Mittwoch, 30. November 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
17:56 Uhr

Dax steigt weiter - starker Oktober, starker November

Leichte Lockerungen der Corona-Politik in China und die abnehmende Teuerungsrate in der Euro-Zone haben die Anleger zur Wochenmitte weiter vorsichtig optimistisch gestimmt.

Dax
Dax 15.169,73

Der DAX legte um 0,3 Prozent auf 14.397 Punkte zu, im Monatsverlauf hat er damit 8,6 Prozent hinzugewonnen. Der MDAX der mittelgroßen Werte rückte um 0,9 Prozent auf 25.356 Zähler vor. In den USA notierten die wichtigsten US-Indizes derweil unentschieden.

Die britische Großbank HSBC zeigte sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im Dax, die seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen.

Craig Erlam, Marktanalyst beim Handelshaus Oanda, beschrieb die Nachrichten aus China als vielversprechend. "Aber wir sollten uns nichts vormachen. Selbst wenn China seine Impfkampagne zu 100 Prozent umsetzt, insbesondere bei älteren und gefährdeten Menschen, wird die Abkehr von der Null-Covid-Politik einige Zeit in Anspruch nehmen."

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.977,09

Unter den Branchen in Europa wurden Autowerte favorisiert, was sich auch im DAX widerspiegelte. BMW, VW, Mercedes und auch die VW-Holdinggesellschaft Porsche SE versammelten sich unter den Gewinnern. Die Titel legten zwischen 0,6 und 3,0 Prozent zu.

SAP stiegen um 1,3 Prozent und Suse um 8,3 Prozent. Laut Händlern kommt die Unterstützung für die deutsche Softwarebranche aus Übersee. In den USA hatte Workday nach Handelsschluss mit Quartalszahlen und dem Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr überzeugt.

In den Blick rückten auch Umstufungen: Unter anderem empfiehlt UBS-Analyst Polo Tang die Aktie von United Internet nun zum Kauf, auch wenn er weiterhin die Deutsche Telekom favorisiert. United Internet reagierten mit Kursgewinnen von 2,3 Prozent.

Das war der Börsen-Tag am MIttwoch. Ab jetzt halten Sie die Kollegen und Kolleginnen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. An dieser Stelle geht es morgen Früh weiter. Wir wünschen Ihnen einen schönen Feierabend!

17:12 Uhr

Wie wird das Börsenjahr 2023? Turbulent!

Rauf, runter und wieder rauf - die New Yorker Börse blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Warum sich das im kommenden Jahr fortsetzen könnte und welche Strategien vor diesem Hintergrund sinnvoll sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley:

16:56 Uhr

US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 25. November verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 12,581 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Analysten hatten einen Rückgang um 2,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,69 Millionen Barrel reduziert. Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 7,9 Millionen Barrel ebenfalls eine Abnahme registriert worden.

16:32 Uhr

Wall Street tritt vor Powell-Rede auf der Stelle

In Erwartung der Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell halten sich Investoren mit Engagements an der Wall Street zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent niedriger bei 33.795 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 3957 Zählern kaum verändert in den Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 10.995 Punkte.

S&P 500
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Anleger setzen darauf, dass auch in den USA die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat und die US-Notenbank Fed bei ihrem Zinserhöhungszyklus vom Gas geht. "Der Markt hofft, dass Powell sagt, 'Wir werden die Erhöhung um 75 Basispunkte vielleicht doch nicht vornehmen'", kommentierte Joe Saluzzi, leitender Manager des Segments Handel beim Broker Themis Trading. Die Rede des Chefs der Notenbank Fed ist für 19.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant.

16:26 Uhr

Bericht: Lufthansa entschädigt jüdische Fluggäste nach Eklat

Die Lufthansa hat nach einem Medienbericht jüdische Passagiere für den Ausschluss von einem Flug im Mai finanziell entschädigt. Jeder der 128 betroffenen Kunden erhalte 21.000 Dollar als Wiedergutmachung, berichtete der Branchendienst "Simple Flying". Der Eklat habe die Airline damit umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro gekostet. Die Lufthansa wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Lufthansa
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Zu dem Vorfall war es am 4. Mai auf einem Flug von New York über Frankfurt nach Budapest gekommen. Einer größeren Zahl von Passagieren wurde beim Umsteigen in Frankfurt der Weiterflug verwehrt, nachdem einzelne auf dem vorangegangenen Flug die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske an Bord nicht befolgt hatten. Betroffene warfen der Lufthansa Antisemitismus vor, weil pauschal alle, äußerlich als orthodoxe Juden erkennbaren Passagiere ausgeschlossen worden seien. Die Lufthansa hatte sich dafür entschuldigt und betont, es gebe für die Airline keine Toleranz gegenüber Rassismus, Antisemitismus oder Diskriminierung jeglicher Art.

16:07 Uhr

Inflation und Wirtschaftsflaute: Reallöhne sind weltweit gesunken

Erstmals seit 2008 sind die Reallöhne nach einer Analyse der UN-Weltarbeitsorganisation (ILO) weltweit gesunken. Als Gründe werden die hohe Inflation und der Wirtschaftsabschwung genannt, die teils auf den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise zurückzuführen seien, heißt es.

