Mittwoch, 14. April 2021Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski und Juliane Kipper
18:03 Uhr

Dax auf hohem Niveau stabil

Dax
Dax 15.364,24

Der deutsche Aktienmarkt schließt minimal leichter. Weder das schleppende Impfen gegen den Coronavirus, noch Konjunkturdaten sowie überzeugende Zahlen von der noch jungen Berichtssaison, bringen den Dax aus der Ruhe. Am Ende betrug der Abschlag gerade einmal 0,2 Prozent auf 15.209 Punkte.

SAP gewinnen 1,1 und Covestro 0,7 Prozent. SAP überraschte mit einem deutlich stärker als erwartet ausgefallenen Anstieg der operativen Gewinnmarge positiv. Darüber hinaus wurde aber auch der Ausblick für 2021 angehoben. Das habe man nicht erwartet, so die Analysten von Berenberg. Covestro hat den Ausblick für das laufende Jahr angesichts eines besser als erwartet ausgefallenen Geschäftsverlaufs ebenfalls erhöht. Im ersten Quartal hat der Werkstoffhersteller das operative Ergebnis knapp verdreifacht und die eigenen Erwartungen erfüllt. Zum eher mageren Kursplus heißt es im Handel, viele Erholungsstorys seien bereits eingepreist, so im Bereich Auto oder auch Chemie.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,69

Käufe waren am Nachmittag bei deutschen Immobilienwerten zu beobachten gewesen, der Sektor-Index legte um 1 Prozent zu. Dabei waren vor allem die Unternehmen mit einem größeren Engagement bei Wohnungen in Berlin gesucht - bevor das Bundesverfassungsgericht am Donnerstagvormittag die Entscheidung zum Berliner Mietendeckel veröffentlicht. Im Dax stellt die Aktie der Deutsche Wohnen mit 2,9 Prozent den Gewinner.

17:35 Uhr

Stahlsektor erholt sich wieder

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 9,66

Die Analysten von Jefferies sind schon länger optimistisch für die Stahlwerte gestimmt - und die Kursziele nochmals, teils deutlich, nach oben geschraubt. Um nur zwei zu nennen:

  • Arcelormittal um 21 Prozent auf nun 34 Euro und Thyssenkrupp um 24 Prozent auf 16 Euro. Die Erholung im Stahlsektor setzt sich nach Einschätzung von Jefferies weiter fort. Das Ebitda im ersten Quartal sei bei einem Preis für Karbonstahl von 83 US-Dollar pro Tonne das höchste seit dem vierten Quartal 2018.
  • Die starke Nachfrage, die niedrigen Lagerbestände und der Mangel an wettbewerbsfähigen Importen unterstützten die Preise in Euro weiterhin.
  • Mit Vorlaufzeiten deutlich in das dritte Quartal 2021 hinein gebe es auf kurze Sicht keine Anzeichen für eine Marktabschwächung. Favorit sei Arcelormittal, die Aktie legt aktuell um 2,7 Prozent zu, genauso wie Thyssenkrupp.
17:06 Uhr

Chinas Klimaziele und Chancen für Anleger

Die Industrie in China läuft trotz der Corona-Pandemie schon wieder an. Demzufolge werden dort wieder viele Treibhausgase produziert. Die Volksrepublik ist für einen großen Teil der weltweiten Emissionen verantwortlich und hat sich das Ziel gesetzt, bis 2060 klimaneutral zu werden. Für dieses ambitionierte Ziel sollen immense Geldsummen investiert werden. Welche Chancen ergeben sich hierdurch für Anleger? Anne-Kathrin Cyrus spricht mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders über Investitionsmöglichkeiten und was dabei zu beachten ist.

16:34 Uhr

Dollar zeigt weiter Schwäche

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

Am Devisenmarkt neigt der US-Dollar zu leichter Schwäche. Zwar steige die Inflation, die schlimmsten Befürchtungen hätten sich vorerst aber nicht erfüllt, heißt es. Insofern gewinne das Festhalten der Fed an der lockeren Geldpolitik mehr Glaubwürdigkeit.

