Donnerstag, 15. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper und Thomas Badtke
17:42 Uhr

Dax in "stabiler Seitenlage" - aber mit Blick nach oben

So langsam arbeitet sich der Dax wieder in Richtung 15.300er Marke und Allzeithoch: Aus dem Donnerstagsgeschäft verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent und 15.255 Punkten. Damit liegt er wieder in Schlagdistanz zum Rekordstand von 15.312 Zählern. Aber das Kursplus täuscht, der Handel fällt erneut ruhig aus, die Spanne beträgt nicht einmal 50 Punkte. Auch eine sich nach wie vor auf Rekordjagd befindende Wall Street kann dem Dax bislang keinen weiteren Schub geben.

ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf spricht vom "Dax in stabiler Seitenlage". "Während die US-Berichtssaison Fahrt aufnimmt, müssen sich die Anleger hierzulande noch etwas geduldigen. Man wartet auf die Schwergewichte", erläutert Marggraf. "Dann könnte die endgültige Richtung bestimmt werden. Der Optimismus ist weiterhin vorhanden."

Bei den Einzelwerten zeigen sich die Immobilienwerte im Dax nach dem Aus für den Berliner Mietendeckel durch das Bundesverfassungsgericht auf der Gewinnerseite: Während Vonovia zeitweise im Minus liegt, am Ende aber leicht fester schließt, ziehen Deutsche Wohnen mehr als drei Prozent an. Dahinter folgen SAP und Delivery Hero mit jeweils knapp zwei Prozent. Auf der Verliererseite finden sich dagegen Siemens an der Spitze – mit Abgaben von rund zwei Prozent.

Dax
Dax 15.363,84

Siemens
Siemens 142,24
Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,69

 

17:10 Uhr

Bericht über Hedgefonds-Anteil treibt Glaxo-Kurs an

In London schnellen Aktien von Glaxosmithkline zeitweise um mehr als sechs Prozent nach oben. Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Hedgefonds Elliott einen Anteil im Wert von mehreren Milliarden Pfund an dem Arzneimittel-Hersteller aufgebaut haben. Ein Konzernsprecher war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

GlaxoSmithKline
GlaxoSmithKline 16,06

16:52 Uhr

Bank of America und Citi zerschmettern Prognosen: Anleger aber vorsichtig

Auch Citigroup und Bank of America (BoA) haben die Erwartungen an ihre Quartalszahlen deutlich übertroffen. Wie am Vortag bei JP Morgan, Goldman Sachs und anderen treibt vor allem die Kombination aus etwas besserem operativen Geschäft und einer Auflösung der enormen Risikovorsorge die Gewinnentwicklung. Die Schätzungen der Analysten seien dadurch "zertrümmert" worden, meint ein Händler: "Wir liegen hier über den Daumen gepeilt überall ein Drittel oder mehr über den Gewinnprognosen". Während Citi-Aktien an der Nyse sich kaum verändert präsentieren, verlieren Bank of America sogar rund 3,5 Prozent.

Bank of America
Bank of America 34,56
Citigroup
Citigroup 62,95

 

16:19 Uhr

Dow und S&P-500 markieren Allzeithochs

Die Wall Street eröffnet am Donnerstag mit neuen Rekordständen. Händler verweisen auf durch die Bank besser als prognostiziert ausgefallene Konjunkturdaten in den USA. Der Dow-Jones-Index klettert 0,7 Prozent auf 33.956 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen 0,7 und 1,1 Prozent. Dow und S&P-500 markieren Allzeithochs. Der Einzelhandelsumsatz im März, die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sowie die Geschäftsaktivitäten in den Großräumen Philadelphia und New York im April zeigen eine klare Erholung der US-Konjunktur an. Einzig die Industrieproduktion im März entwickelte sich schwächer als erhofft - gleichwohl legt auch sie zu. Wichtiger sei der aktuelle Sprung des Einzelhandelsumsatzes, meint ein Händler. Denn die Industrie arbeite Aufträge aus der Vergangenheit ab.

Überdies hatte US-Notenbankpräsident Jerome Powell schon am Mittwoch Beruhigungspillen verteilt. Eine Straffung der Geldpolitik mit anschließenden Zinserhöhungen wird noch eine ganze Weile auf sich warten lassen, machte der Fed-Chef klar. Damit können Anleger weiter die Konjunkturerholung spielen, ohne eine Straffung der Geldpolitik fürchten zu müssen. Der Aktienmarkt hat allerdings bereits sehr viel Positives eingepreist. Daher dürfe das gute Bild nun nicht getrübt werden, warnen Händler.

