Marktberichte

Corona und Quartalszahlen Achterbahnfahrt endet mit Kursaufschlägen

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Es ist nicht mehr weit bis zum Hoch.

(Foto: REUTERS)

Die Corona-Krise trifft auch die US-Großbanken hart. Gewinneinbrüche sind die Folge - und schüren Sorgen vor künftigen Kreditausfällen. Die bremsen den Markt aber nur kurz aus.

Die US-Börsen haben nach einer Achterbahnfahrt am Dienstag mit Kursaufschlägen geschlossen. Bankenbilanzen trieben die Anleger an der Wall Street um. In einem nervösen Handel schwankten die Indizes zwischen Plus und Minus. Im späten Geschäft stiegen die Börsianer jedoch wieder bei Hochtechnologiewerten ein.

Dow Jones
Dow Jones 26.621,96

Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 2,1 Prozent höher auf 26.642 Punkten. Der Nasdaq Composite rückte 0,9 Prozent auf 10.488 Punkte vor. Der breit gefasste S&P-500 legte 1,3 Prozent auf 3197 Punkte zu. Der Dax verzeichnete dagegen Verluste.

US-Großbanken leiden in Corona-Krise

Bei den Einzelwerten analysierten Händler die Ergebnisse der US-Banken, die wegen der Corona-Krise kräftige Gewinnrückgänge verbuchten. Bei JP Morgan fiel dieser nicht so stark aus wie erwartet. Vor allem die Handelsumsätze überraschten positiv. "Sie verdienen Geld in einem schwierigen Umfeld, und das zeigt, was gutes Management und eine starke Bilanz bewirken können", sagte Aktienstratege Christopher Grisanti vom Vermögensverwalter MAI Capital Management. Die Aktien von JP Morgan gingen mit einem moderaten Kursplus von 0,6 Prozent aus dem Handel.

Citigroup-Titel ließen dagegen knapp vier Prozent Federn, da das Institut Milliarden für mögliche Abschreibungen auf Kreditausfälle beiseitelegen musste. Anleger von Wells Fargo missfiel die Aussicht auf eine geringere Dividende. Die Aktien des US-Finanzinstituts verloren 4,6 Prozent. Am Mittwoch will Goldman Sachs seine Zahlen präsentieren, am Donnerstag folgen Bank of America und Morgan Stanley.

Als erste der großen US-Fluggesellschaften legte Delta Air Lines infolge der Corona-Krise tiefrote Zahlen vor. Im zweiten Quartal seien bereinigt 3,9 Milliarden Dollar Verlust vor Steuern bei elf Milliarden Dollar weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum angefallen. Die Aktien sanken um 2,6 Prozent.

Quelle: ntv.de, bad/rts