Dienstag, 06. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Am Ende macht der Dax doch noch schlapp

Dax
Dax 11.611,51

Lange Zeit sah es danach aus, dass der deutsche Aktienmarkt nach zwei verlustreichen Handelstagen zumindest einen kleinen Schritt nach oben machen würde. Für leichte Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte Händlern zufolge der Umstand, dass die Volksrepublik ihre Währung Yuan heute wieder etwas aufwerten ließ. Doch am späten Nachmittag ging es mit dem Dax wieder abwärts - viele Anleger, darunter zahlreiche Schnäppchenjäger, trauten dem Frieden wohl doch nicht und stießen ihre Papiere wieder ab.   

So verlor der Dax beim Ertönen der Schlussglocke 0,8 Prozent auf 11.568 Punkte - lange Zeit hatte er oberhalb der 11.700-Punkte-Marke notiert. Der MDax sackte um 0,4 Prozent auf 24.944 Zähler ab. Der TecDax blieb mit 2773 Stellen nahezu unverändert. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3291 Punkte nach unten.

Wie heißt es so schön? Es hat nicht sollen sein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen Abend.

17:18 Uhr

Der Dax hat für wohl heute verloren

In schnellen Schritten vergrößert der Dax seine Verluste - nunmehr minus 0,7 Prozent auf 11.579 Punkte. Auch der Dow Jones rutscht in diesen Minuten ins Minus. Die Verunsicherung an den Märkten ist also nach wie vor groß.

17:00 Uhr

Euro sackt unter 1,12-Dollar-Marke

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(Foto: imago/Dean Pictures)

Der Euro hat heute einen kleinen Teil der deutlichen Vortagesgewinne wieder abgegeben. Nachdem der Kurs im Mittagshandel unter 1,12 US-Dollar gesunken war, wurde die Gemeinschaftswährung am Nachmittag bei 1,1183 Dollar gehandelt. Das ist etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1187 (Montag: 1,1182) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8939 (0,8943) Euro.

An den Finanzmärkten hat sich die Lage nach einem turbulenten Wochenauftakt infolge der Yuan-Abwertung vorerst beruhigt. Gestern war der Eurokurs deutlich gestiegen, nachdem die Gemeinschaftswährung zeitweise als sicherer Anlagehafen gefragt war. Zur allgemeinen Beruhigung der Finanzmärkte hatte die chinesische Zentralbank den Mittelkurs der Landeswährung Yuan heute wieder etwas höher festgelegt.

16:38 Uhr

Dax gibt Gewinne ab

Bei deutlich anziehenden Umsätzen ist der Dax am späten Nachmittag kurzzeitig ins Minus gedreht. Er gehe davon aus, dass das Vortagestief bei 11.629 getestet wird, sagte ein Aktienhändler. Ein deutlicher Bruch der 200-Tagelinie, die bei 11.640 Punkten verlaufe, dürfte weitere Verkäufe auslösen. Aktuell notiert der Dax mit 11.660 Punkten nahezu auf Vortagesniveau.

16:10 Uhr

Schnäppchenjäger schieben Dow & Co. an

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(Foto: dpa)

Schnäppchenjäger haben den US-Börsen zu Kursgewinnen verholfen. Auch das Einschreiten der chinesischen Notenbank, die den Yuan-Kurs bei ihrem täglichen Fixing etwas höher ansetzte, hob die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent zu auf 25.862 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,9 Prozent auf 2871 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,4 Prozent höher bei 7832 Punkten. Für Unsicherheit sorgte die Entscheidung der US-Regierung, China offiziell als Währungsmanipulator zu bezeichnen.

Zu den Gewinnern gehörten die zuletzt stark gebeutelten Technologiewerte: So legten die Titel von Apple 2,3 Prozent zu, die Aktien der Halbleiterhersteller Intel, Advanced Micro Devices und Nvidia notierten 1,6 bis 2,6 Prozent fester. Um mehr als sechs Prozent abwärts ging es dagegen für die Aktien des Kochboxen-Lieferdienstes Blue Apron. Das Unternehmen erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal ein Drittel weniger Umsatz, die Zahl der Kunden sank ebenfalls kräftig.

16:02 Uhr

Berater: Trump "nicht glücklich" über China-Gespräche

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(Foto: imago images / MediaPunch)

Trotz der ökonomischen Eiszeit im Verhältnis zu China will US-Präsident Donald Trump weiter ein Handelsabkommen mit der Volksrepublik schließen. Das sagte sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow dem US-Fernsehsender CNBC. Trump wolle die Verhandlungen fortsetzen, "er möchte gern ein Abkommen schließen, aber es muss das richtige Abkommen für die USA sein".

