Freitag, 12. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax hat schwere Woche hinter sich - rund 900 Punkte verloren

Dax
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Volatilität war das Motto des heutigen Handelstages. Nach dem er gestern kräftig auf die Mütze bekommen hat, startete der Dax zunächst erneut im Minus, um sich dann stundenlang oberhalb der 12.000-Punkte-Marke aufzuhalten. Doch zum Handelsende mutierte der Dax wieder zum Bettvorleger - die Anleger hatten wegen der sinkenden Gewinne der US-Indizes kalte Füße bekommen.

Am Ende verlor der Dax 0,2 Prozent auf 11.949 Punkte, er gab damit in dieser Woche rund 900 Punkte ab. Der MDax sackte um 0,1 Prozent auf 25.477 Zähler ab, der TecDax um 0,3 Prozent auf 3069 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3145 Punkten.

Dax-Gewinner waren heute Lufthansa mit plus 3,1 Prozent. Das Dax-Ende zierten Adidas mit minus 1,8 Prozent.

17:16 Uhr

In Großbritannien macht sich die Armut breit

Die britische Wirtschaft bricht infolge der Corona-Pandemie in Rekordtempo ein. Die Wirtschaftsleistung (BIP) liegt im April 20,4 Prozent unter dem Niveau vom März. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997. Die Auswirkungen bekommen viele Briten hart zu spüren.

17:02 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen: Dax gibt Gewinne ab

Der Dax hat im späten Handel seine Gewinne wieder abgegeben. Der Dax drehte ins Minus und verlor 0,4 Prozent auf 11.925 Punkte. Gleichzeitig verringerte die Wall Street ihr Plus drastisch. Der S&P-500 notierte nur noch 0,4 Prozent im Plus bei 3015 Stellen.

16:47 Uhr

Anleger trauen gestiegenen Kursen noch nicht

Zwar sind die Aktienkurse in den letzten Wochen deutlich gestiegen - aber wird die Wirtschaft sich ähnlich deutlich erholen? Viele Anleger beschleicht mittlerweile ein etwas mulmiges Gefühl. Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS darüber, wie Anleger einen Sicherheitspuffer einbauen oder ihr Depot absichern können.

16:23 Uhr

Nicht alle Dax-Chefs verzichten in der Krise auf Geld

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(Foto: picture alliance / dpa)

Jeder dritte Vorstandsvorsitzende im Dax verzichtet einer Umfrage des "Handelsblatt" zufolge wegen der Corona-Krise auf Teile seiner Grundbezüge oder spendet Teile seiner Bonuszahlungen. Unter den Chefs, die auf Geld verzichten, ließen sich die meisten nur vier Fünftel des Grundgehalts überweisen, berichtete die Zeitung. 13 der 30 Dax-Chefs wollen demnach nicht auf Teile ihrer Grundbezüge verzichten.

Acht von ihnen sehen gegenwärtig keinen Anlass dafür, weil das Unternehmen nicht so stark von der Krise betroffen sei, berichtete das "Handelsblatt" weiter. So hätten etwa Bayer, die Deutsche Telekom und RWE geantwortet. Sieben Unternehmen, darunter BMW, die Deutsche Post und Wirecard, wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

15:43 Uhr

Dickes Plus an der Wall Street - Dax bleibt klar über 12.000

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(Foto: REUTERS)

Nach dem gestrigen Tiefschlag sind die US-Börsen mit satten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dow Jones legte um 3,3 Prozent auf 25.946 Punkte zu - er machte damit rund 800 Punkte gut. Der marktbreite S&P-500 stieg um 2,9 Prozent auf 3088 Zähler.

Auch in Frankfurt hat sich der Handel stabilisiert. Der Dax, der seit geraumer Zeit im positiven Bereich notierte, gewann am Nachmittag 1,3 Prozent auf 12.124 Punkte. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 1,6 Prozent auf 3194 Stellen.