Die monatlichen Löhne sanken nach ILO-Angaben in den ersten sechs Monaten 2022 weltweit real um 0,9 Prozent. Ohne China, wo das Wachstum der Reallöhne höher sei als in den meisten Ländern, wären es minus 1,4 Prozent gewesen. In Ländern mit höheren Einkommen sei der Negativtrend besonders stark gewesen: für die EU nennt die ILO im ersten Halbjahr 2022 minus 2,4 Prozent, für die USA und Kanada minus 3,2 und für Osteuropa minus 3,3 Prozent.

15:48 Uhr

Betrugsprozess um Goldhändler PIM: Anklage fordert hohe Haftstrafe

Im Prozess um den insolventen Goldhändler PIM hat die Anklage vor dem Landgericht Darmstadt eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren für den 51-jährigen Ex-Geschäftsführer gefordert.

Gold in USD
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Sie sieht die Straftatbestände des schweren Betruges und der Geldwäsche als erwiesen an. "Die Aufsetzung des Geschäftsmodells war von Anfang an betrügerisch geplant", sagte Staatsanwalt Hanno Wilke. Die PIM Gold aus Heusenstamm soll von 2016 bis September 2019 mit Kunden Lieferverträge einschließlich Bonusversprechen über Gold abgeschlossen, diese aber nicht erfüllt haben.

Eine aktive Beteiligung an den mutmaßlichen Betrügereien hat der Angeklagte nicht eingeräumt. Er sitzt seit September 2019 in Untersuchungshaft.

15:33 Uhr

Sammelklage britischer Firmen gegen Google wegen Online-Werbung

Britische Webseiten-Betreiber fühlen sich bei Online-Werbung von Google übervorteilt.

Alphabet
Alphabet 97,88

Der Suchmaschinen-Betreiber missbrauche seine dominante Position in diesem Bereich, teilte die Kanzlei der Kläger mit. Hinter der Sammelklage stünden 130.000 Firmen, die insgesamt etwa 1,75 Millionen Internet-Seiten betrieben. Google wies den Vorwurf zurück. Man arbeite europaweit konstruktiv mit Verlagen zusammen.

Der Markt für Online-Werbung steht unter besonderer Beobachtung der Regulierungsbehörden in den USA, Großbritannien und der EU. Frankreich verdonnerte Google im Frühjahr wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens zu einer Strafe von 150 Millionen Euro.

15:13 Uhr

Run auf erneuerbare Energien - SMA Solar auf Jahreshoch

SMA markieren neue Jahreshochs. Mit einem Plus von 6,6 Prozent steigt die Aktie auf 62,15 Euro, das ist der höchste Stand seit knapp zwei Jahren. Damit scheint der dritte Anlauf auf das bisherige Hoch dieses Jahres vom August nun erfolgreich zu sein. Damit wäre der Weg Richtung 70-Euro-Marke frei. Auch die Kurse anderer Unternehmen für erneuerbare Energien legen heute zu.

SMA Solar
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14:52 Uhr

US-Wirtschaft wächst stärker als angenommen

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker gewachsen als zunächst berichtet. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 2,9 (vorläufig: 2,6) Prozent gegenüber dem Vorquartal. Volkswirte hatten nur mit einer Aufwärtsrevision auf 2,7 Prozent gerechnet.

Die US-Wirtschaft hat damit eine Trendwende nach zwei Quartalen mit rückläufiger Wirtschaftsleistung geschafft. Im zweiten Quartal war das BIP um 0,6 Prozent gesunken und im ersten um 1,6 Prozent. Viele Wirtschaftsexperten sind allerdings besorgt über die Möglichkeit einer Rezession in den kommenden zwölf Monaten. Sie gehen davon aus, dass die Bemühungen der Fed zur Bekämpfung der Inflation die Wirtschaft weiter belasten werden, nachdem die höheren Zinssätze bereits begonnen haben, den Immobilienmarkt und die Aktienkurse zu beeinträchtigen.

14:47 Uhr

Wall Street fester erwartet - Schwacher US-Arbeitsmarkt weckt Zins-Fantasien

Die US-Aktienmärkte werden für heute höher indiziert, die Terminkontrakte auf die Indizes liegen bis zu 0,6 Prozent im Plus. Die Anleger verlagern ihr Interesse auf die Konjunkturdaten. Bereits vor Handelsbeginn wies der ADP-Bericht einen schwächeren Stellenaufbau aus als erwartet. Das weckt die Fantasie auf eine weniger rigide Zinspolitik der Fed.

S&P 500
S&P 500 4.064,70

Nach Handelsstart folgen noch der Chicago-Einkaufsmanager-Index und, gegen Abend MEZ, das Beige Book. Vielleicht noch spannender wird es, wenn Fed-Chef Jerome Powell um 19.30 Uhr MEZ eine Rede an der Brookings Institution halten wird. Im Vorfeld könnten sich die Anleger bedeckt halten.