Trump sei "nicht glücklich" mit den Fortschritten in den Verhandlungen mit China, die vergangene Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen waren, sagte Kudlow weiter. Der Präsident hatte kurz darauf Strafzölle auf weitere Importe aus China im Wert von 300 Milliarden Dollar angekündigt. Der Wirtschaftsberater verteidigte diesen Schritt: "Der Präsident verteidigt die US-Wirtschaft gegen eine Menge unfairer Handelspraktiken."

15:52 Uhr

Mastercard kauft in Dänemark ein

Der US-Kreditkartenriese Mastercard übernimmt für 3,19 Milliarden Dollar die Mehrheit am Firmenkundengeschäft des dänischen Zahlungsverkehrsdienstleister Nets. Die Transaktion werde in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen sein, teilte Mastercard mit. Nets bietet diverse Zahlungsfunktionalitäten an, vor allem Real-Time-Dienste. Die Genehmigung des Deals durch die Behörden steht noch aus.

Nets beschäftigt rund 3500 Menschen und gehört zu den größten Anbietern von Zahlungsverkehrslösungen in Europa. Bislang bietet das Unternehmen seine Produkte vor allem in den skandinavischen Ländern und im Baltikum an.

15:34 Uhr

n-tv Zertifikate: Zertifikat oder Aktie?

Bulle und Bär liefern sich beim Dax zurzeit einen harten Machtkampf. Wer jetzt ein Direktinvestment scheut, kann auf Discount- oder Bonuszertifikate setzen. Warum sie gerade in der aktuellen Marktphase höhere Renditen abwerfen können, bespricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

15:17 Uhr

Allianz will mit Handy-Bezahl-App Apple-Kunden locken

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(Foto: imago images / Joko)

Neues von der Allianz: Der Versicherer geht nämlich unter die Anbieter von Handy-Apps zum mobilen Bezahlen. Mit "Allianz Pay&Protect" will der Dax-Konzern Kunden binden und neue anlocken. Die App ermöglicht Nutzern von iPhones und der Apple Watch das Bezahlen mit dem Apple-Bezahldienst Apple Pay an der Kasse und im Internet. Alle damit abgewickelten Transaktionen seien gegen Liefer- und Zahlungsausfälle versichert, sagte Vorstandsmitglied Frank Heinemann Reuters.

Hinter der App steht eine virtuelle Visa-Kreditkarte. Die Prepaid-Version, die auf 100 Euro pro Monat begrenzt ist, ist kostenlos, für die Premium-Version, die auch im Ausland eingesetzt werden kann, verlangt die Allianz im Monat 1,25 Euro.

14:57 Uhr

Sicherer Hafen: Goldpreis steigt auf Sechsjahreshoch

Gold in USD
Gold in USD 1.526,70

Getrieben von der Zinspolitik der Notenbanken und der Suche nach sicheren Häfen wird momentan viel Geld in Gold getauscht. Nachdem die Feinunze Gold inzwischen 1465 US-Dollar kostet und damit auf einem Sechsjahreshoch notiert, wird die Frage immer lauter: Ist Gold nun teuer? Einen interessanten Ansatz verfolgt dabei Sven Lehmann, Fondsmanager bei HQ Trust. Er hat die Entwicklung des Goldpreises mit der Marktkapitalisierung von Anleihen mit einer negativen Verzinsung verglichen. Dabei hat er beobachtet, dass sich der Goldpreis in den vergangenen Jahren relativ synchron zur Marktkapitalisierung von Anleihen mit negativer Verzinsung entwickelt.

Gold wird am Kapitalmarkt wie die Anleihen als sicherer Hafen - eben nur ohne Zinsen - gewertet. Da Anleihen nun mehr und mehr negative Zinsen mit sich bringen, hat sich dieser Malus beim Edelmetall zum Vorteil entwickelt. Eine Trendwende beim Gold erwartet Lehmann nicht. Somit dürften auch weiterhin fallende US-Realzinsen im Durchschnitt positiv für den Goldpreis sein.

14:48 Uhr

Dax-Gewinn wird etwas kleiner

Wie sieht es auf dem Frankfurter Börsenparkett aus? Der Dax hielt sich gut eine halbe Stunde vor US-Handelsbeginn wacker im Plus, musste aber leichte Verluste hinnehmen. Er stieg um 0,3 Prozent auf 10.698 Punkte. Der MDax legte um 0,6 Prozent auf 25.185 Zähler zu. Der TecDax gewann 0,8 Prozent auf 2796 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,3 Prozent auf 3322 Punkte.