15:27 Uhr

Lufthansa will Corona-Tests vor Abflug anbieten

Die Lufthansa will Passagieren vor Abflug die Möglichkeit von Tests auf das Coronavirus anbieten. Das berichtet der "Spiegel". Dem Nachrichtenmagazin zufolge will das Unternehmen noch im Juni oder spätestens Anfang Juli an den Flughäfen in Frankfurt und München zusammen mit Partnern Testcenter betreiben, in denen sich Passagiere auf das Virus untersuchen lassen können. Das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers richtet sich das Angebot vor allem an Reisende, die in Länder fliegen, die bei der Einreise einen Corona-Test verlangen.

Sollte bei Economy-Kunden auf Langstreckenverbindungen verstärkt der Wunsch nach einem freien Mittelsitz aufkommen, erwägt auch die Lufthansa, diese Dienstleistung nach dem Vorbild ihrer Tochter Eurowings einzuführen, allerdings gegen Aufpreis.

14:34 Uhr

Airport München nimmt wieder Ferienziele in den Plan

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(Foto: picture alliance/dpa)

Vom Flughafen München aus werden ab Montag wieder rund 60 Städte angeflogen und damit doppelt so viele wie noch vor dem Wochenende. Ab nächster Woche könnten Passagiere zum Beispiel wieder nach London, Madrid, Barcelona, Malaga, Nizza oder Dubrovnik fliegen, heißt es.

Als erstes Ziel in Asien steht die indische Hauptstadt Neu Delhi wieder auf dem Flugplan. Am 1. Juli sollen dann noch weitere 30 Destinationen dazukommen - darunter Urlaubsziele wie Antalya, Ibiza, Alicante, Korfu, Heraklion und Malta.

14:12 Uhr

DIW: Corona trifft Selbstständige stärker als Arbeitnehmer

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(Foto: dpa)

Corona schlägt eine riesige Schneise in die deutsche Wirtschaft. Die Blicke sind vor allem auf größere Unternehmen mit Tausenden Mitarbeitern gerichtet. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat aber in einer Untersuchung herausgefunden, dass die Rezession die gut 4 Millionen Selbstständigen in Deutschland stärker trifft als Arbeiter und Angestellte.

Rund 60 Prozent der Selbstständigen beklagen Einkommensverluste, so das DIW. Bei den abhängig Beschäftigten betreffe dies hingegen nur etwa 15 Prozent. Rund die Hälfte der von der Krise negativ betroffenen Selbstständigen verfüge nur für maximal drei Monate über Liquiditätsreserven, während sie zugleich relativ wenig direkte staatliche Unterstützung zum Ausgleich ihrer Einkommensausfälle erhielten.

13:44 Uhr

"Warum wir nicht?" - Werben per Anzeige für Staatskredit

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(Foto: dpa)

Das ist ein ungewöhnlicher Weg, um an staatliche Hilfen zu kommen: Die tschechische Fluggesellschaft Smartwings hat dazu ganzseitige Anzeigen geschaltet. "Andere Fluglinien haben Hilfen bekommen - warum nicht wir?", hieß es in dem Inserat, das in mehreren Prager Zeitungen erschien.

Als Beispiel wurde unter anderem der deutsche Ferienflieger Condor angeführt, der staatlich verbürgte Kredite in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro erhält. Zu Smartwings gehört auch die Traditionsmarke Czech Airlines (CSA), die seit 1923 besteht. Tschechiens Finanzministerin Alena Schillerova hatte sich vor wenigen Tagen ablehnend zu einer möglichen Bürgschaft geäußert.