Erdöl wird indes teurer - auch dank der Dollarschwäche. Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht den globalen Energiemarkt auf dem Weg der Erholung. Trotz einer uneinheitlichen wirtschaftlichen Belebung je nach Impffortschritt hat sie ihre Erwartung für die globale Ölnachfrage 2021 angehoben. Zudem stützen gesunkene Ölvorräte in den USA die Preise, Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hatten geringere Lagerbestände offenbart. Im Tagesverlauf folgen nun die offiziellen Lagerbestandsdaten der Regierung.

16:09 Uhr

Banken liefern überzeugende Zahlen

Die Wall Street steht ganz im Zeichen wichtiger Geschäftszahlen im Bankensektor. Während der Gesamtmarkt weitgehend stagniert, zeigt sich dort deutlich mehr Bewegung. Mit JP Morgan, Goldman Sachs und Wells Fargo haben drei Finanzkonzerne die US-Berichtssaison zum ersten Quartal eröffnet. Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 33.783 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,1 Prozent zu, der Nasdaq-Composite liegt knapp im Plus.

Wells Fargo
Wells Fargo 38,52

Anleger hegen hohe Erwartungen an die Quartalsberichte und noch höhere an die Jahresausblicke. JP Morgan hat indes geliefert, den Gewinn verfünffacht und besser als erwartet abgeschnitten. Allerdings profitierte der Finanzkonzern nicht zuletzt von der Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle. Der Kurs sinkt um 1,2 Prozent - seit Jahresbeginn hat der Titel jedoch über 21 Prozent angezogen.

Auch Goldman Sachs (+1,3%) überzeugt. Die Investmentbank verbucht nach einer Versechsfachung einen Rekordgewinn, auch die verdoppelten Einnahmen sorgen für einen Rekord. Aktienhandel und Abschreibungen im Kreditgeschäft entwickelten sich besonders vorteilhaft.

Wells Fargo (-0,3%) lieferte zwar Erstquartalszahlen oberhalb der Marktprognosen. Dabei profitierte die Bank auch von aufgelösten Kreditrückstellungen.

15:26 Uhr

Anleger greifen bei Goldman Sachs zu

Der überraschend starke Gewinnanstieg von Goldman Sachs kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien legen vorbörslich 1,2 Prozent zu. Im Dax ziehen Deutsche Bank ebenfalls an und notieren 0,8 Prozent im Plus. Auch die größte US-Bank JP Morgan hat dank florierender Handelsgeschäfte einen Gewinnsprung verzeichnet. Die Titel lagen dennoch vorbörslich rund ein Prozent im Minus.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 303,20

Goldman Sachs konnte den Gewinn im ersten Quartal knapp versechsfacht und die Einnahmen verdoppelt. Die Markterwartungen hat die US-Großbank damit deutlich übertroffen. Im vorbörslichen US-Handel legt die Aktie zu.Der Nettogewinn kletterte laut Mitteilung auf 6,84 Milliarden Dollar von 1,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie betrug 18,60 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens nur mit 10,22 Dollar je Anteil gerechnet.

Die Einnahmen legten den weiteren Angaben zufolge auf 17,70 Milliarden von 8,74 Milliarden Dollar zu, während Analysten nur 12,56 Milliarden prognostiziert hatten. Allein im Investmentbanking stiegen die Erträge um 73 Prozent.

14:54 Uhr

VW-Betriebsratschef steht Teilbörsengang von Porsche nicht im Weg

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat nichts gegen einen Teilbörsengang der VW-Tochter Porsche. "Wenn der Preis stimmt, wäre es sicher eine Überlegung wert, Porsche an die Börse zu bringen. Als Teilbörsengang wohlgemerkt, mit einem Minderheitenanteil", sagte Osterloh der Wochenzeitung "Die Zeit".