14:25 Uhr

Vietnam ist Handelskrieg-Gewinner, muss aber aufpassen

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(Foto: imago/Schöning)

Der amerikanisch-chinesische Handelskrieg hat bislang einen Nutznießer - Vietnam. Laut Bloomberg haben 60 Komponentenhersteller, die Foxconn und Samsung beliefern, in den vergangenen drei Monaten in seinem Industriepark nordöstlich der Hauptstadt Hanoi angeklopft. Sie wollen die US-Zölle auf chinesische Produkte umgehen.

  • "Sie müssen jetzt sofort nach Vietnam", zitierte der Wirtschaftsdienst Peter Chang, stellvertretender Generaldirektor der Shun Far Land Development Co., die den Industriepark betreibt.

Vietnam, das momentan gute Beziehungen zu den USA unterhält, profitiert allerdings so sehr vom Handelskrieg zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften, dass auch es Gefahr läuft, von amerikanischen Strafzöllen getroffen zu werden. Seine Spitze arbeitet laut Bloomberg intensiv daran, US-Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, dass die sozialistische Republik eine faire Handelspartnerin ist.

Vielleicht noch historische Fakten: Vietnam hatte in der jüngeren Geschichte nicht nur Krieg gegen die USA geführt. 1979 wurde es von der chinesischen Volksbefreiungsarmee angegriffen - der Krieg tobte einen Monat. 

14:05 Uhr

Tschechen-Milliardär verliert wohl Kampf um Metro

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Daniel Kretinsky

(Foto: picture alliance/dpa)

Das wird wohl nichts mehr: Die geplante Übernahme des Handelskonzerns Metro durch den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky steht kurz vor dem Scheitern. Seine Investmentgesellschaft EPGC teilte mit, sie habe rund 36,51 Prozent der Aktien eingesammelt. Kretinsky hat seine Offerte, die morgen ausläuft, allerdings an eine Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent der Stammaktien gekoppelt. Von diesem Ziel ist er weit entfernt.

Gespräche des Milliardärs mit den beiden Metro-Großaktionären Beisheim und Meridian, die zusammen mehr als 20 Prozent der Aktien kontrollieren, über eine Unterstützung seiner Offerte waren ohne Erfolg geblieben. EPGC hatte danach unterstrichen, weder werde das Angebot erhöht noch die Annahmefrist verlängert.

13:45 Uhr

Infineon-Boss Ploss verlängert

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Reinhard Ploss

(Foto: picture alliance/dpa)

Reinhard Ploss bleibt Infineon noch gut zwei Jahre länger erhalten. Der Aufsichtsrat des Chipherstellers verlängerte den Vertrag des 63-jährigen Vorstandsvorsitzenden bis Ende 2022. Dann erreicht Ploss die Altersgrenze. Sein bisheriger Vertrag lief bis Ende September nächsten Jahres. Ploss führt Infineon seit Oktober 2012.

Außerdem wählte das Kontrollgremium wie geplant den langjährigen österreichischen Stahlmanager Wolfgang Eder zu seinem Vorsitzenden. Der 67-Jährige legte erst kürzlich nach 15 Jahren seinen Spitzenposten als CEO bei Voestalpine nieder.

13:20 Uhr

Verkauf der "USA Today" - größter US-Zeitungskonzern entsteht

Bewegung auf dem US-Zeitungsmarkt: Die "USA Today" wird verkauft. Der Medienkonzern Gannett Co, zu dem das überregionale Blatt gehört, geht für 1,4 Milliarden Dollar in bar und in Aktien an den Rivalen New Media, hinter dem der japanische Technologie-Investor Softbank steckt. Man erhofft sich von der Fusion Einsparungen von 275 bis 300 Millionen Dollar im Jahr.

Das neue Verlagshaus gibt dann 263 überwiegend lokale Zeitungen in 47 US-Bundesstaaten heraus und wird damit, gemessen an der Auflage, größter Zeitungsverleger der Vereinigten Staaten. New Media hat in den vergangenen Jahren bereits eine Kette von 156 Lokalzeitungen zusammengekauft.

12:54 Uhr

Vorsichtiger Optimismus an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Erholungszeichen an der New Yorker Wall Street: Heute dürften die US-Börsen einen Teil ihrer jüngsten Verluste wettmachen. Die Futures auf die wichtigen Aktienindizes deuten eine festere Eröffnung an. Mehr als eine Gegenbewegung dürfte aber nicht drin sein, denn der Grund für die Risikoscheu der Anleger besteht unverändert fort. Die USA und China sind einer Beilegung ihres Handelsstreits noch keinen Schritt näher gekommen.