13:29 Uhr

Wundenlecken an der Wall Street - positiver Start erwartet

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(Foto: AP)

Der Crash war gestern: Die Wall Street dürfte heute mit Gewinnen in den Handel starten. Die Argumente pro und contra Aktien bleiben dabei weitgehend unverändert. Den wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Pandemie und der Sorge vor einer zweiten Welle stehen die Hoffnung auf eine rasche Erholung der Ökonomie und die überschießende Liquidität gegenüber. Die Optimisten unter den Anlegern setzen darauf, dass Staaten und Notenbanken die wirtschaftlichen Probleme zum Teil abfedern können.

Im Anschluss an den Ausverkauf an der Wall Street kritisierte US-Präsident Donald Trump die US-Notenbank Fed, die mit ihrem düsteren Ausblick die Welle von Gewinnmitnahmen eingeleitet hatte. Die Notenbank hatte prognostiziert, dass der Weg zur Erholung lang sein werde.

Kurz nach Handelsstart wird der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan veröffentlicht, der aufzeigen kann, wie sich die sozialen Unruhen in den USA und die Wiederöffnung der Wirtschaft ausgewirkt haben.

13:03 Uhr

Die Luftfahrtbranche und ihr schwerer Weg zurück

Jeden Tag starten über 30.000 Flugzeuge überall auf der Welt. Sie transportieren über zwei Millionen Passagiere und fünf Millionen Tonnen Fracht. Diese Flugzeuge sind wahre Wunder der Technik und Ingenieurskunst. Mit jedem Flug besiegen sie die Schwerkraft. Doch welche Flieger gehören zu den fünf besten Maschinen, die jemals gebaut wurden? Auf der Suche nach dem Spitzenreiter der Luftfahrt nimmt die n-tv Dokumentation fünf der weltweit besten Flugzeuge unter die Lupe.

(Foto: Discovery Communications)

Es ist ein dickes Brett, das in der Corona-Zeit gebohrt werden muss. Die deutschen Fluggesellschaften fahren ihren Flugbetrieb in diesem Monat wieder hoch. Aber ganz laaaangsam, will man einen ehemaligen SPD-Vorsitzenden in diesem Zusammenhang zitieren. Nach dem zwischen März und Mai fast zum Stillstand gekommenen Verkehr würden im laufenden Monat wieder rund 30 Prozent des Streckennetzes bedient, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BDL, Matthias von Randow.

Da dies allerdings noch mit deutlich geringerer Frequenz geschehe, liege das Flugangebot nur bei rund 14 Prozent des Niveaus aus dem Vorjahr. Zwischen September und Dezember dürften dann 40 bis 50 Prozent erreicht werden, wenn es die Lage rund um das Coronavirus zulasse. Wegen der weltweiten Rezession sei auch der Frachtverkehr eingebrochen.

12:43 Uhr

Noch kleine Galgenfrist für Tuifly-Beschäftigte

Der Aufsichtsrat der Fluglinie Tuifly hat die Entscheidung zum geplanten Kürzungsprogramm bei Jobs und Flotte vor Vermittlungsgesprächen mit der niedersächsischen Landesregierung erst einmal vertagt. Dies teilte die Gewerkschaft Verdi mit, die in dem Kontrollgremium vertreten ist. Statt wie zunächst vorgesehen noch in dieser Woche sollen die Beschlüsse nun am 18. Juni getroffen werden, hieß es.

Für den kommenden Montag ist zuvor ein Runder Tisch angesetzt, zu dem Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann einlud. Tuifly muss wegen der Buchungseinbrüche in der Corona-Krise massiv sparen. Die Zahl der Maschinen soll etwa halbiert werden, Hunderte Arbeitsplätze und drei Standorte stehen auf der Kippe.

12:05 Uhr

Irland-Produktionsplus in der Corona-Krise

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Er bejubelt allerdings nicht das Wachstum in der irischen Industrie.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Industrien in der Eurozone haben ihre Produktion spüren die Corona-Krise massiv: Im April stellten sie 17,1 Prozent weniger her als im Vormonat, weil geschlossene Fabriken, unterbrochene Lieferketten und die fehlende Nachfrage durchschlugen. Dies seien "mit Abstand die größten monatlichen Rückgänge seit Beginn der Zeitreihe", erklärte das Statistikamt Eurostat.

