Marktberichte

Und immer wieder Handelsstreit Craft Bier beschäftigt US-Anleger

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Anheuser investiert in Craft Bier.

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Die Wall Street nimmt diverse Quartalszahlen unter die Lupe. Nicht alle US-Konzerne können dabei überzeugen. Hauptthemen sind aber zum einen wieder einmal der Handelsstreit - und zum anderen eine süffige Übernahmeofferte.

Die New Yorker Börsen haben den zweiten Handelstag der Woche unter dem Eindruck einer Rede von US-Präsident Donald Trump kaum verändert beendet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hielt sich bei 27.691 Punkten. Der Nasdaq Composite rückte um 0,3 Prozent auf 8486 Punkte vor. Der breit gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 3091 Punkte zu. In Frankfurt stieg der Dax am Dienstag um 0,7 Prozent auf 13.283 Punkte. Der Eurostoxx50 rückte um 0,4 Prozent auf 3712 Zähler vor.

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Dow Jones 27.975,45

Trump schürte in einer an den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten Rede Hoffnungen auf eine Einigung im Handelsstreit mit China. Ein Vertrag könne bald abgeschlossen werden, sagte Trump im New Yorker Wirtschaftsclub. Die Unterzeichnung eines Teilabkommens stehe kurz bevor. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei. Wenn es keine Einigung gebe, würden US-Zölle auf China-Importe deutlich erhöht. Trump hat bereits seit Wochen signalisiert, die beiden größten Wirtschaftsmächte stünden kurz vor einer Einigung.

Kursverdopplung bei Craft Brew

Bei den Einzelwerten sorgte der gut 120-prozentige Kurssprung von Craft Brew auf 16,23 Dollar für Furore. Großaktionär Anheuser-Busch will den Spezialisten für Bier aus Kleinbrauereianlagen für 16,50 Dollar je Aktie oder 321 Millionen Dollar übernehmen. "Kona" von Craft Brew sei eine der sich am besten entwickelnden Biermarken in den USA, schrieb Analystin Vivien Azer vom Vermögensverwalter Cowen. Im Vergleich zu den jüngsten Übernahmen der Konkurrenz sei dieser Deal für Anheuser-Bush günstig.

Ein enttäuschendes Quartalsergebnis drückte dagegen CBS 3,6 Prozent ins Minus. Der TV-Sender verbuchte bei einem stagnierenden Quartalsumsatz von 3,3 Milliarden Dollar einen Gewinnrückgang auf 319 von 488 Millionen Dollar. Im Sog von CBS verloren die Titel des Fusionspartners Viacom 3,8 Prozent.

Gefragt waren die Aktien von Rockwell mit einem Kursplus von mehr als zehn Prozent. Der Roboterbauer machte den Angaben zufolge einen Quartalsumsatz von 1,73 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,01 Dollar je Aktie. Das Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2020 liegt mit 8,70 bis 9,10 Dollar ebenfalls über Markterwartungen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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