Mit Blick auf die Fed-Politik dürfte eine Rede von James Bullard, Chef der Fed St. Louis, einige Beachtung finden. Bullard ist in diesem Jahr stimmberechtigt im Offenmarktausschuss der US-Notenbank. Daten zu den offenen Stellen dürften Aufschluss über die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt geben, der ebenfalls ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Fed ist.

Übrigens: Mein Kollege Max Borowski hat ein Erklärstück zum Währungskrieg geschrieben. Lesen Sie dazu folgenden Artikel:

"Währungskrieg für Anfänger"

12:47 Uhr

Bonduelle-Ausblick schmeckt Anlegern nicht

Wer kennt sie nicht, die zarten Möhrchen und Erbsen von Bonduelle? Allerdings schmeckt den Anlegern der Ausblick des Lebensmittelherstellers überhaupt nicht. Zweifel an den Gewinnzielen drückten die Aktie von Bonduelle auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief. Sie verlor in Paris bis zu 7,7 Prozent auf 23,95 Euro.

Der für ihr Dosengemüse bekannten Franzosen hätten zwar ihre Prognosen für das Geschäftsjahr 2018/2019 bekräftigt, schrieb Analyst Florent Thy-Tine vom Brokerhaus Mid Cap Partners. Allerdings seien darin Zahlungen eines Versicherers zum Ausgleich von Verlusten aus der Kontamination von Salat mit Coli-Bakterien enthalten. Da dieser bislang die Zahlung verweigere, stehe das operative Gewinnziel von Bonduelle in Frage.

12:25 Uhr

Schickt die Post weitere Beamte in den Ruhestand?

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(Foto: picture alliance/dpa)

Dreht die Deutsche Post noch einmal an der Personalschraube? Der Bonner Konzern könnte weitere Beamte in den Ruhestand schicken, um Personalkosten im Brief- und Paketgeschäft in Deutschland zu sparen. Es könne im zweiten Halbjahr weitere Umbauten in der Sparte geben, sagte Finanzchefin Melanie Kreis in einem Gespräch mit Analysten. Die Kosten etwa für weitere Frühverrentungen von Beamten könnten indes durch Neubewertungen von Pensionsverpflichtungen aufgefangen werden.

Post-Chef Frank Appel hatte im Rahmen eines bestehenden Programms bereits rund 800 Beamte in den Vorruhestand geschickt, bis zum Jahresende sollen weitere 900 Beamte folgen. Derzeit beschäftigt die Post noch rund 27.000 Beamte.

12:02 Uhr

Gea setzt auf zweites Halbjahr - Aktie auf Höhenflug

Gea Group
Gea Group 24,20

Sehr gut läuft es heute für die Aktie von Gea. Das im MDax notierte Papier legte am späten Vormittag um 5,7 Prozent zu. Der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer bekommt zwar die Kaufzurückhaltung seiner Kunden zu spüren. Vor allem wegen mehrerer verschobener Kundenaufträge sackte der Auftragseingang im vergangenen Quartal auf 1,147 Milliarden Euro ab und lag damit 17 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres.

Vorstandschef Stefan Klebert verwies aber auf eine "gut gefüllte" Projektpipeline. Er gab sich zuversichtlich, dass sich die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte beleben und die Prognose erreicht wird. Die Anleger teilten seine Zuversicht.

11:48 Uhr

Schaeffler mit erwarteten Zahlen - Kurs steigt

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 5,93

Deutlich mit 2,7 Prozent zeigte sich die Aktie von Schaeffler nach endgültigen Zahlen. Seit der Gewinnwarnung vor einer Woche habe es keine neuen negativen Nachrichten gegeben, hieß es am Markt. Der Nachfrageeinbruch aus der Autoindustrie dürfte mittlerweile eingepreist sein.

Auto- und Industriezulieferer hatte im zweiten Quartal auch unter dem Strich deutlich weniger verdient. Das Nettoergebnis brach um 49,3 Prozent auf 136 Millionen Euro ein. Schaeffler hatte bereits vor einer Woche Eckzahlen für das zweite Quartal genannt und dabei auch die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.