Angesichts dieser Fülle an Terminen rückt das Thema China wieder stärker in den Hintergrund, zugunsten des Dauerbrenners Geldpolitik der US-Notenbank. Die chinesischen Gesundheitsbehörden haben nach den Protesten im Land gegen den strengen Corona-Kurs ihre Aussagen zu den Risiken von Covid-19 gemildert. Es ist aber unklar, ob die gemäßigteren Aussagen auch letztlich in konkrete Maßnahmen der lokalen Behörden münden.

14:42 Uhr

Uniper leitet Schiedsgerichtsverfahren gegen Gazprom ein

Der strauchelnde Energiekonzern Uniper versucht den russischen Gazprom-Konzern wegen der fehlenden Gaslieferungen in die Verantwortung zu nehmen. Uniper hat deshalb ein Schiedsgerichtsverfahren gegen Gazprom Export vor einem internationalen Schiedsgericht beantragt.

Ferner kündigte Uniper an, sich von seiner russischen Einheit Unipro zu trennen. Deren Veräußerung war bereits seit anderthalb Jahren geplant. Laut Uniper wurde auch ein Käufer gefunden, allerdings steht die Genehmigung der russischen Aufsichtsbehörden noch aus - und deren Ausgang ist ungewiss. Deshalb will Uniper sich rechtlich und personell nun "so weit wie möglich" von der Tochtergesellschaft trennen.

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14:39 Uhr

US-Privatsektor schafft weniger Stellen als erwartet

Die Arbeitslosenquote in den USA ist leicht rückläufig.

Der ADP-Bericht stützt sich auf rund 460.000 US-Unternehmen mit etwa 26 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag vorgelegt wird.

Nam Y. Huh/AP/dpa

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im November schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 127.000 Stellen. Ökonomen hatten ein Plus von 190.000 Jobs vorausgesagt.

"Wendepunkte auf dem Arbeitsmarkt sind schwer zu erfassen, aber unsere Daten deuten darauf hin, dass sich die Straffung der Federal Reserve auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Lohnzuwächse auswirkt", sagte Nela Richardson, Chefvolkswirtin bei ADP. "Darüber hinaus befinden sich die Unternehmen nicht mehr im extremen Ersatzmodus; es gibt weniger Kündigungen und die Erholung nach der Pandemie stabilisiert sich."

14:29 Uhr

Ist der Inflationshöhepunkt erreicht? - Die Märkte sind "zu euphorisch"!  

Der Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, Thomas Gitzel, ist wie EZB-Chefin Christine Lagarde nicht davon überzeugt, dass der Höhepuinkt der Inflation bereits erreicht ist. Die Zinsanhebung werde zwar voraussichtlich geringer ausfallen als zuletzt. Aber die Märkte seien "zu euphorisch".

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14:10 Uhr

Rio Tinto investiert 600 Millionen Dollar in Solar-Kraftwerke

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Rio Tinto arbeitet auf sechs Kontinenten in 35 Ländern. Die größten Vermögenswerte des Unternehmens befinden sich in Australien, Nordamerika, Europa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika.

picture alliance / Newscom

Der Bergbaukonzern Rio Tinto will die Emissionen aus dem Fördergeschäft in der australischen Pilbara-Region durch Investitionen in Solarpanel und Batteriespeicher verringern. Der nach Börsenwert zweitgrößte Bergbaukonzern der Welt plant laut Mitteilung, für 600 Millionen US-Dollar bis 2026 zwei 100-Megawatt-Solarkraftwerke und 200-Megawattstunden netzgebundene Batteriespeicher zu errichten.

Rio Tinto
Rio Tinto 70,82

Die Investition ist Teil der Bemühungen der Rio Tinto plc, seine westaustralischen Eisenerzbetriebe zu dekarbonisieren. "Wir gehen davon aus, dass wir rund 3 Milliarden US-Dollar in die Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie in die Aufrüstung von Übertragungs- und Speicherkapazitäten in der Pilbara investieren werden, um unsere Emissionen in der Pilbara bis zum Ende dieses Jahrzehnts zu halbieren", sagte der Leiter des Eisenerzgeschäfts des Unternehmens, Simon Trott.

13:46 Uhr

Kein Entschädigungsanspruch: Schlappe für RWE und Uniper in Niederlanden

Die Konzerne RWE und Uniper haben sich im Streit über Zahlungen für vorzeitige Abschaltungen von Kohlekraftwerken in den Niederlanden nich durchsetzen können. Ein Haager Gericht entschied, dass die Konzerne keinen Anspruch auf Entschädigungen für entgangene Gewinne haben.

Hintergrund ist ein 2019 verabschiedetes Gesetz, das die Verwendung von Kohle zur Stromerzeugung spätestens ab Anfang 2030 wegen des Klimaschutzes untersagt. Anders als in Deutschland gibt es in den Niederlanden dafür keine Entschädigung. Der Streit ist damit noch nicht beigelegt, da sich beide Unternehmen auf den internationalen Energiecharta-Vertrag stützen.

Die Entscheidung eines internationalen Schiedsgerichts wird Anfang 2023 erwartet. Insgesamt sind in den Niederlanden noch vier Kohlekraftwerke in Betrieb, von denen Uniper und RWE je eins besitzen. Unipers Werk Maasvlakte wurde 2016 in Betrieb genommen. RWE eröffnete sein Kraftwerk in Eemshaven 2015.

