Wirtschaft

Festplatte leider entsorgt Waliser will auf Müllhalde nach Bitcoins suchen

Müll und anderer Unrat liegt auf einem Gelände in Norderstedt. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Seine Heimatgemeinde erlaubt Howells nicht, auf der Deponie nach der Festplatte zu graben.

(Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild)

James Howells könnte ein schwerreicher Mann sein und Bitcoins im Millionenwert besitzen. Der Haken: Die Festplatte landete vor einigen Jahren im Abfall. Nun möchte er dort nach der Kryptowährung schürfen.

Als James Howells vor einigen Jahren versehentlich eine Festplatte in den Müll warf, hat sich der Ärger wohl in Grenzen gehalten. Doch das hat sich mittlerweile geändert. Denn auf ihr liegen 7500 Bitcoins, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet. Der aktuelle Wert: knapp 220 Millionen Euro. Deshalb bietet Howell der Gemeindeverwaltung umgerechnet rund 55 Millionen Euro an, um auf der Mülldeponie nach seiner Festplatte zu suchen.

Der IT-Fachmann lebt im walisischen Newport. Die Festplatte landete im Sommer 2013 im Abfall. Howells hatte die Bitcoins vier Jahre zuvor durch "Mining" hergestellt, als die Kryptowährung kaum etwas wert und weitgehend unbekannt war. Als der Bitcoin-Kurs später regelrecht durch die Decke ging, suchte der Waliser vergeblich nach der Festplatte und kam zu dem Schluss, er habe sie entsorgt. Angesichts der erneuten Kurs-Rally wandte er sich nun mit einer Bitte an die Gemeinde. Er wollte die Suche durch Beteiligung von Investoren finanzieren, im Gegenzug versprach er die Hälfte des potenziellen Gewinns.

Doch die Verwaltung lehnte das Ansinnen ab. Eine Sprecherin sagte CNN, Howells habe sich in den letzten Jahren mehrfach gemeldet. Man könne ihm allerdings keine Genehmigung erteilen, nach der Festplatte zu graben - alleine schon aus Umweltschutzgründen. Außerdem könnten die Kosten für das Entfernen und die Lagerung des Abfalls in die Millionen gehen - ohne Garantie, die Festplatte zu finden. Und selbst wenn sie wieder auftauchen sollte, sei fraglich, ob sie noch funktionstüchtig sei.

Quelle: ntv.de, jga

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