Marktberichte

Goldpreis steigt auf Euro-Rekord Corona-Angst ist zurück an der Wall Street

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Im Fokus der US-Anleger standen defensive Papiere.

(Foto: AP)

Noch immer nicht ausgestanden an den Märkten ist die Sorge vor den Auswirkungen der anhaltenden Coronavirus-Epidemie in China. Die wichtigsten US-Indizes lassen Punkte. Die Tesla-Aktie hingegen kann nach einer Kapitalerhöhung und schlechtem Start erneut zulegen.

Die anhaltende Sorge über die Coronavirus-Epidemie hat wieder auf die Wall Street durchgeschlagen. Nachdem am Vortag am Markt von einer langsameren Ausbreitung der Krankheit ausgegangen worden war - mit neuen Index-Rekorden - schreckte eine deutliche Zunahme der bekannten Fälle die Anleger auf.

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Zwar handle es sich um eine einmalige Änderung der Methodik beim Nachweisverfahren, sagte der Chefstratege Seema Shah von Principal Global Investors. Dies deute nicht unbedingt auf eine höhere Infektionsrate hin. "Sollte die geänderte Methodik allerdings doch zu einem schnelleren Anstieg der registrierten Fälle führen, würde die Stimmung am Markt unweigerlich kippen."

Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent auf 29.424 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 9712 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 0,2 Prozent auf 3374 Punkte ein. Der Dax hatte zuvor knapp im Minus bei 13.745 Punkten geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,4 Prozent auf 3841 Punkte.

Im Fokus der US-Anleger standen defensive Papiere etwa aus dem Immobiliensektor oder von Versorgern. Auch Titel mit deutlichem Verbraucherbezug legten zu. Die Aktien von Cisco rutschten nach Zahlen um 4,9 Prozent ab. Der Netzwerk-Ausrüster warnte vor einer anhaltenden Investitionszurückhaltung seiner Kunden. Grundsätzlich sei das Geschäft aber unverändert solide, urteilte Analyst George Notter von der Investmentbank Jefferies.

Tesla legen nach kurzem Schock zu

Der Elektroautobauer Tesla nutzt die Gunst der Stunde mit einer extrem hohen Bewertung und verschafft sich frisches Kapital. Das Unternehmen will über eine Kapitalerhöhung rund 2 Milliarden US-Dollar erlösen. Die Titel haben nach Verlusten nun ins Plus gedreht und rücken um 4,6 Prozent vor.

Am Ölmarkt schien die Preisrally der vergangenen Tage zunächst passe, doch dann drehten die Preise mit der Erholung am Aktienmarkt ins Plus. Die Internationale Energie-Agentur hat die Wachstumsprognose für die globale Erdölnachfrage wegen der Epidemie in China auf das niedrigste Niveau seit 2011 gesenkt. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,9 Prozent auf 51,62 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,3 Prozent auf 56,53 Dollar.

Die Nachfrage nach vermeintlich "sicheren Anlagen" zieht mit der veränderten Großwetterlage in China wieder an. Der Goldpreis steigt um 0,6 Prozent auf 1576 Dollar. Auf Euro-Basis notiert das Edelmetall auf Allzeithoch.

Quelle: ntv.de, kst/rts/dpa