13:21 Uhr

Millionen-Geldbuße für Julius Bär wegen Russland-Geschäften

Die britische Finanzaufsicht hat die Schweizer Bank Julius Bär wegen Geschäften mit einem russischen Unternehmen mit einer Geldbuße belegt. Wie die Financial Conduct Authority (FCA) mitteilte, muss Julius Bär rund 18 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 21 Millionen Euo) zahlen. Die Vergehen liegen bereits mehr als ein Jahrzehnt zurück.

Die Tochtergesellschaft Julius Baer International Ltd habe es versäumt, ihr Geschäft "mit Integrität" zu betreiben, angemessene Kontrollen zu implementieren und mit der FCA zu kooperieren, so die Behörde. Julius Bär habe einem Mitarbeiter des mittlerweile nicht mehr bestehenden Ölkonzerns Yukos Vermittlungsprovisionen gezahlt, damit das Unternehmen Geschäfte mit der Bank macht. Außerdem habe Yukos in Devisentransaktionen höhere Gebühren als üblich bezahlt, so die FCA weiter. Der Mitarbeiter habe für diese Arrangements insgesamt knapp 3 Millionen US-Dollar erhalten.

13:14 Uhr

Entspannung bei Spritpreisen geht weiter

Die Entspannung am Kraftstoffmarkt hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt. Sowohl Benzin als auch Diesel sind erneut deutlich günstiger als vor Wochenfrist - dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,739 Euro - das ist ein Minus von 4,6 Cent. Noch etwas deutlicher ist der Dieselpreis gesunken: Für einen Liter müssen die Autofahrer derzeit im Schnitt 1,843 Euro bezahlen und damit 5,6 Cent weniger als in der Vorwoche.

Der ADAC führt die aus Autofahrersicht erfreuliche Preisentwicklung insbesondere auf die in den vergangenen Wochen erfolgte Entspannung am Rohölmarkt zurück. So pendelt der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent mittlerweile um die 85 US-Dollar, nachdem er vor gut zwei Wochen noch rund zehn Dollar höher lag.

13:02 Uhr

Telekom-Konzern Orange warnt vor Ausfall der Notrufe in Frankreich

Bei einer akuten Energiekrise in diesem Winter droht ein Ausfall der Notrufe in Frankreich.

Orange
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Diese Gefahr bestehe dann, wenn die Sendemasten in einer Region mehr als zwei Stunden abgeschaltet würden, warnte die Chefin des Telekom-Konzerns Orange, Christel Heydemann. "Es ist illusorisch zu glauben, dass wir bei Stromausfällen ein flächendeckendes Angebot aufrecht erhalten können."

Die Aussagen stehen im Gegensatz zum beruhigenden Ton der französischen Regierung in dieser Angelegenheit. Früheren Angaben der Deutschen Telekom zufolge können Notstrom-Aggregate nur einen kleinen Teil der insgesamt 33.000 Mobilfunkmasten des Konzerns gleichzeitig mit Energie versorgen. Bei längeren Blackouts sollen mobile Diesel-Generatoren eingesetzt werden.

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12:18 Uhr

Auszug der Milliardäre aus Norwegen: Oslo reagiert mit Strafsteuer für Expats

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Björn Daehlie ist dann schon mal weg.

dpa

Norwegen verliert seine besten Steuerzahler! Steueränderungen, wie eine höhere Vermögens- und Dividendensteuer, die die linksgerichtete norwegische Regierung bei Amtsantritt im vergangenen Jahr beschlossen hat, gefallen offenbar nicht jedem im Land. Die Wohlhabenden versetzt es definitiv in Auswandererlaune. Immer mehr zieht es jetzt von Norwegen in die Schweiz.

Mehr als zwei Dutzend Milliardäre sollen laut "Handelszeitung" bereits Reißaus genommen haben. Lokale Medien sprechen angeblich schon von einer "Umzugskarawane". Ein Ende des Trends ist nicht absehbar: "Die Zahl der Milliardäre, die einen Umzug erwägen, ist alarmierend, und die Zahl der Menschen, die bereits ausgewandert sind, nimmt stark zu", zitiert Bloomberg eine Partnerin der Anwaltskanzlei Wiersholm. Den Angaben zufolge handelt es sich bei den Auswanderern um norwegische Staatsbürger mit einem Nettovermögen von mehr als einer Milliarde Norwegische Kronen (100 Millionen US-Dollar).

Zu den Prominenten, die dem Land bereits den Rücken gekehrt haben, zählen Björn Daehlie - der mehrfache Olympiasieger und Weltmeister im Skilanglauf - sowie er Industrie-Tycoon Kjell Inge Rokke, der laut Bloomberg Billionaires Index der viertreichste Mensch des Landes ist. Beide haben nun ihren Wohnsitz nach Lugano in der Schweiz verlegt. Norwegen gehört zu den wenigen Ländern in Europa, die eine Vermögenssteuer haben.

11:25 Uhr

Containerumschlag sinkt deutlich - Nordeuropas Häfen besonders betroffen

Der weltweite Containerumschlag ist im Oktober nach Schätzungen des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung angesichts der globalen Wirtschaftsschwäche deutlich gesunken. Der Indexstand fiel saisonbereinigt auf 120,8 Punkten gegenüber 124,2 Punkten (revidiert) im Vormonat. Laut RWI war ein Rückgang des Containerumschlags in allen Weltregionen zu beobachten, besonders deutlich war er aber in den nordeuropäischen Häfen.