Wenn mit dem Geld ein anderes Unternehmen ohne Kreditfinanzierung gekauft werden könne, ergebe das einen Sinn. Porsche-Finanzchef Lutz Meschke hatte sich im März für einen Börsengang der Sportwagenschmiede ausgesprochen. VW-Konzernchef Herbert Diess signalisierte Ablehnung.

14:16 Uhr

Größte US-Bank verfünffacht Nettogewinn mitten in Pandemie

JP Morgan
JP Morgan 134,44

Die Großbank JP Morgan hat zum Jahresauftakt einen Gewinnsprung hingelegt und dabei besser abgeschnitten als erwartet. Wie die JP Morgan Chase & Co. mitteilte, verdiente sie von Januar bis März mit 14,3 Milliarden US-Dollar fünfmal mehr als im ersten Quartal des Vorjahres mit damals 2,87 Milliarden Dollar. Je Aktie belief sich der Nettogewinn auf 4,50 Dollar nach 78 Cent vor einem Jahr.

Dabei profitierte die US-Bank nicht zuletzt von der Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 5,2 Milliarden Dollar. Bereinigt um diese und andere Sonderfaktoren lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 3,31 Dollar und damit über dem Factset-Konsens von 3,09 Dollar je Aktie. Die Einnahmen kletterten um 14 Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar und übertrafen damit ebenfalls die Konsensschätzung, die auf 30,5 Milliarden Dollar gelautet hatte. Auch die Erholung der US-Wirtschaft spielte der größten Bank des Landes in die Karten.

13:41 Uhr

Uber liebäugelt mit Cannabis-Lieferungen

New York ist der jüngste Staat, der den Freizeitkonsum von Marihuana legalisiert hat, nachdem Gouverneur Andrew Cuomo am 31. März ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet hat. Das Gesetz erlaubt auch die Lieferung von Marihuana-Produkten. Derzeit sind Cannabis-Lieferdienste ohne Einschränkungen bereits in Kalifornien, Nevada und Oregon für Personen, die 21 Jahre oder älter sind, verfügbar.

Das könnte sich auch schon bald Uber zu Nutzen machen. Uber könnte mit der Auslieferung von Cannabis beginnen, sobald die Bundesgesetzgebung es dem Unternehmen erlaubt, dies zu tun, sagte CEO Dara Khosrowshahi gegenüber dem US-Sender CNBC. "Wenn der Weg für Cannabis frei ist, wenn Bundesgesetze ins Spiel kommen, werden wir es auf jeden Fall in Betracht ziehen", sagte Khosrowshahi.

Uber
Uber 38,83

Das Unternehmen sagte, dass es sich aber vorerst auf seine aktuellen Lieferoptionen wie Lebensmittel und Alkohol konzentrieren werde. "Wir sehen so viele Möglichkeiten da draußen, und wir werden uns auf die vorhandenen Möglichkeiten konzentrieren", sagte Khosrowshahi.

Uber-Aktien sprangen am Montag um mehr als zwei Prozent, nachdem das Unternehmen einen Rekord bei den Bruttobuchungen für den Monat März verzeichnete.

12:34 Uhr

Grünes Licht für Thalia: Lehmanns-Übernahme steht nichts mehr im Weg

Das Buchhandelsunternehmen Thalia darf den Fachinformationshändler Lehmanns übernehmen. "Im Laufe des Verfahrens haben verschiedene Marktteilnehmer betont, dass für Fachinformationshändler eine gewisse Unternehmensgröße erforderlich ist, um dauerhaft am Markt bestehen und diesen stabilisieren zu können", sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Die Übernahme könne bereits im Vorprüfverfahren genehmigt werden. Thalia betreibt in Deutschland mehr als 380 Filialen, Lehmanns 15 Fachbuchhandlungen.