S&P 500
S&P 500 4.159,50

15:52 Uhr

Curevac-Produktionsausblick pusht Aktienkurs

Gute Geschäftszahlen zum vierten Quartal, aber vor allem ein zuversichtlicher Ausblick auf den kommenden Corona-Impfstoff lassen Curevac-Aktien rund sechs Prozent auf Kurse um 90 Euro anziehen. Die Produktionskapazitäten und der Vertrieb sollen kräftig hochgefahren werden. Bis zu 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff sollen bis Ende 2021 und bis zu einer Milliarde Dosen im Jahr 2022 hergestellt werden können. Der Curevac-Impfstoff ist vom mRNA-Typ und bisher nicht mit den Thrombose-Problemen anderer Hersteller aufgefallen. Curevac-Titel hatten bereits zur Wochenmitte deutliche Gewinne verbucht.

CureVac
CureVac 92,51

14:44 Uhr

Furcht vor US-Sanktionen belastet Rubel und Moskauer Aktienkurse

Die Furcht vor US-Sanktionen gegen Russland setzt den Rubel unter Druck. Der Dollar steigt im Gegenzug um 1,4 Prozent auf 76,69 Rubel. An den Aktienmärkten gibt der RTS-Index 2,5 Prozent nach. Auch russische Bonds fliegen aus den Depots - die Renditen der zehnjährigen Papiere ziehen auf 7,25 Prozent an. Die Vereinigten Staaten könnten bereits am Donnerstag Sanktionen gegen Russland verhängen, wie mit der Situation vertraute Personen sagten. Als Gründe wurden die mögliche Einmischung in die US-Wahlen und böswillige Cyber-Aktivitäten genannt.

14:18 Uhr

Türkische Lira gerät mit Zinsentscheid unter Druck

Die türkische Lira gerät am Donnerstagnachmittag mit der Zinsentscheidung der Notenbank schon wieder unter Druck. Der US-Dollar steigt bis auf das Tageshoch von 8,16 Lira von Wechselkursen um 8,048 vor dem Entscheid. Aktuell steigt der Greenback auf Tagessicht um 0,6 Prozent auf 8,1298 Lira. Die türkische Nationalbank hat ihre Geldpolitik unter dem neuen Gouverneur Sahap Kavcioglu unverändert gelassen. Der Leitzins bleibt bei 19 Prozent, wie sie am Mittag mitteilte. Analysten hatten diese Entscheidung mehrheitlich erwartet.

Im März war der Schlüsselsatz von 17 auf 19 Prozent erhöht worden. In der ersten geldpolitischen Entscheidung unter dem neuen Gouverneur Sahap Kavcioglu teilte die Zentralbank mit, der Leitzins werde "weiterhin auf einem Niveau oberhalb der Inflation festgelegt, um einen starken disinflationären Effekt aufrechtzuerhalten, bis starke Indikatoren auf einen dauerhaften Rückgang der Inflation und auf das mittelfristige Ziel von 5 Prozent hinweisen."

Anleger bleiben aber offensichtlich skeptisch, denn Kavcioglus Vorgänger Naci Agbal war im März von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan entlassen worden, nachdem der zuvor die Zinsen erhöht hatte.

13:31 Uhr

Aus für Mietendeckel: Deutsche Wohnen will Nachforderungen stellen

Auf Mieter der Deutsche Wohnen in Berlin kommen nach dem Aus für den Mietendeckel in der Hauptstadt Nachforderungen des Konzerns zu. Deutsche Wohnen begrüße die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die bundesweit einmalige Regelung in der Hauptstadt für nichtig erklärt hatte, teilt das Unternehmen mit, das rund 116.000 Wohnungen im Großraum Berlin besitzt. Der Immobilienkonzern hatte seine Gewinnprognose 2021 an ein Aus für den Berliner Mietendeckel geknüpft. Dieser war Anfang 2020 durch die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung eingeführt worden.