In den einzelnen Euro-Ländern schrumpfte die Industrie in sehr unterschiedlichem Tempo. Luxemburg (-43,9 Prozent), Italien (-42,5) und die Slowakei (-42,0) meldeten die stärksten Rückgänge in der Produktion. Auch in Deutschland fiel das Minus mit 21,0 Prozent überdurchschnittlich aus. Nur Irland stemmte sich erfolgreich gegen den Abwärtstrend und schaffte ein Wachstum von 5,5 Prozent.

11:44 Uhr

Türkische Produktion bricht um fast ein Drittel ein

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(Foto: picture alliance/dpa)

Auch die Türkei hat ein riesiges Pandemie-Problem. Ihre Industrie hat die Produktion im April um fast ein Drittel heruntergefahren. Sie brach um 31,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Experten hatten nur ein Minus von 17 Prozent erwartet, nach einem Rückgang von 2 Prozent im März.

Die Regierung in Ankara hatte vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit einem Wirtschaftswachstum von 5 Prozent im laufenden Jahr gerechnet. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es trotz der Krise noch zu einer positiven Entwicklung reicht. Viele Ökonomen gehen aber inzwischen davon aus, dass die türkische Wirtschaft schrumpfen wird.

11:29 Uhr

VW-Absatz krankt weiter - China hui, Europa und Nordamerika pfui

Ein großes VW-Logo an der Einfahrt zum Fahrzeugwerk von Volkswagen in Zwickau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Volkswagen musste weiter auf die Corona-Bremse treten. Die Wolfsburger haben weltweit deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Allerdings fiel der Rückgang im Mai mit minus 33,7 Prozent auf 609.400 Wagen weniger stark aus als im Vormonat. Im April waren die Auslieferungen um 45 Prozent eingebrochen, weil die Produktion in Europa stillstand und der Handel zum Schutz vor dem Virus nicht geöffnet hatte.

Im Mai rollten in Westeuropa mit 147.400 Fahrzeugen 57 Prozent weniger zu den Kunden als im Vorjahr. In Nordamerika sanken die Auslieferungen um 39 Prozent. Dagegen kletterte der Absatz in China, das sich schneller als erwartet von der Pandemie erholt, um 5,7 Prozent. Seit Jahresbeginn schlug VW weltweit knapp 3,1 Millionen Fahrzeuge los, das ist ein Minus von 29,7 Prozent.

11:08 Uhr

Dax erholt sich vom Tiefschlag - Renaissance der Luftfahrtaktien

Nach dem schweren Einbruch am Donnerstag hat sich der deutsche Aktienmarkt für den Weg nach oben entschieden. Der Dax legte kurz vor Mittag um 1,1 Prozent auf 12.106 Punkte zu. Der EuroStoxx50 notierte sogar 1,4 Prozent höher bei 3188 Stellen.

So erlebten Luftfahrtaktien eine Renaissance. Im Dax stiegen MTU um 4,4 Prozent, Lufthansa um 6,0 Prozent. Im MDax verteuerten sich Fraport um 6,9 und Airbus um 5,3 Prozent. An der Pariser Börse legten Safran und Thales jeweils über 3 Prozent zu. Dies seien reine Rückkäufe in überverkaufte Aktien, meint ein Händler.

10:59 Uhr

Airlines klagen gegen britische Quarantäneregelung

In Großbritannien machen die Fluggesellschaften mobil. British Airlines (BA), Easyjet und Ryanair ziehen gegen die seit Montag geltende 14-tägige Quarantäne für Passagiere, die ins Land einreisen, juristisch zu Felde. Diese Vorschrift der Regierung werde "verheerende Folgen für die britische Tourismusindustrie und die Wirtschaft" haben und "Tausende Arbeitsplätze vernichten", erklärten die Airlines.