"Der recht deutliche Rückgang des Containerumschlags im Oktober könnte auf den Beginn einer weltwirtschaftlichen Schwächephase im Winterhalbjahr hindeuten. Die stark gestiegenen Energiepreise belasten die Produktion weltweit und dürften nun auch den Welthandel in Mitleidenschaft ziehen", sagte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

In den chinesischen Häfen war der Rückgang des Containerumschlags etwas geringer als insgesamt. Der Indexwert für die chinesischen Häfen sank von 130,8 auf 129,3, so das RWI.

11:17 Uhr

EU-Verbraucherpreise lassen Dax kalt

Der DAX notiert nach der Veröffentlichung der EU-Verbraucherpreise (CPI) weiterhin mit 0,4 Prozent im Plus. Die Daten "sind nicht schlecht, aber zu sehr im erwarteten Rahmen, um noch zu bewegen", kommentiert ein Händler.

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Der Markt sei im Vorfeld knapp 1 Prozent nach oben gelaufen, habe sich dann aber doch entschieden, dass diese Vorfreude übertrieben sein könne. "Insofern gibt es nun auch weniger Korrekturbedarf nach unten", so der Händler. Der Inflationsanstieg ging leicht zurück auf 10,0 Prozent zum Vorjahr, die wichtigere Kernrate wies aber genau die erwarteten 5,0 Prozent Plus aus. Allerdings stieg die harmonisierte Berechnung HVPI mit 6,6 Prozent stärker als befürchtet und auch in Italien legten die Preise mit 12,5 Prozent stärker zu.

Der Euro reagiert ebenfalls nur leicht auf die Veröffentlichung der Eurozone-Inflationsdaten für November.

11:02 Uhr

Kann die deutsche Wirtschaft den befürchteten Absturz vermeiden?

Die wirtschaftlichen Aussichten für Deutschland haben sich dem Berliner Forschungsinstitut DIW zufolge vor dem Winter leicht aufgehellt. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist im November gestiegen. Mit 82,5 Punkten legte es im Vergleich zum Tiefstand im Oktober um gut acht Zähler zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass im Winter eine Gasmangellage eintreten wird, habe sich in den vergangenen Wochen verringert. Zudem trügen die Entlastungspakete der Bundesregierung dazu bei, die Folgen der Krise abzufedern, heißt es.

"Die deutsche Wirtschaft zeigt sich insgesamt widerstandsfähiger als gedacht und kann den von vielen befürchteten Absturz wohl vermeiden", so DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Allerdings gibt es leider wenig Hoffnung auf eine rasche und kräftige Erholung von der gegenwärtig schwierigen Situation."

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10:38 Uhr

Anleger wetten auf intakte Lieferketten: Autowerte auf der Überholspur

Gesucht sind vor allem die deutschen Autobauer aus dem DAX. BMW, Daimler, VW, und Porsche legen zwischen 1,3 und 2,3 Prozent zu.

Der Stoxx-Branchen-Index für Autowerte ist mit 1,4 Prozent Plus bisheriger Tagessieger. Kurstreiber sind weiter die Hoffnungen auf ein Ende der Lieferkettenprobleme, die bisher dafür gesorgt hatten, dass die Nachfrage nicht gesättigt werden und damit das potenzielle Gewinnwachstum der Branche nicht ausgeschöpft werden kann.

10:29 Uhr

Jobabbau und andere Sparmaßnahmen kosten H&M über 70 Millionen Euro

Der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) verbucht im Zuge der geplanten Sparmaßnahmen im Schlussquartal eine Millionenbelastung. Für den Abbau von 1500 Stellen zur Verringerung der Verwaltungskosten sowie für weitere Maßnahmen fallen Unternehmensangaben zufolge Aufwendungen von gut 800 Millionen schwedischen Kronen (73 Millionen Euro) an.

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Durch die Schritte versprechen sich die Schweden jährliche Einsparungen von rund 2 Milliarden Kronen, die ab der zweiten Jahreshälfte 2023 zum Tragen kommen sollen. Die H&M-Führung hatte bereits bei der Vorlage von Geschäftszahlen Ende September auf Belastungen durch Fracht- und Rohstoffkosten verwiesen und Kostensenkungen angekündigt. Insgesamt beschäftigte H&M zuletzt rund 155.000 Menschen.

10:07 Uhr

Anleger entdecken asiatische Aktien wieder - MSCI Asia Pacific mit größtem Sprung seit 1998

Der November erweist sich als der beste Monat für asiatische Aktien seit den 1990er Jahren.

Hang-Seng-Index
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Der MSCI Asia Pacific Index stieg laut der Finanzagentur Bloomberg in diesem Monat um 14 Prozent und markierte damit den größten Sprung seit 1998, als Benchmarks in Märkten von Hongkong bis zu den Philippinen Rekordgewinne verzeichneten, die auch ein Jahrzehnt lang gehalten wurden. Der MSCI All Country World Index ist in diesem Monat um weniger als 6 Prozent gestiegen.