11:52 Uhr

Easyjet rüstet sich für Lockdown-Ende

Easyjet
Easyjet 11,70

Der britische Billigflieger Easyjet rechnet Ende Mai mit einer Belebung des in der Corona-Krise derzeit noch extrem schwachen Geschäfts. Die meisten Länder in Europa planten für nächsten Monat die Wiederaufnahme des Flugbetriebs in großem Umfang, erklärte Konzernchef Johan Lundgren bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März. Easyjet sei bereit, bei mehr Nachfrage den Betrieb hochzufahren und mehr Ziele anzubieten.

Im bis Ende Juni laufenden Quartal werde die Kapazität aber nur bei bis zu 20 Prozent von 2019 liegen. Im gesamten ersten Geschäftshalbjahr von Oktober bis März erreichten die Passagierzahlen nur 14 Prozent des Vorkrisenniveaus. Der Vorsteuerverlust dürfte sich für die ersten sechs Monate laut Easyjet auf 690 bis 730 Millionen Pfund belaufen (rund 796 bis 842 Millionen Euro). An der Börse notierte die Easyjet-Aktie im frühen Handel drei Prozent im Plus.

11:25 Uhr

Immobilienfirma Aroundtown peilt Übernahme von Rivalen an

Der Immobilienkonzern Aroundtown peilt eine milliardenschwere Übernahme des in London notierten Rivalen Globalworth an. Zusammen mit der CPI Property Group hält Aroundtown bereits gut 51 Prozent an Globalworth. Um sich die Firma ganz einzuverleiben, schließen sich Aroundtown und CPI nun zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen, wie die beiden in Luxemburg ansässigen und in Frankfurt gelisteten Unternehmen mitteilten.

Sie bieten den übrigen Globalworth-Aktionären sieben Euro je Anteilsschein in bar, ein Aufschlag von rund 20 Prozent auf den Globalworth-Schlusskurs vom Dienstag. Damit wird das Geschäft mit rund 1,57 Milliarden Euro bewertetet. Doch das auf der Kanalinsel Guernsey registrierte Unternehmen Globalworth zeigte sich in einer ersten Reaktion zurückhaltend. Vor der Ankündigung der beiden Interessenten seien bei Globalworth kein Angebot oder Einzelheiten zu möglichen Bedingungen eingegangen, teilte der Konzern mit. Ein unabhängiger Ausschuss werde die Offerte nun prüfen. D

10:42 Uhr

Bitcoin erklimmt neues Rekordhoch

Der Bitcoin verzeichnet auch heute wieder neue Rekorde. In der Spitze kostete er 64.902 Dollar und überstieg damit das Rekordhoch vom Vortag um rund 1.200 Dollar. Aktuell geht er mit 64.302 Dollar um, das sind 2 Prozent mehr als am Dienstagabend mit 63.152. Wie bereits an den Vortagen sehen Beobachter die ungebrochene Nachfrage im Zusammenhang mit dem Börsengang von Coinbase, einem Anbieter von Handelsplattformen für Kunstwährungen.

Er dürfte den Kryptowährungen insgesamt weiter zu mehr Glaubwürdigkeit und damit Zulauf verhelfen, so die Spekulation. In der jüngeren Vergangenheit hatten Unternehmen wie Paypal und Tesla mit der Akzeptanz des Bitcoin als Zahlungsmittel bereits für einen kräftigen Schub gesorgt. Auch der Kurs der Kryptowährung Ethereum ist weiter auf Rekordfahrt. Das neue Rekordhoch liegt hier bei 2.403 Dollar, das sind 3,5 Prozent mehr als am Vortag zum Handelsende.

10:03 Uhr

Toshiba-Chef wirft hin

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Der zurückgetretene Kurumatani war zuvor selbst für den Bieter CVC tätig und für den Asien-Pazifikraum zuständig.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Eine Woche nach Bekanntwerden eines Übernahmeangebots für den japanischen Technologiekonzern Toshiba durch einen Finanzinvestor aus Europa ist Konzernchef Nobuaki Kurumatani überraschend zurückgetreten. Zu den Gründen machte das Unternehmen am Mittwoch keine Angaben. In einer Mitteilung hieß es lediglich, der Vorstand habe den mit sofortiger Wirkung geltenden Rücktritt akzeptiert.