Der Chef der BA-Muttergesellschaft IAG, Willie Walsh, nannte die Regelung "irrational" und "unverhältnismäßig".

10:31 Uhr

Millionen Mittelständlern droht die Insolvenz

Auch der deutsche Mittelstand leidet schwer unter der Corona-Krise. Seine Vertreter fordern zusätzlich zum 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket weitere Hilfen für die Wirtschaft.

  • "Das Konjunkturpaket der Bundesregierung ist ein sehr guter Ansatz, setzt allerdings zu stark auf den privaten Konsum als Konjunkturmotor", sagte der Präsident des Mittelstandverbandes BVMW, Mario Ohoven.

Seinen Angaben zufolge sind braucht es weitere Maßnahmen und Reformen. Millionen Mittelständler und Selbstständige seien "akut von Insolvenz bedroht". Wichtig für sie seien vor allem weniger Bürokratie und geringere Abgaben.

09:52 Uhr

Pfund nach britischen BIP-Daten massiv unter Druck

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Das britische Pfund ist mit schwachen Konjunkturdaten aus Großbritannien unter Druck geraten und auf 1,2598 US-Dollar gefallen. Im Tageshoch am Vortag hatte die Devise noch bei 1,2754 Dollar gelegen. So ist das britische BIP im April um 20,4 Prozent eingebrochen im Vergleich zum Vormonat. Das ist der größte Rückgang gegenüber dem Vormonat seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1997. Binnen Jahresfrist betrug die Einbuße 24,5 Prozent.

Dazu kommen die Sorgen um die weitere Brexit-Entwicklungen. Hintergrund sind Berichte, die Regierung des Vereinigten Königreichs wolle eine Verlängerung der Brexit-Übergangsperiode über den 31. Dezember hinaus formell ausschließen.

09:37 Uhr

Niedrigere Mehrwertsteuer: Handel muss Preisschilder nicht ändern

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(Foto: imago images/Christian Ohde)

Ab 1. Juli gilt in Deutschland die auf ein halbes Jahr begrenzte Mehrwertsteuersenkung. Der Einzelhandel sollte laut einer Empfehlung des Bundeswirtschaftsministeriums die Senkung unbürokratisch über pauschale Rabatte an Kunden weitergeben. Für die auf das zweite Halbjahr 2020 befristete Senkung von 19 auf 16 Prozent könnten Unternehmen für die meisten Produkte bestehende Ausnahmemöglichkeiten der Preisangabenverordnung nutzen. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an die Preisbehörden der Bundesländer hervor.

Das Ministerium empfiehlt darin, die pauschalen Rabatte erst an der Kasse zu gewähren. Dann müssten nicht alle Preisschilder in den Regalen in der Nacht zum 1. Juli geändert werden. Diese Vorgehensweise greift allerdings nicht für alle Waren - beispielsweise nicht für preisgebundene Artikel wie Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und rezeptpflichtige Arzneimittel.

09:29 Uhr

Rascher Umschwung: Dax wieder über 12.000

Volatiler Handel in Frankfurt, die Anleger scheinen wieder Mut zu fassen: Nach einem schlechten Handelsbeginn ist der Dax sehr schnell ins Plus gedreht. Der Leitindex stieg eine halbe Stunde nach Handelsbeginn um 0,6 Prozent auf 12.048 Punkte.

Verantwortlich für den Umschwung sind unter anderem gut laufende Autowerte. So gewannen Daimler 3,4 Prozent, Continental 2,8 Prozent und VW 2,3 Prozent. Lufthansa schnellten um 4,3 Prozent hoch. Auch Deutsche Bank berappelten sich: plus 2,1 Prozent.