Für die Begleichung des Restbetrags der fälligen Miete biete die Deutsche Wohnen den vom Karlsruher Urteil betroffenen Mietern Möglichkeiten von Einmal- über Ratenzahlungen bis hin zu Stundungen an, teilte der Konzern weiter mit. Die Aktien des Konzerns gewinnen knapp drei Prozent.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,69

13:15 Uhr

Coinbase-Hype dauert an

Einen Tag nach dem furiosen Börsendebut von Coinbase scheint die Euphorie der Anleger ungebrochen. Die Aktien des größten Handelsplatzes für Kryptowährungen in den USA legen vorbörslich elf Prozent auf 364 Dollar zu. Damit wären sie an der Börse mehr wert als der Eigner der New Yorker Börse, ICE, und die Nasdaq zusammen. Die älteste und bekannteste Kryptowährung Bitcoin notierte zugleich leicht fester bei 62.533 Dollar.

 

12:49 Uhr

Wasserstoffhandel: RWE kooperiert mit H2U

Der Energiekonzern RWE und der australische Projektentwickler H2U wollen im Wasserstoffhandel zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen die beiden Firmen in Australien produzierten Wasserstoff nach Europa bringen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, teilt RWE mit. RWE-Aktien verbuchen leichte Gewinne von 0,3 Prozent.

RWE
RWE 31,84

12:35 Uhr

Wall Street dürfte freundlich starten

Die Wall Street zeigt sich optimistisch vor einer ereignisreichen Sitzung mit wichtigen Konjunkturdaten und Geschäftsberichten. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine freundliche Eröffnung am Kassamarkt schließen. In der laufenden Berichtsperiode melden sich unter anderem UnitedHealth, Bank of America, PepsiCo, Citigroup, Blackrock and Delta Air Lines zu Wort. Makroökonomisch stehen Daten zum Einzelhandelsumsatz, zum Arbeitsmarkt, zur Geschäftsaktivität im Großraum Philadelphia und New York sowie zur Industrieproduktion auf der Agenda. US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatte am Vortag bereits Beruhigungspillen verteilt. Denn die Straffung der Geldpolitik und anschließende Zinserhöhungen würden noch eine ganze Weile auf sich warten lassen, machte der Fed-Chef klar. Damit können Anleger weiter die Konjunkturerholung spielen, ohne eine Straffung der Geldpolitik befürchten zu müssen.

Gleichwohl hat der Aktienmarkt bereits sehr viel Positives eingepreist. Daher dürfe das positive Bild nicht getrübt werden, warnen Händler. "Wir wollen erleben, dass die Geschäftszahlen für 2021 - sogar die Zahlen für 2022 - weiterhin gut aussehen. Wir wollen sehen, wie die Ausblicke ausfallen. Für einen Großteil des Jahres 2020 hatten wir keine Unternehmensprognosen", sagt die leitende Marktstrategin Esty Dwek von Natixis Investment Solutions.

12:01 Uhr

Deliveroo-Bestellungen schnellen in die Höhe - Kurs fällt

Der britische Essenslieferant Deliveroo hat im ersten Quartal von den Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie profitiert. Die Bestellungen schnellten um 114 Prozent auf 71 Millionen, die Bruttoeinnahmen legte um 130 Prozent auf 1,65 Milliarden Pfund zu, wie Deliveroo mitteilt. Die Aktien geben aber nach, der Kurs fällt mehr als zwei Prozent.

Deliveroo
Deliveroo 2,68

11:02 Uhr

Medizintechnik gefragt: Drägerwerk-Kurs steigt deutlich

Drägerwerk-Aktien liegen knapp 3,5 Prozent im Plus. Der Medizintechnikkonzern hat im ersten Quartal seinen Umsatz gesteigert und einen operativen Gewinn in Höhe von 129 Millionen Euro ausgewiesen. Für das Gesamtjahr sei das Unternehmen zudem etwas zuversichtlicher als zuvor, sagt ein Händler.

Drägerwerk
Drägerwerk 74,90

10:32 Uhr

BVerfG-Entscheidung zu Mietendeckel: Vonovia will keine Nachzahlungen

Der Immobilienkonzern Vonovia will nach dem vom Bundesverfassungsgericht verfügten Aus für den Berliner Mietendeckel auf Mietnachzahlungen in der Hauptstadt verzichten. "Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist folgerichtig, auch war der Mietendeckel nicht geeignet, die Probleme auf dem Berliner Wohnungsmarkt zu lösen", sagt Vonovia-Chef Rolf Buch. "Wir haben uns (..) entschieden, keine Mieten nachzufordern, die uns jetzt aufgrund der Entscheidung rechtlich zustehen würden", kündigt er an. Den Mietern sollten "keine finanziellen Nachteile aufgrund getroffener politischer Entscheidungen entstehen".