11:26 Uhr

Dreamliner-Triebwerk hält Rolls-Royce in den roten Zahlen

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(Foto: dpa)

Die Probleme mit dem Dreamliner-Triebwerk Trent 1000 belasten weiterhin den britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce. Im ersten Halbjahr stand unter dem Strich ein Verlust von 909 Millionen britischen Pfund (989 Millionen Euro), wie das Unternehmen in London mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus noch 954 Millionen Pfund betragen. Die Probleme mit dem Antrieb Trent 1000 und dessen Neuauflage Trent 1000 Ten, die bei Boeings Langstreckenjet 787 Dreamliner zum Einsatz kommen, dürften den Konzern noch länger beschäftigen. Denn die Triebwerksschaufeln nutzen sich vorzeitig ab und müssen ersetzt werden.

Trotz der Probleme, die Rolls-Royce schon 2018 in die roten Zahlen gerissen hatten, gelang es dem Unternehmen nun, Umsatz und operatives Ergebnis in den ersten sechs Monaten deutlich zu steigern. So legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 7,35 Milliarden Pfund zu.

11:05 Uhr

Bessere Handelslaune in Frankfurt - Dax steigt

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Dax 11.611,51

Nach zwei verlustreichen Handelstagen macht es heute wieder etwas mehr Freude, auf die deutschen Indizes zu schauen. Der Dax hat nämlich am Vormittag seinen Gewinn ausgebaut und stieg um 0,5 Prozent auf 11.719 Punkte. Der MDax kletterte um 0,7 Prozent auf 25.213 Zähler, der TecDax gar um 0,9 Prozent auf 2800 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3328 Punkte nach oben.

Dax-Spitzenreiter waren Deutsche Post mit plus 4,4 Prozent. Auch Beiersdorf konnten überzeugen - plus 4,3 Prozent. Beide Unternehmen hatten heute Zahlen vorgelegt. Am Dax-Ende rangierten Deutsche Bank mit einem Abschlag von 1,3 Prozent.

10:47 Uhr

Renminbi, Yuan oder Kuai - Chinas Geld hat viele Namen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hier mal ein kleines Erklärstück zur derzeit in den Schlagzeilen stehenden chinesischen Währung: Der Yuan - ausgesprochen "Jüen" - hat viele Namen: Die Chinesen nennen ihr Geld auch Renminbi, Yuan Renminbi oder Kuai. Die für Ausländer verwirrende Begriffsvielfalt lässt sich leicht aufklären: Renminbi ist der offizielle Name. Die "Volkswährung" - so die Übersetzung - wurde 1949 nach Gründung der Volksrepublik eingeführt. Yuan ist das Wort für die Zahleinheit. Der Begriff wird auch für andere Währungen verwendet, so heißen der US-Dollar auf Chinesisch "Meiyuan" und der Euro "Ouyuan".

Im Supermarkt sprechen die Chinesen vor allem im Norden des Landes eher von einem Kuai (Stück). Einen Kuai bezahlen sie umgangssprachlich auch, wenn sie im Ausland andere Währungen in die Hand nehmen. Kompliziert sind in China auch die Bezeichnungen für kleinere Geldeinheiten: Ein Yuan entspricht zehn Jiao (Ecke). Ein Jiao ist so viel wie zehn Fen (Ration). Seit 1999 werden nur noch Yuan-Noten ausgegeben, die anderen Scheine und Münzen sind aber weiter gültig.

So, haben Sie alles verstanden?

10:32 Uhr

China weist Vorwurf der Währungsmanipulation zurück

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(Foto: REUTERS)

Das Ping-Pong-Spiel im Handelsstreit geht weiter: China wies nun den Vorwurf der USA zurück, es manipuliere seine Währung. Die jüngste scharfe Abwertung des Yuan sei vielmehr durch den Markt bewirkt worden, heißt es in einer Erklärung der chinesischen Notenbank. Der Vorwurf der Währungsmanipulation beschädige die internationale Finanzordnung, den Handel sowie die Konjunktur und führe zu Turbulenzen an den Finanzmärkten, erklärte die Zentralbank.

China werde seine Währung nicht aus wettbewerblichen Gründen abwerten oder sie als Instrument im Handelsdisput mit den USA einsetzen, erklärten die Währungshüter. Der Yuan-Kurs werde auf einem angemessenen, ausgewogenen Niveau gehalten. Am Montag hatte der Yuan im Vergleich zum US-Dollar stark an Wert verloren und war auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen.

10:17 Uhr

DIW-Chef befürchtet "unumkehrbaren Handelskrieg"

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ökonom Marcel Fratzscher sieht die jüngste Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China mit großer Sorge. "Dies könnte der Anfang eines unumkehrbaren Handelskriegs zwischen den beiden Ländern sein", sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). China habe immer schon seine Währung manipuliert. "Diese Manipulation aber nun durch den Handelskonflikt zu rechtfertigen, muss zwingendermaßen zu einer Eskalation mit den USA führen."

