Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 25. Februar 2018
  • Unternehmen

    GroKo empört Immobilienbranche mit Steuerplan

    Die Immobilienbranche kritisiert Pläne einer möglichen neuen großen Koalition, Steuersparmöglichkeiten für Investoren einzuschränken. "Die Grunderwerbsteuer in Deutschland ist viel zu hoch und ein echtes Hindernis bei der Schaffung von Wohn- und Gewerberaum", sagte Hans Volkert Volckens, der beim Branchenverband Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) federführend für Steuerthemen zuständig ist. Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, "missbräuchliche Steuergestaltungen bei der Grunderwerbsteuer mittels Share Deals zu beenden". Bei so genannten Share Deals werden Grundstücke oder Immobilien nicht unmittelbar verkauft, stattdessen erwerben die Geschäftspartner Teil einer Gesellschaft. Wenn der Mehrheitseigner weniger als 95 Prozent hält, lässt sich die Grunderwerbsteuer einsparen. "Mit Share Deals können Investoren zumindest in beschränktem Umfang investitionsfeindliche Mehrfachbelastungen vermeiden, die dann entstehen können, wenn beispielsweise zunächst Bauland angekauft und anschließend ein Gebäude errichtet und weiterverkauft wird", sagte Volckens. (dpa)

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  • Mittwoch, 26. September 2018
  • Rechtsstreit
    Infineon blockt Kartellstrafe vorerst ab

    Der Chiphersteller Infineon muss eine Kartellstrafe im Zusammenhang mit Smartcard-Chips in Höhe von 83 Millionen Euro zunächst nicht zahlen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) verwies den Fall an die Vorinstanz zurück und folgte damit einer Empfehlung des Generalanwaltes vom April. Das Gericht der Europäischen Union muss nun noch einmal prüfen, ob die Geldbuße in der Höhe angemessen ist. Die EU-Kommission hatte 2014 gegen Infineon und weitere Hersteller von Smartcard-Chips wegen wettbewerbswidriger Absprachen Kartellstrafen von rund 138 Millionen Euro verhängt. Infineon sollte dabei den Löwenanteil zahlen. Der Münchner Dax-Konzern und der niederländische Wettbewerber Philips hatten dagegen geklagt, waren in der ersten Instanz allerdings gescheitert. In der zweiten Instanz folgte der EuGH der Beschwerde von Infineon. (DJ)

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  • Konjunktur
    Schlechte Stimmung bei Frankreichs Verbrauchern

    Die Stimmung der französischen Konsumenten ist so schlecht wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel im September überraschend um zwei Zähler auf 94 Punkte, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Damit liegt der Indikator klar unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 100.  Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 97 Zähler gerechnet. Die Franzosen bewerteten ihre persönlichen finanziellen Aussichten pessimistischer als zuletzt. Auch die höhere Inflation, die von steigenden Ölpreisen geschürt wird, schlug sich negativ auf das Verbrauchervertrauen nieder. (rts)

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  • Tourismus
    Tui drängt in neue Märkte

    Der Reisekonzern Tui will seine Geschäfte künftig auch auf Kunden in den USA und China ausweiten. "Die Tui wird ein globaler Internetkonzern", sagte Vorstandschef Fritz Joussen dem Wirtschaftsmagazin "Bilanz". "Wir gehen mit unserem Angebot nach China und in die USA." Dazu werde das Unternehmen dort aber keine Reisebüros aufmachen. "Auch in vielen europäischen Ländern verkaufen wir die Reisen heute schon weitgehend online", sagte der Manager. Joussen hat den Konzern mit Sitz in Hannover von einem Reisehändler zu einem integrierten Anbieter mit immer mehr eigenen Hotels, Kreuzfahrtschiffen und Flugzeugen umgebaut, auch um sich der scharfen Konkurrenz durch Online-Reiseportale zu erwehren. (dpa)

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  • Personalie
    Hellofresh-Manager führt künftig Scout24

    Kleinanzeigen statt Lebensmittelpakete: Der neue Vorstandschef des Internet-Anzeigenportals Scout24 kommt von Hellofresh. Tobias Hartmann löst spätestens zum 1. Januar Scout24-Chef Greg Ellis ab, wie sein neuer Arbeitgeber mitteilte. Der 46 Jahre alte Hartmann ist bei dem Berliner Lebensmittel-Versender bisher für das Amerika-Geschäft zuständig. Zuvor hatte er für den US-E-Commerce-Konzern Radial und das Kundenbindungs-Programm "Payback" gearbeitet. Der Australier Ellis, der Scout24 ("ImmobilienScout", "Autoscout") 2015 an die Börse gebracht hatte, hatte kürzlich seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen angekündigt. (rts)

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