Rückenwind bekommen die Aktien in Asien von den Spekulationen auf eine Lockerung der strikten Null-Covid-Strategie der Regierung. Hoffnungen, die Federal Reserve werde zu einem langsameren Tempo der Zinserhöhungen übergehen, geben noch zusätzlich Schub. Die Outperformance asiatischer Aktien könnte sich bis 2023 fortsetzen, sagen die Investmentexperten von Nikko Asset Management.

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09:39 Uhr

Ist Elon Musk ein Sicherheitsrisiko für Twitter?

Twitter ist nach den Worten des ehemaligen Leiters des Bereichs "Vertrauen und Sicherheit" unter dem neuen Eigentümer Elon Musk nicht sicherer geworden. Das Unternehmen habe nicht mehr genug Personal für die Sicherheitsarbeit, sagt Yoel Roth. Roth hatte nach der Übernahme der Social-Media-Plattform durch Musk noch getwittert, dass sich die Sicherheit unter dem Tesla-Gründer in einigen Punkten verbessert habe. Auf einer Journalistenkonferenz sagte er auf die Frage, ob er immer noch dieser Meinung sei: "Nein."

Der Kurznachrichtendienst versucht derzeit, mithilfe des verifizierten Abo-Modells Twitter Blue das schwindende Vertrauen der Nutzer in die Sicherheit der Plattform wieder herzustellen. Das Sicherheitszertifikat soll nun am Freitag eingeführt werden, allerdings nur für die iOS-Mobilsoftware von Apple, berichtete die Nachrichtenseite "The Information" unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person. Da Twitter das Abo-Angebot über ein Update der iOS-App ausrolle, benötigte das Unternehmen die Zustimmung von Apple als Teil des Überprüfungsprozesses, hieß es in dem Bericht. Die Android-Version werde erst später aktualisiert. Twitter nahm dazu noch nicht Stellung, meldet Reuters.

09:17 Uhr

Materialmangel in der Industrie geht zurück - Engpässe bleiben

Der Materialmangel in der deutschen Industrie ist so gering wie seit gut anderthalb Jahren nicht mehr. Im November berichteten 59,3 Prozent der Unternehmen von Engpässen, wie das Ifo-Institut Umfrage mitteilt. Das ist der niedrigste Wert seit April 2021. Im Oktober hatten 63,8 Prozent der Firmen über Knappheiten bei wichtigen Materialien und Vorprodukten geklagt. "Die Zahlen machen Hoffnung. Dennoch kann noch nicht von einer tiefgreifenden Entspannung gesprochen werden", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Viele Aufträge können noch immer nicht abgearbeitet werden."

In der wichtigen Automobilbranche stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen gegen den Trend von 74,9 auf 83,2 Prozent. Im Maschinenbau,7 Prozent. Bei mehr als 70 Prozent liegt der Anteil auch bei den Getränkeherstellern, den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen.

09:10 Uhr

DAX erhebt sich sanft

Vor weiteren Inflationsdaten startet der DAX wie erwartet etwas fester. Der deutsche Leitindex schafft zum Auftakt ein Plus von 0,7 Prozent auf 14.449 Zähler..

Dax
Dax 15.169,73

Investoren in Deutschland warten heute vor allem auf Inflationsdaten aus der Euro-Zone für November, die Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geben könnten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte Anfag der Woche, dass die Verbraucherpreise ihren Höhepunkt wohl noch nicht erreicht haben. Damit blieben alle Türen für Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank offen.

Experten gehen von einem Rückgang auf 10,4 Prozent von 10,6 Prozent im Vormonat aus. In den USA steht das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal an. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg auf 2,7 Prozent von 2,6 Prozent im zweiten Quartal. Zudem liefern die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag.

08:54 Uhr

United-Internet-Titel sind vorbörslich gefragt

Die Aktien des Internet- und Mobilfunk-Anbieters United Internet steigen im vorbörslichen Handel 2,5 Prozent. Händler verweisen auf die Hochstufung des Titels durch UBS auf "Buy" von zuvor "Neutral".

United Internet
United Internet 21,35

08:44 Uhr

Profitiert OMV von Carlyle-Interesse?

Einen weiteren Ausbruchsversuch nach oben könnten OMV-Aktien unternehmen, heißt es im Handel. Bei dem österreichischen Ölkonzern soll sich die Carlyle Group für ihr Upstream-Geschäft interessieren und dazu ein milliardenschweres Angebot prüfen, berichtet die FAZ. Dazu notwendig wäre allerdings die Zustimmung des Staates, der knapp ein Drittel an OMV hält.

OMV
OMV 45,50

08:25 Uhr

Diese Aktien enttäuschten nach US-Börsenschluss

Die Papiere von Intuit sind im nachbörslichen US-Handel nach den Ergebnissen für das erste Quartal des Geschäftsjahres um 1,5 Prozent zurückgefallen. Der Hersteller von Steuerberechnungssoftware übertraf mit den Zahlen zwar die Erwartungen der Wall Street, senkte aber die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 und erklärte, dass er sich weiter Sorgen um seine Finanzmarke Credit Karma mache.