Medienberichten zufolge ist es im Management zu einem Streit über die Übernahmeofferte des europäischen Finanzinvestors CVC Capital Partners gekommen. Dieser soll umgerechnet 21 Milliarden Dollar (17,7 Mrd Euro) für Toshiba geboten haben, wie vergangene Woche bekannt geworden war. Unter Mitgliedern des Vorstands, aber auch unter Aktionären, werde die Offerte als zu niedrig angesehen, hieß es. Sie hofften auf ein höheres Angebot von anderen Investoren.

09:45 Uhr

Überraschend guter Jahresstart stimmt SAP zuversichtlich

SAP
SAP 113,16

Größter Dax-Gewinner sind mit einem Plus von rund drei Prozent die Aktien von SAP. Ein überraschend guter Jahresstart stimmt den Softwareriesen zuversichtlich. Nach einer Prognoseanhebung bei Covestro ging es für die Papiere 2,3 Prozent aufwärts. Der angepeilte operative Gewinn des Kunststoffherstellers liege über den Erwartungen, erklärte die Investmentbank Jefferies. Anleger schauten zudem auf den Börsengang der Krypto-Plattform Coinbase an der Nasdaq. Experten sehen die Emission als einen Meilenstein für den gesamten Markt des Digitalgelds.

09:26 Uhr

Dax tastet sich weiter voran

Dax
Dax 15.364,24

Der Dax tastet sich zur Wochenmitte weiter voran. Der deutsche Leitindex notiert 0,1 Prozent höher bei 15.252 Punkten und damit nicht weit von seinem kürzlich markierten Rekordhoch entfernt. Im Fokus der Anleger stand der Start der US-Bilanzsaison mit den drei großen Banken Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo. "Die Erwartungen sind wie die Aktienkurse im Vorfeld sehr hoch, was sehr viel Potenzial für Enttäuschungen bietet", sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst vom Handelshaus Axi.

09:24 Uhr

Kartellwächter nicken Fusion von 02 und Virgin Media ab

Die britischen Kartellwächter haben die geplante Fusion zwischen dem Breitbandanbieter von Virgin Media und dem britischen Mobilfunknetz O2 von Telefonica vorläufig genehmigt. Eine gründliche Analyse während der Phase-2-Untersuchung habe gezeigt, "dass der Deal wahrscheinlich nicht zu höheren Preisen oder einer verminderten Qualität mobiler Dienste führen wird," hieß es zur Begründung. Der Eigentümer von Virgin Media, Liberty Global, und Telefonica hatten im Mai 2020 vereinbart, die britischen Unternehmen zusammenzulegen, um gegen Branchenführer BT Group zu bestehen. null

08:53 Uhr

Kryptobörsen-Börsengang treibt Bitcoin auf neuen Rekord

Die Rekordjagd bei Bitcoin hält an. Die weltweit bekannteste und größte Cyberdevise verteuert sich um bis zu 2,7 Prozent auf eine neue Bestmarke von 64.899 Dollar.

Anlass für die erneute Euphorie ist ein Börsengang einer Börse: Die Anleger schauen auf das IPO der Krypto-Plattform Coinbase an der Nasdaq. Experten sehen die Emission als einen Meilenstein für den gesamten Markt des Digitalgelds.

08:23 Uhr

Umsatz von Luxus-Konzern explodiert in Asien

Als "ausgezeichnet" werden die Umsatzzahlen von Luxusgüterkonzern LVMH im Handel gelobt. Nach den exzellenten Wachstumszahlen der chinesischen Handelsbilanz und der überraschend starken Binnennachfrage habe man bereits darauf gesetzt, dass vor allem die Luxusgüter noch stärker nachgefragt werden. Dass sich das aber gleich mit einem organischen Wachstum von 52 Prozent im Bereich Fashion & Leather niederschlage, habe man nicht erwartet. Laut den Analysten von Bernstein lag der Konsens hier bei rund 30 Prozent.