Vonovia verzichte auf Mietnachforderungen in einer Höhe von rund zehn Millionen Euro. Das Karlsruher Gericht hatte zuvor entschieden, dass der seit Februar 2020 geltende Berliner Mietendeckel ab sofort nicht mehr gültig sei.

10:00 Uhr

Berliner Mietendeckel gekippt: Immobilienaktien gefragt

Die Aktien der deutschen Immobilienunternehmen legen zu: Vonovia gewinnen mehr als zwei Prozent, Deutsche Wohnen rund sieben Prozent. Hintergrund: Der Berliner Mietendeckel ist ab sofort nicht mehr gültig. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe war das Land nicht berechtigt, einen Sonderweg zu gehen. Da der Bund bereits 2015 die Mietpreisbremse beschlossen hatte, liege die Gesetzgebungsbefugnis ausschließlich bei ihm, heißt es in dem Beschluss. Damit hatte die Klage von 284 Bundestagsabgeordneten der Union und der FDP in Karlsruhe Erfolg. Auch zwei Berliner Zivilgerichte hatten Karlsruhe um Klärung gebeten.

Der Berliner Mietendeckel war bundesweit einmalig, das von der rot-rot-grünen Koalition verabschiedete Gesetz war zunächst bis 2025 befristet. Am 23. Februar 2020 wurden die bestehenden Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt eingefroren - und zwar auf dem Stand vom Juni 2019.

Vonovia SE
Vonovia SE 51,50
Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,69

 

09:32 Uhr

Infektionsschutzgesetz: Unternehmen bereiten Verfassungsklage vor

Eine Gruppe von Händlern und Gastronomen will gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Einführung einer bundesweiten Corona-Notbremse klagen. "Die Regierung zwingt uns, weitere juristische Schritte zu unternehmen, weil wir schlicht am Ende sind", sagt Alexander von Preen, Vorstandschef des Sporthandelsverbunds Intersport, dem "Handelsblatt". "Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir überlegen, die gesetzlichen Regelungen vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen", erklärt von Preen. Ziel sei eine Rücknahme des Lockdowns für den Handel oder eine Entschädigung für die erlittenen Verluste.

Beteiligt sind demnach an der Initiative neben Intersport mit seinen 1500 angeschlossenen Sportfachgeschäften auch Modehändler wie Engelhorn, L+T, Schuster und Tom Tailor, der Fahrradhändler Rose Bikes, aber auch Gastronomen wie L'Osteria. Hauptkritikpunkt der Unternehmen ist die ungleiche Behandlung verschiedener Branchen im Gesetz, die nach ihrer Einschätzung sachlich nicht gerechtfertigt ist. So dürfen etwa Buchläden oder Gartenmärkte bei höheren Inzidenzen weiter öffnen, Sportgeschäfte oder Fahrradhändler dagegen nicht. Kein Verständnis haben die Betriebe auch dafür, dass Lebensmittelgeschäfte öffnen dürfen, selbst wenn 40 Prozent ihres Sortiments aus Non-Food-Artikeln wie Bekleidung oder Haushaltswaren bestehen. Der Bundestag dürfte die Änderungen am Infektionsschutzgesetz Mittwoch kommender Woche verabschieden.

 

09:10 Uhr

Achter Konsolidierungstag in Folge: Dax-Anleger blicken nach Karlsruhe

Das Dax-Rekordhoch liegt mittlerweile über eine Woche zurück. Am Dienstag nach Ostern schraubte der deutsche Börsenleitindex sein Allzeithoch auf 15.312 Punkte. Seitdem befindet sich der Dax im Konsolidierungsmodus - der zwar sehr verhalten ausfällt, aber sich auch zum Start in den Donnerstagshandel fortsetzt. Der Leitindex gewinnt zum Auftakt 0,2 Prozent auf 15.240 Zähler. Zur Wochenmitte war er 0,2 Prozent schwächer mit 15.209 Punkten aus dem Handel gegangen.

"Ein großer Sprung ist das beileibe nicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite sei dünn, so Dofel. Sie verweist aber darauf, dass vor allem Immobilienwerte im Blick stehen, da das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des Berliner Mietendeckels entscheidet.