Ein schwacher Ausblick belastete auch die Papiere von Netapp, die um 11,1 Prozent einknickten. Das Cloud-Computing-Unternehmen übertraf im zweiten Quartal mit dem Nettogewinn die Erwartungen, während der Umsatz leicht hinter den Prognosen zurückblieb. Auch der Ausblick für das Fiskaljahr 2023 lag deutlich hinter den Schätzungen der Analysten.

Intuit
Intuit 383,45
NetApp
NetApp 59,64

08:14 Uhr

EU-Inflation gibt DAX-Takt vor

Der DAX wird zur Wochenmitte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Der deutsche Börsenleitindex wird aktuell mit Kursen um 14.420 Zähler taxiert, was einem Aufschlag von rund 0,5 Prozent entspricht.

Am Dienstag hatte der DAX 0,2 Prozent tiefer bei 14.355,45 Punkten geschlossen. Im Fokus stehen Konjunkturdaten. Investoren in Deutschland warten vor allem auf Inflationsdaten aus der Euro-Zone für November, die Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geben könnten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte am Montag, dass die Verbraucherpreise ihren Höhepunkt wohl noch nicht erreicht haben. Damit blieben alle Türen für Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank offen. Experten gehen von einem Rückgang auf 10,4 Prozent von 10,6 Prozent im Vormonat aus. In den USA steht das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal an. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg auf 2,7 Prozent von 2,6 Prozent im zweiten Quartal. Zudem liefern die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag.

08:03 Uhr

Asien-Anleger haben Powell-Rede im Blick

Mehrheitlich mit leichten Gewinnen zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Lediglich an der Börse in Tokio geht es moderat nach unten, womit sich die negative Tendenz des Vortages fortsetzt. Dagegen können sich Seoul, Hongkong und Shanghai von anfänglichen Abgaben wieder erholen. Die Volatilität dürfte weiter hoch bleiben, heißt es mit Blick auf die am Nachmittag anstehende Rede von US-Notenbankpräsident Jerome Powell und den US-Arbeitsmarktbericht für November am Freitag. Hier erhoffen sich die Investoren Hinweise, ob die Fed bei ihrem straffen Zinserhöhungstempo bleibt, oder bei der Sitzung im Dezember etwas den Fuß vom Gas nehmen wird.

Der Shanghai Composite gewinnt 0,2 Prozent und für den Hang-Seng-Index geht es ebenfalls 0,2 Prozent nach oben. Schwächer als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende und Nicht-Verarbeitende Gewerbe im November belasten das Sentiment nicht. Chinas Einkaufsmanagerindizes könnten sich im Dezember und im ersten Quartal 2023 weiter abschwächen, meint Zhiwei Zhang, Wirtschaftswissenschaftler bei Pinpoint Asset Management. "Der Wiedereröffnungsprozess hat begonnen, was der Wirtschaft in der zweiten Hälfte 2023 wahrscheinlich zu einem Aufschwung verhelfen wird", ergänzt er. Die Städte werden jedoch mit einer steigenden Zahl von Covid-Patienten konfrontiert sein und Beschränkungen auferlegen müssen, um die Kurve in der frühen Phase der Wiedereröffnung abzuflachen", so der Teilnehmer.

Die Hoffnungen auf Lockerungsmaßnahmen der strengen Corona-Beschränkungen in China haben sich dagegen nicht erfüllt. Diese hatten vor allem die Börsen und Shanghai am Vortag deutlich nach oben getrieben. Die von der chinesischen Gesundheitsbehörde angekündigten "optimierten" Maßnahmen bei der Covid-Bekämpfung blieben hinter den Erwartungen zurück. So soll es unter anderem zu keinen unangebrachten Fabrikschließungen und Unterbrechungen in der Produktion mehr kommen. Auch die am Wochenende aufgeflammten Proteste scheinen wieder eingedämmt zu sein.

07:32 Uhr

IWF spricht von Risiken für Chinas Wirtschaft

Die Internationale Währungsfonds (IWF) verweist auf Risiken für die chinesische Konjunktur. Möglicherweise müsse der Fonds seine Prognose für Chinas Wirtschaftswachstum nach unten korrigieren, erklärt IWF-Chefin Kristalina Georgieva. Sie verwies auf die Coronavirus-Pandemie und Schwierigkeiten auf dem Immobiliensektor. Die Regierung in Peking habe Spielraum, um die Wirtschaft zu fördern und sich damit dem Abwärtsdruck zu widersetzen, sagte Georgieva weiter. Der IWF hat für dieses Jahr China ein Wachstum von 3,2 Prozent vorausgesagt und für das kommende Jahr 4,4 Prozent.

 

07:14 Uhr

Asien-Börsen verarbeiten enttäuschende Konjunkturdaten

Die Anleger in Asien sind am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China und Japan vorsichtig. Laut offiziellen Umfragen ist die Produktion in den japanischen und chinesischen Fabriken in diesem Monat gesunken, was auf die nachlassende globale Nachfrage und die Corona-Beschränkungen zurückzuführen ist. Vor allem Chinas Weg zur Wiederbelebung der Wirtschaft steht nach den Corona-Prosten vom Wochenende im Mittelpunkt. "Schlagzeilen aus China über Corona-Beschränkungen und Proteste verunsichern die Anleger. Obwohl einige Maßnahmen zur Lockerung in Erwägung gezogen werden, könnte dies nicht ausreichen, um weitere wirtschaftliche Störungen zu verhindern", sagte Anderson Alves, Global Macro Analyst bei ActivTrades.

