Marktberichte

Optimismus zum Handelsstart Dax steckt Italien weg

Nach den Starken Verlusten des Vortages geht es mit dem deutschen Aktienmarkt bergauf. Die Herabstufung Italiens durch S&P tangiert die Börsianer kaum. Diese war in Frankfurt bereits erwartet worden.

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(Foto: dpa)

Die Furcht vor einer Verschärfung der europäischen Schuldenkrise schlägt nicht auf den deutschen Aktienmarkt durch. Die Herabstufung Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sorgte nur für eine kurze Schrecksekunde.

Der Dax gewann 0,6 Prozent auf 5448 Punkte. Der MDax stieg um 0,3 Prozent auf 8751  Zähler ab. Der TecDax verzeichnete ein Plus von 0,2 Prozent und wies 691 Punkte auf.

S&P  bewertet die Rating-Klatsche für Italien nun nur noch mit der Note "A/A-1" nach bislang "A+/A-1+". "Das kommt zwar nicht völlig überraschend, aber hilft natürlich nicht gerade, Ruhe in den Markt zu bringen", sagte ein Händler. Börsianer fürchten, dass die Herabstufung Italiens mitten in der Zitterpartie um die Finanzhilfen für Griechenland neue Angst vor einem Übergreifen der Krise auf andere Staaten schürt.    

Im Fokus des deutschen Aktienhandels steht weiter Kein Referendum über Euro mit der Sorge um die Zahlung der nächsten Kredittranche. Hier mehren sich die Hoffnungen, dass eine Entscheidung der "Troika" bereits am Dienstag oder Mittwoch fallen könnte. Der griechische Finanzminister hatte die Gespräche als "produktiv" bezeichnet.

Neben den europäischen Sorgenkindern haben die Anleger am späten Vormittag den ZEW-Konjunkturindex im Blick. Analysten rechnen damit, dass der Index im September weiter gefallen ist.        

Die Finanzwerte präsentierten sich mit leichten Aufschlägen. Commerzbank und Deutsche Bank verteuerten sich um je 0,1 Prozent.

Aufwärts ging es mit den Versorgern. Eon verteuerten sich um 1,6 Prozent; RWE legten um 2,3 Prozent zu.

Metro gewannen 0,4 Prozent. Der Großaktionär Haniel hält nun doch zu Vorstandschef Cordes soll Metro weiter führen . "Das nimmt die Unruhe der Diskussion aus der Aktie und lässt wieder eine Konzentration auf die Unternehmensentwicklung zu", sagte ein Händler. Damit hätten sich rund 50 Prozent der Eigentümer zu Cordes bekannt. Zuletzt hatte sich bereits der zweitgrößte Metro-Ankeraktionär, die Familie Schmidt-Ruthenbeck, hinter Cordes gestellt.

Quelle: n-tv.de, wne/rts/dpa

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