zu Wochenbeginn ging das Vermögen um weitere 94,2 Milliarden zurück.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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