Händler betonen, dass LVMH mit einem Börsenwert von 300 Milliarden Euro nun das teuerste Unternehmen der Eurozone sei, ein Kursanstieg hier werde also auch die Indizes mit nach oben nehmen. Die Analysten von Citi betonen, dass es auch bei Cognac und Parfüm besser gelaufen sei. Dies könne zu erhöhten Gewinnschätzungen führen und auch die Branchenwerte Richemont und Kering nach oben ziehen.

08:13 Uhr

Inflationsdaten schwächen Dollar - Euro mit Kurs auf 1,20

Der Euro ist am Morgen weiter gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1963 Dollar gehandelt und damit höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag deutlich tiefer auf 1,1896 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22

Der Euro profitierte damit weiter von Kursverlusten des US-Dollar, die am Dienstag nach der Veröffentlichung von Daten zur Preisentwicklung in den USA eingesetzt hatten. Im März war die amerikanische Inflationsrate deutlich gestiegen, von 1,7 Prozent im Vormonat auf 2,6 Prozent. Das Inflationsziel der US-Notenbank Fed von zwei Prozent wurde damit erstmals seit Februar 2020 überschritten. Die Fed bleibt im Fokus. Am Abend wird ihr Konjunkturbericht erwartet. Im Tagesverlauf wird mit einem eher impulsarmen Handel gerechnet. Es stehen vergleichsweise wenige wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten.

08:13 Uhr

Covestro und SAP machen Dax munter

Mit einem leicht positiven Handelstag rechnen Händler am Mittwoch. Kurz vor Beginn der Berichtssaison gebe es aber keine Gründe, sich spekulativ aus dem Fenster zu lehnen. Stattdessen dürften Fondsmanager warten, bis es genügend neue Ausblicke für das Gesamtjahr und die Zeit nach Corona auf Unternehmensebene gebe.

Mit Covestro und SAP haben am Vorabend zwei Dax-Unternehmen bereits positiv überrascht. Beide Aktien ziehen vorbörslich stark an. Gut lesen sich auch neueste Zahlen von LVMH. Der Dax wird um 15.300 Zähler erwartet.

Etwas auf die Stimmung schlägt der erneute Halt eines Impfstoffes, diesmal von Johnson & Johnson. "Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit auf dem Weg zur Herdenimmunität weiter abnimmt und es länger bis zur Wiedereröffnung der Wirtschaft dauert", sagt Sebastien Galy, Makro-Stratege von Nordea Asset Management.

Als Kurstreiber wird der Start der US-Berichtssaison erwartet. Am Mittag beginnt sie mit der Zahlenvorlage von JP Morgan, Goldman Sachs und Wells Fargo. Marktteilnehmer stellen sich auf positive Überraschungen ein. "Nachdem sich die Banken zunächst gegen ein Covid-Desaster gewappnet hatten, dürften jetzt die Gewinne über aufgelöste Rückstellungen steigen", vermutet ein Händler. Dies könnte zu sehr starken, positiven Gewinnüberraschungen führen.

08:08 Uhr

Sinkende US-Reserven lassen Ölpreis steigen

Die Ölpreise steigen nun den dritten Tag in Folge. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung der Reserven in den USA, die den Preisen weiter Auftrieb verliehen habe. Der Anstieg der Ölpreise fiel im frühen Handel aber geringer aus als am Vortag.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,78

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,13 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 45 Cent auf 60,63 Dollar.

Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 3,61 Millionen Barrel verzeichnete. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine steigende Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Im weiteren Tagesverlauf bleibt der Fokus auf den amerikanischen Reserven. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerbeständen erwartet, die für neue Impulse sorgen könnten.