08:52 Uhr

Inflation im März: Vor allem für Energie müssen Verbraucher mehr bezahlen

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im März weiter beschleunigt. Die Inflationsrate lag bei 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit war die Teuerungsrate nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 den dritten Monat in Folge im Plus und erhöhte sich weiter. Im Februar waren noch 1,3 Prozent gemessen worden. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im März um 0,5 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte vorläufige Angaben.

Vor allem für Energie mussten Verbraucher im März 2021 mehr zahlen als ein Jahr zuvor (plus 4,8 Prozent). Deutlich teurer wurden insbesondere Heizöl (plus 19,4 Prozent) und Sprit (plus 12,7 Prozent). Hier schlug den Angaben zufolge auch die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe etwa auf Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas durch.

08:33 Uhr

Gewinn von Chip-Fertiger klettert um fast ein Fünftel

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC hat im ersten Quartal von der hohen Nachfrage nach leistungsstarken Halbleitern für den höheren Bedarf an Technik in Homeoffice-Zeiten profitiert. Der Gewinn kletterte um fast ein Fünftel auf 139,7 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 4,1 Milliarden Euro), wie TSMC mitteilte. Der Konzern stellt unter anderem auch Komponenten für das neue iPhone von Apple her. Der Gewinn fiel höher aus als von Analysten erwartet.

08:24 Uhr

Ölpreise geben am Morgen nur leicht nach

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,78

Die Ölpreise haben die starken Gewinne vom Vortag nahezu halten können. Nach einem Kurssprung im Zuge neuer Daten zu den Ölreserven in den USA gaben die Notierungen am Morgen nur leicht nach.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,54 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls leicht um zwölf Cent auf 63,03 Dollar. Am Mittwoch waren die Ölpreise stark gestiegen, als die US-Regierung für die Vorwoche einen mehr als doppelt so starken Rückgang der Lagerbestände an Rohöl wie von Analysten erwartet gemeldet hatte.

07:49 Uhr

Drägerwerk kommt an der Börse gut an

Drägerwerk
Drägerwerk 74,90

Positiv werden in einer ersten Reaktion an der Börse die Erstquartalszahlen von Drägerwerk aufgenommen. Die Ebit-Marge liege mit gut 16 Prozent deutlich über den für das Gesamtjahr erwarteten 5 bis 8 Prozent. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um über 28 Prozent zu. Dass die Sonderkonjunktur für das Unternehmen aber wie erwartet endet, ist am Auftragseingang abzulesen.

Von daher dürften die Kursausschläge nicht so stark ausfallen, nach unten dürfte allerdings die gegenüber den Wettbewerbern adäquate Bewertung von Drägerwerk stützen, heißt es. Bei Lang & Schwarz wurde die Aktie am späten Mittwoch nach der Zahlenvorlage 3 Prozent höher gesehen.

07:38 Uhr

Euro-Kurs nahezu auf gleichem Niveau wie am Vorabend

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Der Euro profitierte von einer Dollar-Schwäche. Unter anderem wurde die amerikanische Währung durch einen deutlichen Anstieg der Inflation in den USA belastet.

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Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Kurs des Euro hat sich vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus den USA nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1975 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1964 Dollar festgesetzt.

Der Euro konnte damit seine deutlichen Kursgewinne der vergangenen Handelstage halten. Zur Wochenmitte war die Gemeinschaftswährung zeitweise bis knapp unter 1,20 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Monat.

07:30 Uhr

Dax zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Dax
Dax 15.363,84

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Anleger erwartet eine Flut von Firmenbilanzen aus dem Ausland, darunter Citigroup, Bank of America sowie L'Oreal und Ferrari.

Auch der Konjunkturdaten-Kalender ist recht gut gefüllt. Besonders die US-Einzelhandelsumsätze für März könnten weitere Impulse für die Börsen liefern. Experten rechnen im Schnitt mit einem Plus von 5,9 Prozent. Verbraucher dürften einigen Volkswirten zufolge die im Rahmen der Corona-Hilfen ausgezahlten Direktzahlungen des Staates zum Teil umgehend ausgegeben haben. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

07:20 Uhr

Audi muss in China die Bänder anhalten

Ein Joint Venture zwischen der FAW Group und dem Volkswagen-Konzern muss einem Medienbericht zufolge die Audi-Produktion in China in diesem Monat wegen des weltweiten Chip-Mangels um 30 Prozent reduzieren. Der Produktionsstopp werde etwa zwei Wochen dauern und betreffe mehrere Modelle, darunter der A4L, A6L und Q5L, berichtet die chinesische Zeitung "Yicai Global" unter Berufung auf Audi-Händler. Die Chip-Krise zwingt seit vergangenem Jahr wiederholt internationale Autohersteller zu vorübergehenden Unterbrechungen der Produktion.