09:22 Uhr

Dänemark nimmt Milliarden in die Hand

Krise herrscht auch in Dänemark: Die Regierung in Kopenhagen will einem Zeitungsbericht zufolge den leidenden Großunternehmen mit 10 Milliarden Kronen (rund 1,34 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Der Hilfsfonds solle möglicherweise zusammen mit privaten Investoren aufgelegt werden, berichtet das Wirtschaftsblatt "Börsen".

Finanzminister Nikolai Wammen sagt dem Blatt, es sei noch zu früh, um sagen zu können, bis zu welchem Umfang ein solcher Fonds benötigt werde. Deshalb seien die 10 Milliarden Kronen ein Ausgangspunkt. Die Summe könne bei Bedarf erhöht werden.

09:08 Uhr

Dax hustet weiter kräftig und bleibt auf Sinkflug

Nach dem gestrigen Einbruch geht es mit dem deutschen Aktienmarkt weiter abwärts. Nach dem noch schlimmeren Kursmassaker an der New Yorker Wall Street verlor der Dax in den ersten Handelsminuten 1,1 Prozent auf 11.839 Punkte. MDax und TecDax sackten um je 1,2 Prozent auf 25.204 beziehungsweise 3042 Zähler ab. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 3113 Stellen.

Der Dax sei wieder in der Realität angekommen, hieß es in Frankfurt. Die Helaba sprach in ihrem Tagesausblick von einem Rücksetzer mit Vorwarnung. Es dränge sich der Eindruck auf, als würde sich nun die Diskrepanz zwischen den realwirtschaftlichen Daten und dem zuletzt enormen Dax-Aufschwung verringern.

Im Dax-Ende befanden sich MTU mit minus 2,3 Prozent. Die am Donnerstag arg gebeutelte Lufthansa-Aktie legte um 0,6 Prozent zu.

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08:50 Uhr

Nikkei geht mit Verlust ins Wochenende

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Die Furcht vor einer zweiten Coronavirus-Welle macht den Anlegern an den asiatischen Börsen zum Wochenschluss schwer zu schaffen. Sie fürchten, dass der Erreger die erhoffte wirtschaftliche Erholung durchkreuzen oder sogar neue Ausgangssperren nötig machen könnte. In Tokio schloss der Nikkei 0,8 Prozent schwächer bei 22.305 Punkten. Auf Wochensicht gab er 2,4 Prozent nach. Japans Leitindex folgte damit den US-Börsen ins Minus, die gestern so stark eingebrochen waren wie seit März nicht mehr.

In China notierten die Kurse dagegen etwas fester. Die Regierung in Peking bekräftigte zuvor, sie werde ihre Kapitalmarktreformen weiter vorantreiben.

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08:39 Uhr

Briten beklagen massiven Wirtschaftseinbruch

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(Foto: picture alliance / Jonathan Brad)

Lange Gesichter im Vereinigten Königreich: Die britische Wirtschaft ist im April wegen des Corona-Lockdowns in beispiellosem Tempo abgestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat ein, wie das Statistikamt in London mitteilte. Ökonomen hatten "nur" einen Rückgang von 18,4 Prozent erwartet.

Die OECD sagt der britischen Wirtschaft in diesem Jahr einen Einbruch von 11,5 Prozent voraus, dem 2021 ein Wachstum von neun Prozent folgen soll. Sollte es zu einer zweiten Corona-Welle kommen, dürfte das BIP sogar um 14,0 Prozent sinken und im kommenden Jahr nur um 5 Prozent wachsen.

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08:04 Uhr

Die Corona-Angst ist zurück - Dax drohen weitere Verluste

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Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Kursabschlägen starten. Ein pessimistischer Konjunkturausblick der US-Notenbank und die Furcht vor einer zweiten Coronavirus-Infektionswelle in den USA hatten ihn gestern 4,5 Prozent ins Minus auf 11.970 Punkte gedrückt.