07:28 Uhr

SAP legt perfekten Start ins Jahr hin

Der Softwareriese SAP gibt sich nach einem überraschend guten Jahresstart zuversichtlicher. "Wir verzeichnen ein sehr starkes Wachstum bei allen unseren Anwendungen und stehen dabei erst am Anfang", teilte Firmenchef Christian Klein mit.

Angesichts des Umsatzzuwachses von währungsbereinigt zwei Prozent auf 6,35 Milliarden Euro im ersten Quartal hob das Unternehmen nun den Ausblick für das Gesamtjahr leicht an. Auch Finanzchef Luka Mucic war voll des Lobes für den Auftakt: "Wir hatten beim Auftragseingang für das Cloudgeschäft und die Softwarelizenzen das höchste Wachstum seit fünf Jahren und verzeichneten beim Betriebsergebnis (Non-IFRS) und bei der operativen Marge (Non-IFRS) den stärksten Anstieg seit zehn Jahren."

Zwar belastet die Corona-Krise - vor allem die weltweiten Reisebeschränkungen - weiterhin das Geschäft des Unternehmenssoftwareanbieters, doch profitiert SAP zunehmend vom Trend zur Digitalisierung.

07:24 Uhr

US-Rekordjagd zieht Asien-Börsen mit

Überwiegend mit positiven Vorzeichen zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien zur Wochenmitte. Aus den USA kommen positive Vorgaben. Dort erreichte der S&P-500 gestern ein neues Rekordhoch. Die Verbraucherpreise in den USA waren im März nur einen Tick stärker als gedacht gestiegen, was nach dem überraschend deutlichen Anstieg der in der vergangenen Woche veröffentlichten Erzeugerpreise die Inflationsängste nicht mehr anheizte. Die Anleiherenditen gaben darauf deutlicher nach und zogen auch den Dollar mit nach unten.

Nikkei
Nikkei 27.824,83

Der im Gegenzug leicht festere Yen bremst die Tokioter Börse, wo der Nikkei-225-Index gegen die regionale Tendenz um 0,5 Prozent auf 29.615 Punkte nachgibt.

In Schanghai geht es mit den Kursen im Schnitt um 0,2 Prozent aufwärts. In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 1,2 Prozent. Gesucht sind Technologiewerte, die wie ihre Pendants am Vortag in den USA von den gesunkenen US-Anleiherenditen profitieren. Der Technologiesektor gilt wegen seines hohen Fremdkapitalanteils als besonders anfällig für steigende Zinsen.

06:30 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der bisher eher verhaltene Verlauf der Handelswoche könnte nun ein Ende haben: Zur Wochenmitte richten sich die Augen der Anleger auch hierzulande einerseits auf den mit Spannung erwarteten Börsengang der Krypto-Börse Coinbase, die auf einen Schlag wertvoller als die New York Stock Exchange werden kann. Andererseits startet die US-Berichtssaison und wartet direkt mit einem Einblick in die Bücher mehrerer US-Großbanken auf wie JP Morgan, Goldman Sachs und Wells Fargo.

Kursimpulse sind aber auch dringen nötig, denn in den vergangenen Handelstagen hat sich der Dax kaum von der Stelle bewegt: Geringen Verlusten auf der einen Seite stehen ebenso magere Gewinne auf der anderen gegenüber. "Allerdings hat der Dax sechs Gewinnwochen in Folge hinter sich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff.

Von der Konjunkturseite sind Impulse wiederum rar gesät: Daten zur Industrieproduktion aus der EU stehen hier etwa auf der Tagesordnung. Interessanter dürften dagegen ein für den Nachmittag angekündigtes Interview mit EZB-Chefin Christine Lagarde und eine für den Abend angekündigte Rede von Fed-Chef Jerome Powell sein. Davor stellen JP Morgan (12.55 Uhr), Goldman Sachs (13.25 Uhr) und Wells Fargo (13.50 Uhr) ihre Zahlen vor.

Was den Handel am Dienstag bewegt hat, lesen Sie hier.

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