Marktberichte

Gute Daten treiben US-Indizes Dow Jones erreicht neuen Höchststand

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Es geht weiterhin aufwärts an den US-Börsen.

(Foto: REUTERS)

An der Wall Street lassen gute Wirtschaftsdaten die Anleger wieder zugreifen - und prompt erklimmen Dow Jones wie S&P-500 neue Rekordhochs. Technik-Aktien laufen gut, allen voran Tesla.

Überraschend starke heimische Konjunkturdaten haben die US-Börsen steil nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 markierten am ersten Handelstag nach dem langen Osterwochenende neue Rekordhochs. Schon die am Karfreitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten übertrafen die Erwartungen der Ökonomen deutlich.

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Die USA verzeichneten im vergangenen Monat den stärksten Stellenaufbau seit August. Der am Montag veröffentlichte ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe zog im März ebenfalls unerwartet stark an auf seinen bisher höchsten Stand. Der Service-Sektor war, unter anderem wegen der Schließung von Restaurants und Freizeiteinrichtungen, besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen und dürfte entsprechend profitieren, wenn die Bürger in den kommenden Monaten Aktivitäten wie Restaurantbesuche oder Reisen nachholen, die ihnen während der pandemiebedingten Lockdowns versagt waren.

Damit verstärken sich die Hoffnungen auf eine deutliche konjunkturelle Erholung in den USA. Dass der Auftragseingang der US-Industrie im Februar zurückging, fiel nicht ins Gewicht. Der Dow stieg um 1,1 Prozent auf 33.527 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite gewannen 1,4 und 1,7 Prozent. Angeführt wurde die Aufwärtsbewegung von den Sektoren Kommunikation und Technologie mit durchschnittlichen Gewinnen von jeweils 2,3 Prozent. Den schwächsten Sektor stellten Energiewerte. Sie folgten den Ölpreisen nach unten und verloren im Schnitt 2,4 Prozent.

Dollar fällt nach Konjunkturdaten zurück

Der US-Dollar zeigte sich nach den starken US-Konjunkturdaten mit Abgaben. Der Dollar-Index verlor 0,5 Prozent. Angesichts des Konjunkturoptimismus sei der Dollar nicht mehr als "sicherer Hafen" gefragt gewesen, hieß es. Der Handel sei allerdings extrem dünn gewesen. Am Anleihemarkt kamen die Renditen etwas zurück. Hier sprachen Marktteilnehmer von rückläufigen Wetten auf steigende Renditen. Deutlich nach unten ging es mit den Ölpreisen. Auf ihnen lastete einerseits die Entscheidung der Opec aus der vergangenen Woche, die derzeit geltenden Fördermengenbeschränkungen aufzuheben. Außerdem gebe es Hinweise, dass trotz der US-Sanktionen wieder mehr iranisches Öl auf den Markt komme, berichteten Händler.

Gold war in dem von Optimismus geprägten Umfeld nicht gefragt. Der schwächere Dollar und die leicht gesunkenen Anleiherenditen verhinderten jedoch einen stärkeren Preisrückgang.

Tesla-Aktie mit kräftigem Plus

Für die Tesla-Aktie ging es 4,4 Prozent nach oben. Der Elektroautobauer hat im ersten Quartal weltweit rund 184.000 Elektrofahrzeuge ausgeliefert und damit die Prognose der Analysten übertroffen, die lediglich mit einem Absatz von rund 168.000 Fahrzeugen gerechnet hatten. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet rückte um 4,2 Prozent vor. Im Rechtsstreit mit Oracle (+3,3%) um die Programmiersprache Java hat Google einen juristischen Sieg errungen. Der Oberste Gerichtshof in Washington entschied, dass Google mit der Nutzung von Java nicht gegen das Urheberrecht verstoßen habe.

Die Facebook-Aktie kletterte um 3,4 Prozent auf ein Rekordhoch. Sie zeigte sich damit unbeeindruckt von schlechten Nachrichten: Die Daten von mehr als 500 Millionen Facebook-Nutzern, die 2019 erbeutet worden waren, sind im Internet in einem Hacker-Forum veröffentlicht worden. Facebook erklärte, es handele sich um kein neues Problem. "Wir haben das Problem im August 2019 entdeckt und gelöst."

Auch an Amazon (+2,1%) perlte Kritik am Umgang des Konzerns mit seinen Mitarbeitern ab. Die Apple-Aktie gewann 2,4 Prozent. Die südkoreanische LG Electronics will noch in diesem Jahr ihre verlustbringende Handy-Sparte aufgeben. Die Sparte machte zuletzt rund 8 Prozent des Umsatzes aus, schrieb seit rund sechs Jahren allerdings Verluste. Gamestop verloren 2,4 Prozent, nachdem der Videospielhändler angekündigt hatte, bis zu 3,5 Millionen Aktien zu verkaufen, um vom starken Kursanstieg seit Jahresbeginn zu profitieren.

Quelle: ntv.de, vpe/DJ

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