Fratzscher befürchtet, dass andere asiatische Länder ihre Währungen ebenfalls abwerten könnten, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Das könnte zu einem stärkeren Euro führen, damit würden Waren "Made in Germany" außerhalb des Euroraumes teurer.

10:00 Uhr

Kuka leidet unter dem Handelskrieg

Kuka
Kuka 38,00

Der Handelskrieg zwischen den USA und China zieht seine Kreise. So bekommt auch Roboterhersteller Kuka die daraus resultierende Verunsicherung zu spüren. Im zweiten Quartal halbierte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal auf gut 20 Millionen Euro, wie das Augsburger Unternehmen mitteilte. Von März bis Juni gingen die Auftragseingänge um fast fünf Prozent auf 914 Millionen Euro zurück. Besonders stark war der Rückgang in China, wo die Aufträge um die Hälfte einbrachen.

Für das Gesamtjahr peilt Kuka weiter einen leicht auf rund 3,3 Milliarden Euro steigenden Umsatz an, nach 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Die Ebit-Marge für den Gewinn vor Zinsen und Steuern soll bei rund 3,5 Prozent liegen, nach 3 Prozent im ersten Halbjahr. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

09:42 Uhr

Deutscher Auftragseingang deutlich höher als erwartet

Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Juni dank umfangreicher Großaufträge deutlich besser als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts stieg er gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent, Volkswirte hatten einen Anstieg um nur 0,3 Prozent prognostiziert. Ohne Großaufträge ergab sich jedoch ein Rückgang um 0,4 Prozent.

Der Auftragseingang aus dem Inland sank im Juni um 1,0 (plus 0,9) Prozent, während jener aus dem Ausland um 5,0 (minus 3,9) Prozent anzog. Die Aufträge aus dem Euroraum verringerten sich um 0,6 (minus 1,4) Prozent, die von außerhalb des Euroraums stiegen dagegen um 8,6 (minus 5,3) Prozent.

09:18 Uhr

Milliardäre verlieren viel Geld - Bezos blutet besonders

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Jeff Bezos

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die einbrechenden Börsenkurse setzen auch den Reichen zu. Die wohlhabendsten 500 Menschen der Welt haben gestern 2,1 Prozent ihres kollektiven Nettovermögens verloren. 21 Mitglieder des sogenannten Bloomberg Billionaires Index verloren 1 Milliarde US-Dollar oder mehr, da die Anleger auf die verschärften Spannungen zwischen den USA und China reagierten.

Amazon-Chef Jeff Bezos blutete am stärksten und verlor 3,4 Milliarden Dollar, als der Aktienkurs des Online-Händlers an der Wall Street abstürzte. Aber er ist immer noch der reichste Mensch auf dem Planeten mit 110 Milliarden Dollar.

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09:10 Uhr

Dax startet mit kleinem Plus

Dax
Dax 11.611,51

Der deutsche Aktienmarkt scheint seinen Schock hinsichtlich der Eskalation des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges weggesteckt zu haben. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 11.690 Punkte. In den vergangenen beiden Handelstagen hatte der Frankfurter Leitindex fast 600 Punkte verloren. Der MDax kletterte geringfügig um 0,1 Prozent auf 25.045 Zähler, der TecDax um ebenfalls 0,1 Prozent auf 2778 Stellen.

Deutsche Post verteuerten sich nach Quartalszahlen um 2,6 Prozent. Dagegen rutschten Beiersdorf um 0,1 Prozent ab.

08:48 Uhr

Asiens Indizes bluten - Yuan auf Rekordtief

Nikkei
Nikkei 20.710,91

Die Furcht der Anleger vor einem ausgewachsenen Handelskrieg zwischen den USA und China hat die japanische Börse auf ein Sieben-Monats-Tief gedrückt. Der Nikkei-Index verlor 2,9 Prozent auf 20.111 Punkte. Die Börse Shanghai gab zeitweise 3,1 Prozent nach und notierte mit 2733,92 Zählern auf dem tiefsten Stand seit fast sechs Monaten.

Derweil fiel an den Devisenbörsen außerhalb des chinesischen Festlandes der Yuan auf ein Rekordtief. Ein US-Dollar verteuerte sich im Gegenzug um bis zu 0,6 Prozent auf 7,1397 Yuan. An den chinesischen Festlandbörsen stabilisierten sich die Kurse dagegen. Ein Dollar kostete dort 7,0424 Yuan.