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 27.858 Punkten. Der Topix sinkt 0,5 Prozent auf 1983 Zähler. An den Märkten in China konnten Berichte über die Beschleunigung der Impfkampagne die Verluste ausgleichen. Der Shanghai Composite notiert 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,3 Prozent.

Nikkei
Nikkei 27.346,88

07:11 Uhr

Pfund und Euro legen zu

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 138,77 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 7,1404 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9529 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,0347 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 0,9863 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,1976 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,09
Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,23

 

06:46 Uhr

Corona schickt Chinas Industrie auf Siebenmonatstief

Die strengen Corona-Maßnahmen und der globalen Nachfrageschwund drücken Chinas Industrietätigkeit im November auf ein Sieben-Monats-Tief. Der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im November auf 48,0 Punkte von 49,2 Punkten im Oktober, wie das Statistikamt mitteilt. Damit liegt das Barometer deutlich unter der Marke von 50 Zählern, ab der anziehende Geschäfte signalisiert werden. Von Reuters befragte Analysten hatten für November lediglich mit einem Abrutschen auf 49,0 Punkte gerechnet.

Aufgrund von Corona-Beschränkungen in vielen chinesischen Metropolen sieht es auch im Dienstleistungssektor nicht besser aus. Das Barometer für diesen Bereich brach im November auf 46,7 Punkte ein nach 48,7 Zählern im Oktober, was ebenfalls den niedrigsten Stand seit sieben Monaten darstellt.

06:37 Uhr

Japans Industrieproduktion ist weiter rückläufig

Die Produktion in Japans Fabriken ist im Oktober den zweiten Monat in Folge gesunken. Die stockende weltweite Nachfrage und anhaltende Lieferengpässe bremsen die japanischen Hersteller weiterhin aus. Die Industrieproduktion brach um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ein, wie aus vorläufigen Regierungsdaten hervorgeht. Im September wurde ein Minus von 1,7 Prozent verzeichnet. Der Rückgang war stärker als der von Reuters-Analysten prognostizierte Einbruch von 1,5 Prozent.

Insbesondere der Produktionsrückgang bei Maschinen um 5,4 Prozent und bei elektronischen Teilen und Geräten um 4,1 Prozent drückte den Gesamtindex. Der für Japan wichtige Automobilsektor zog hingegen um 5,6 Prozent an, auch wenn die großen japanischen Automobilhersteller wie Toyota und Honda aufgrund neuer Corona-Ausbrüche und -Beschränkungen in China ihre Produktion anpassen mussten. Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) senkte seine Einschätzung der Industrieproduktion zum ersten Mal seit fünf Monaten und erklärte, dass die Produktion allmählich anziehe, aber einige Schwächen zu beobachten seien.  

06:24 Uhr

Inflations- und Zinsthema beschäftigt DAX-Anleger

Nach den leichten Abschlägen im Dienstagsgeschäft deutet sich zur Wochenmitte eine Gegenreaktion beim DAX an. Der deutsche Börsenleitindex wird am Morgen mit Kursen um 14.410 Punkte taxiert, nachdem er am Vorabend mit 14.355 Zählern und einem Minus von knapp 20 Stellen beziehungsweise 0,2 Prozent geschlossen hatte. Die Wall Street hatte im Handelsverlauf ihre Verluste nahezu auf Null reduzieren können, was dem Aktienmarkt hierzulande stützen dürfte.

Nach den deutschen Verbraucherpreisen am Dienstag – ein leichter Rückgang zum Vormonat - richtet sich das Augenmerk der Anleger heute auf die europäischen Inflationsdaten. Sie werden von der europäischen Statistikbehörde um 11 Uhr bekanntgegeben und könnten Hinweise auf die weitere Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geben. Im Fokus steht dabei die Frage, ob die EZB die Leitzinsen um 50 oder nochmals um 75 Basispunkte nach oben schraubt.

Aus den USA kommt zudem der Konjunkturbericht der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), das sogenannte Beige Book. Wie eindeutig die Reaktion der Anleger ausfallen wird, steht allerdings in den Sternen. In den USA waren Einbrüche bei den Stimmungsindikatoren an den Börsen nämlich paradoxerweise mit Kursgewinnen quittiert worden. "Der Markt interpretiert die Lage offensichtlich so, dass schlechtere Wirtschaftsdaten die Wahrscheinlichkeit auf künftig noch restriktivere Maßnahmen vonseiten der Geldpolitik minimieren", fassten die Strategen der Raiffeisenbank zusammen. Es bleibe abzuwarten, wie lange abnehmende Zinssorgen stärker gewichtet würden als Wachstumssorgen.

In diesem Zusammenhang dürfte auch der bereits am Nachmittag erscheinende ADP-Arbeitsmarktbericht für November für Anleger interessant sein. Zudem steht die zweite Veröffentlichung des US-BIP auf der Tagesordnung.

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