Wirtschaft

Es gibt Grenzen Trump darf nicht auf Buzzfeed werben

Donald Trump will Präsident werden. Das Internetportal Buzzfeed will ihm dabei keinesfalls behilflich sein und lässt einen hochdotierten Werbedeal platzen. Unter Trump könnten die Angestellten nicht arbeiten.

imago71414343h.jpg

Für die Republikaner würde Buzzfeed werben, für Trump aber nicht.

(Foto: imago/UPI Photo)

Aus Protest gegen die Politik von Donald Trump hat das populäre US-Internetportal BuzzFeed einen Werbevertrag mit dessen Republikanischer Partei gekündigt. BuzzFeed könne keine Werbeanzeigen für Trumps Präsidentschaftskandidatur veröffentlichen, weil Trump "die Freiheitsrechte unserer Angestellten in den USA und weltweit verletzt", erklärte Unternehmenschef Jonah Peretti am Montag (Ortszeit).

Als Beispiel nannte Peretti das von Trump vorgeschlagene Einreiseverbot für Muslime in die USA, das es "unseren Angestellten unmöglich machen würde, ihre Arbeit zu tun". Außerdem verwies er auf Trumps Drohungen gegen die freie Presse und seine verletzenden Aussagen über Frauen, Migranten und andere Nationalitäten. BuzzFeed verzichte nicht gerne auf Werbeeinnahmen, auf die es angewiesen sei, beteuerte Peretti. Es gebe aber Grenzen: "Wir machen keine Werbung für Zigaretten, weil sie unserem Wohlergehen schaden, und aus demselben Grund machen wir auch keine Werbung für Trump."

Die Republikaner reagierten gelassen auf die Entscheidung. Ein Parteisprecher sagte in Washington, zwar seien Werbeflächen auf BuzzFeed reserviert worden; es habe aber ohnehin keine Pläne gegeben, tatsächlich Anzeigen zu schalten. Der Werbevertrag war im April abgeschlossen worden.

Seine Einnahmeverluste durch die Kündigung wollte BuzzFeed nicht beziffern. Die Konkurrenz-Webseite Politico schätzte die Einnahmeeinbußen auf 1,3 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro).

Quelle: ntv.de, ino/AFP