07:05 Uhr

In Tokio treten die Kurse auf der Stelle

An den Börsen in Ostasien und Australien überwiegen kleine Kursgewinne, in Schanghai und Hongkong geben die Indizes aber nach. Beobachter verweisen auf die negativen Vorgaben der Wall Street, wo nach den jüngsten Rekordhochs Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Für Technologiewerte werde der Börsengang von Coinbase als negatives Signal interpretiert. Die Aktie der derzeit größten Handelsplattform für Kryptowährungen zog an ihrem ersten Handelstag an der Nasdaq zwar zeitweise um über 70 Prozent an, doch schrumpfte das Plus bis zum Handelsende auf etwas über 30 Prozent.

Alibaba
Alibaba 173,40

In Tokio treten die Kurse mehr oder weniger auf der Stelle, hatten aber am Mittwoch gegen die positive regionale Tendenz nachgegeben. Der Nikkei liegt minimal höher bei 29.646 Punkten. Aktien des Energiesektors profitieren vom Anstieg der Ölpreise am Vortag. Inpex legen um rund 3 Prozent zu und Japan Petroleum Exploration um 3,7 Prozent. Im Technologiesektor fallen Lasertec um 1,9 Prozent und Advantest um 2,5 Prozent. Hier hielten sich Anleger in Erwartung der Geschäftszahlen des taiwanischen Chipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing zurück, die im späteren Tagesverlauf erwartet würden, heißt es von Marktteilnehmern.

An den chinesischen Börsen geht es deutlicher nach unten. In Schanghai sinkt der Composite-Index um 1,2 Prozent. Der Hang-Seng-Index verliert in Hongkong 1,0 Prozent. Gewinnmitnahmen drücken in Hongkong Alibaba um 2,1 Prozent. Die Aktie hatte an den vergangenen Tagen von der Erleichterung darüber profitiert, dass mit der am Wochenende vom chinesischen Regulierer verhängten Geldstrafe die kartellrechtliche Untersuchung beendet und somit sehr viel Unsicherheit beseitigt worden war.

06:30 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Der Dax zeigte sich gestern auf seinem hohen Niveau nach wie vor stabil. Der deutsche Leitindex beendete am Mittwoch den Handel mit einem Abschlag von 0,17 Prozent auf 15.209 Punkte.

Mitten in der dritten Corona-Welle legen führende Wirtschaftsforschungsinstitute heute um 10.00 Uhr ihre Frühjahrsprognose vor. Erwartet wird, dass sie ihre bisherige Vorhersage für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wegen des anhaltenden Lockdowns nach unten korrigieren. Im Oktober hatten die Institute damit gerechnet, dass die Wirtschaftsleistung 2021 nach einem Kriseneinbruch im Vorjahr wieder um 4,7 Prozent wachsen würde. Doch bereits die zweite Corona-Welle im Herbst hatte die Erwartungen gedämpft.

Der Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard ist in der entscheidenden Phase. Heute ist unter anderem als Zeuge der frühere Geheimdienstbeauftragte der Bundesregierung, Klaus-Dieter Fritsche, geladen. Er war für Wirecard als Lobbyist tätig. Ansonsten gibt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Inflationsrate für März 2021 bekannt und nachdem der Opel-Mutterkonzern PSA und Fiat Chrysler sich im Januar zusammengeschlossen haben, hält Stellantis eine Hauptversammlung ab.

In Ankara findet die erste Zentralbanksitzung unter dem neuen Vorsitzenden statt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den vorherigen Zentralbankchef Naci Agbal nach nur vier Monaten im Amt im März entlassen - die türkische Lira stürzte daraufhin ab. Neuer Zentralbankchef ist Sahap Kavcioglu, er ist die vierte Neubesetzung in zwei Jahren. Mit Spannung wird nun erwartet, ob Kavcioglu die Leitzinsen senkt, wie von Erdogan gefordert.

Außerdem werfen wir weiter ein Auge auf die US-Berichtssaison: Bank of America, Delta Airlines und Citigroup Inc legen heute unter anderem ihre Zahlen vor.

Welche Nachrichten den Dax gestern bewegt haben, können Sie hier nachlesen.

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