Vor diesem Hintergrund beobachten Börsianer weiter aufmerksam die Entwicklung der Pandemie in den USA. In einigen Bundesstaaten war dort zuletzt die Zahl der Neuinfektionen kräftig gestiegen. Diesseits des Atlantiks richten sie ihre Aufmerksamkeit auf die Zahlen zur Industrieproduktion in Großbritannien und der Eurozone. Außerdem veröffentlicht die Rating-Agentur Fitch am Abend ihre Bonitätsnoten für Deutschland und Spanien.

07:52 Uhr

Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort

Der Ölpreis gibt erneut nach. Ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent kostet mit 37,01 Dollar vier Prozent weniger, leichtes US-Öl der Sorte WTI verbilligt sich um 5,1 Prozent auf 34,47 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Furcht vor einer zweiten Welle an Coronavirus-Neuinfektionen schürt bei Anlegern die Sorge, dass die Nachfrage nach dem wichtigen Rohstoff noch länger unter Druck bleibt.

Rohöl (Brent)
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07:27 Uhr

Conti-Chef: Marktkrise wie seit 1930 nicht mehr - Autobranche droht Pleitewelle

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Continental-Chef Elmar Degenhart erwartet für den Fall eines anhaltenden Nachfrageeinbruchs wegen der Corona-Krise drastische Folgen für die ganze Autobranche. Die Politik müsse daher gegensteuern.

Der Vorstandsvorsitzende des Dax-Konzerns aus Hannover sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur, schon der schwierige Strukturwandel aus Digitalisierung, E-Mobilität und Assistenzsystemen sei für viele kleine Firmen kaum zu schaffen. "Obendrauf kommt eine Marktkrise, die so seit 1930 nicht mehr da war. Wenn sich im Sommer keine deutliche Belebung des Marktes in Europa abzeichnet, befürchten wir trotz aller Stützungsmaßnahmen eine Reihe von Konkursen."

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Der deutschen Schlüsselbranche machen ausbleibende Autokäufe und Probleme in den Lieferketten zu schaffen.

(Foto: imago images/Geisser)

 

06:56 Uhr

Konflikte ausgeräumt? Zuckerberg-Vertrauter kehrt zu Facebook zurück

Facebook
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Bei Facebook kehrt einer der engsten Vertrauen von Gründer Mark Zuckerberg nach gut einem Jahr wieder in die Chefetage zurück. Chris Cox übernimmt wieder den Job des Produktchefs, den er im März 2019 aufgegeben hatte. Auf diesem Posten beaufsichtigt er die zentrale Facebook-App, die Fotoplattform Instagram sowie die Chat-Dienste WhatsApp und Messenger.

Cox ging im Frühjahr vergangenen Jahres kurz nach der Ankündigung Zuckerbergs, Facebook weitgehend auf komplett verschlüsselte Kommunikation umzustellen. Differenzen zwischen den beiden zu diesem Thema wurden als Grund für den Abgang angesehen.

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Cox war 2005 unter den ersten Facebook-Mitarbeitern und war danach immer wieder an strategischen Weichenstellungen bei Facebook beteiligt.

(Foto: imago images / Hindustan Times)

 

06:33 Uhr

Corona-Krise unterschätzt? Auch an Asiens-Börsen kommen Zweifel auf

Die Angst vor einem Wiederaufflammen der Corona-Pandemie erfasst auch die Aktienmärkte in Asien. Die Kurse geben allerdings weniger stark nach als am Tag zuvor in Europa und den USA. Die kräftige Korrektur zeige, wie fragil die vorangegangene Rally gewesen sei, sagen Analysten. Bei Anlegern setze sich die Annahme durch, dass wirtschaftliche Erholung langsamer verlaufen werde als bislang gedacht. Dies hatte am Vortag den US-Leitindex Dow Jones um 6,9 Prozent und den Dax um mehr als vier Prozent einbrechen lassen.

An der Börse in Tokio verliert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 1,5 Prozent auf 22.131 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 1,2 Prozent und liegt bei 1570 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 2,3 Prozent.