08:42 Uhr

Beiersdorf verdient mehr - Investitionen schmälern Marge

Beiersdorf
Beiersdorf 110,15

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im ersten Halbjahr vor allem dank florierender Geschäfte in Asien und Amerika zugelegt. Der Umsatz stieg nominal um 6,2 Prozent auf 3,837 Milliarden Euro, wie der Nivea-Hersteller mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereffekten kletterte auf 593 (Vorjahr: 585) Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) schrumpfte ohne Sondereffekte aufgrund des Investitionsprogramms auf 15,4 (16,2) Prozent. Der Vorstand bekräftigte gleichwohl seine Prognose für 2019.

Beim Umsatz geht der Konzern von einem Zuwachs zwischen drei und fünf Prozent aus nach einem Plus von 5,4 Prozent im Vorjahr. Auch das Gewinnwachstum soll mit einer Ebit-Umsatzrendite von etwa 14,5 Prozent etwas schwächer ausfallen als 2018. Der Vorstand hat ein Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, um die Geschäfte anzukurbeln.

08:36 Uhr

Air China setzt Flüge nach Hawaii aus

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(Foto: REUTERS)

Angesichts schwacher Nachfrage wegen des Handelskriegs mit den USA will die Fluggesellschaft Air China die Flüge auf der Route Peking-Hawaii ab dem 27. August aussetzen. Passagiere, die für die Zeit danach bereits gebucht hätten, würden eine Erstattung erhalten, kündigte das Unternehmen an. Hawaiian Airlines hatte die Direktverbindung bereits vor einem Jahr eingestellt und dies mit nicht erfüllten Wachstumserwartungen begründet. Air China bedient die Route Honolulu-Peking derzeit drei Mal in der Woche.

Die Regierung in Peking hatte im Juni einen Reisehinweis herausgegeben, in dem sie chinesische Touristen vor den Risiken einer Reise in die USA warnt. Als Gründe nannte die Regierung die Gewaltkriminalität mit Schusswaffen, Raubstraftaten und Diebstähle.

08:23 Uhr

Ölpreise sind wieder im Aufwind

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 58,94

Die Ölpreise haben sich etwas von ihrem deutlichen Rückgang zum Wochenstart erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,44 US-Dollar. Das waren 63 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 56 Cent auf 55,25 Dollar.

Zur allgemeinen Beruhigung der Lage trug bei, dass China seine Währung Yuan etwas stützte. Am Montag hatte ein starker Kursrückgang des Yuan für eine zusätzliche Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China gesorgt. Die USA bezichtigten China daraufhin der Währungsmanipulation. Am Rohölmarkt hatte die Furcht von konjunkturellen Auswirkungen des Streits gestern für deutliche Preisrückgänge gesorgt.

08:20 Uhr

Euro kann Gewinne nicht halten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro notiert im frühen Handel an der Marke von 1,12 US-Dollar. In der Nacht zu Dienstag kostete die Gemeinschaftswährung zeitweise einen halben Cent mehr, die Gewinne konnten aber nicht gehalten werden. Der chinesische Yuan stabilisierte sich, was für allgemeine Marktberuhigung sorgte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1182 Dollar festgesetzt. Zur allgemeinen Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten legte die chinesische Zentralbank den Mittelkurs des Yuan am Dienstag etwas höher fest. Zudem kündigte sie an, dem Yuan-Markt durch Wertpapierverkäufe Liquidität zu entziehen. Dies dürfte die chinesische Währung ebenfalls stützen. Am Montag hatte der Yuan im Vergleich zum US-Dollar stark abgewertet. Dies wurde als zusätzliche Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China gewertet und hatte die USA dazu veranlasst, China offiziell als Währungsmanipulator zu brandmarken.

US-Dollar / Yuan
US-Dollar / Yuan ,14

 

08:06 Uhr

Handelsstreit: Dax-Anleger üben sich in Gelassenheit

Dax
Dax 11.611,51

Nach den jüngsten Kursverlusten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 1,8 Prozent schwächer bei 11.658 Zählern aus dem Handel gegangen.

Für Gesprächsstoff dürfte weiter der Handelsstreit zwischen den USA und China sorgen: Die jüngsten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump und der Kursrückgang der chinesischen Landeswährung Yuan waren Auslöser der jüngsten Verkäufe am Aktienmarkt. Vor dem Hintergrund der nahenden US-Präsidentschaftswahl 2020 sei eine erneute Eskalation des Handelskonflikts keine allzu große Überraschung, schrieben die Experten der DZ Bank. "Nur umfangreiche substanzielle Zugeständnisse von chinesischer Seite würden die Unterzeichnung eines Abkommens rechtfertigen." Das Thema werde daher wohl noch länger auf der Tagesordnung stehen. Daneben öffnen wieder eine Reihe von Unternehmen ihre Bücher, darunter die Deutsche Post und Beiersdorf.

07:48 Uhr

Pakete und Briefporto verschaffen Post Optimismus

Deutsche Post
Deutsche Post 28,89

Der boomende Paket-Markt und ein florierendes Geschäft mit Express-Sendungen haben der Deutschen Post im zweiten Quartal Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn beschert. Unter anderem die Porto-Erhöhung in Deutschland nährt die Hoffnung auf Zuwächse im zweiten Halbjahr. Der Bonner Konzern polierte seine Jahresprognose deshalb leicht auf. Die Post steigerte von April bis Juni den Umsatz um drei Prozent auf 15,5 Milliarden Euro, der operative Ertrag (Ebit) kletterte um 2,9 Prozent auf 769 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte.

Post-Chef Frank Appel will 2019 den operativen Gewinn nun auf vier bis 4,3 (zuvor: 3,9 bis 4,3) Milliarden Euro steigern. Rückenwind dürfte der Post - trotz gestiegener Unzufriedenheit der Kunden - dabei im zweiten Halbjahr auch die Erhöhung des Briefportos in Deutschland geben. Das Massenprodukt Standardbrief etwa kostet seit dem 1. Juli 80 Cent nach zuvor 70 Cent.

07:18 Uhr

Frühere Fed-Chefs fordern Wahrung der Unabhängigkeit

Angesichts der mehrfachen Zinssenkungsforderungen von US-Präsident Donald Trump haben vier ehemalige amerikanische Notenbankchefs in einer gemeinsamen Erklärung die Wahrung der Unabhängigkeit der Federal Reserve angemahnt. Die Fed und ihr Vorsitzender müssten unabhängig und im besten Interesse der Wirtschaft handeln dürfen, frei von kurzfristigem politischem Druck und insbesondere ohne die Gefahr einer Absetzung oder Degradierung von Führungskräften aus politischen Gründen, schrieben die vier noch lebenden Ex-Fed-Vorsitzenden Paul Volcker, Alan Greenspan, Ben Bernanke und Janet Yellen in einem Gastbeitrag im "Wall Street Journal". "Es ist wichtig, die Fähigkeit der Federal Reserve zu erhalten, Entscheidungen im besten Interesse der Nation zu treffen, nicht auf Basis der Interessen einer kleinen Gruppe von Politikern."

Die vier ehemaligen Fed-Chefs reagieren damit auf den ungewöhnlichen Druck, den Trump seit Monaten auf die Notenbank und ihren von ihm selbst nominierten Vorsitzenden Jerome Powell ausübt. In oft ruppigem Ton kritisierte er die Währungshüter etwa als "ahnungslos" und drohte Powell damit, ihn bei Bedarf degradieren zu können. Er verlangt Zinssenkungen, um die Konjunktur zu befeuern.

 

06:39 Uhr

Eskalation im Handelsstreit drückt Fernost-Börsen ins Minus

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Die Verschärfung im Handelsstreit zwischen den USA und China belastet die Börsen in Asien und sorgt für kräftige Kursverluste. Die USA stuften China offiziell als ein Land ein, dass seine Währung zugunsten unlauterer Vorteile im Welthandel manipuliert, nachdem die Führung in Peking es am Montag zugelassen hatte, dass der Yuan auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren fällt - offenbar als Reaktion auf neue Strafzölle, die US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Damit sind weitere US-Strafmaßnahmen möglich. "Angesichts der fragilen Lage am Markt wird dies wahrscheinlich als Eskalation des Handelskriegs gesehen und den Ausverkauf verschärfen", erklärte Devisenexperte Steve Englander von der Bank Standard Chartered.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei bis zum Mittag rund zwei Prozent auf 2.299 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte fast drei Prozent ein. Der Index der wichtigsten Unternehmen an den chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen und der Markt in Shanghai lagen mehr als zwei Prozent tiefer. Am Devisenmarkt in Fernost blieben der Yuan und auch der Dollar unter Druck. Der Euro legte 0,2 Prozent zu auf 1,1225 Dollar. Zur japanischen Währung gab der Dollar 0,2 Prozent nach auf 106,16 Yen.