Marktberichte

Detroits fetter Auftritt Wall Street marschiert

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(Foto: REUTERS)

In Europa knallen an den Aktienmärkten die Sektkorken. Da wollen die US-Anleger nicht nachstehen. An der Wall Street wird ein positiver Handelsauftakt erwartet. Alle freuen sich über das Umsatzplus von Alcoa - und die Detroit Motor Show.

Positive Vorgaben aus Asien und Europa dürften am Dienstag an der Wall Street für steigende Aktienkurse sorgen. Zudem ist auch der Auftakt in die US-Berichtssaison geglückt, denn die Zahlen von Alcoa haben die Erwartungen erfüllt. Für die weitere Entwicklung zeigt sich der Aluminiumhersteller zudem optimistisch.

Die Futures auf bedeutende US-Aktienindizes zeigen sich vor diesem Hintergrund mit einem deutlichen Plus. Bis um 14.52 Uhr MEZ gewinnt der S&P-500-Future 1,0 Prozent, für den Future auf den Nasdaq-100-Index geht es ebenfalls um 1,0 Prozent nach oben.

Berichtssaison ist eröffnet

In China haben die Börsen den zweiten Tag in Folge deutlich zugelegt. Das Land will den Kapitalmarkt stärker für ausländische Investoren öffnen und die Rolle von langfristig orientierten Anlegern aus dem institutionellen Sektor stärken. So soll dem geschwächten heimischen Aktienmarkt auf die Sprünge geholfen werden. Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist dagegen recht übersichtlich. Hier werden lediglich die Lagerbestände und Umsätze im Großhandel für November gegeben.

Im Blickpunkt stehen vor allem die Quartalszahlen von Alcoa, die traditionell die Berichtssaison eröffnen. Für den Aluminiumkonzern stand im 4. Quartal unterm Strich ein Minus von 191 Mio. Dollar bzw 0,18 Dollar je Aktie, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Gewinn von 258 Mio. Dollar bzw 0,24 Dollar je Aktie verbucht worden war. Analysten hatten zudem Umsätze von 5,72 Mrd. Dollar erwartet. Erlöst wurden tatsächlich 5,99 Mrd. Dollar - eine Steigerung um 6 Prozent auf Jahressicht.  Für 2012 machte der Konzern zudem positive Aussagen: Alcoa erwartet eine Steigerung der weltweiten Aluminiumnachfrage um 7 Prozent bei einem knapper werdenden Angebot.

"Die Zahlen sind zwar nur im Rahmen der Prognosen ausgefallen, allerdings war die Erwartungshaltung der Anleger im Vorfeld auch sehr gering", kommentiert ein Händler die Ergebniszahlen. In den vergangenen Wochen hatten Analysten die Schätzungen an das Gewinnwachstum der US-Unternehmen angesichts der sich eintrübenden Aussichten für die Weltwirtschaft stark nach unten geschraubt. Alcoa legen vorbörslich um 2,9 Prozent zu.

Juniper enttäuscht

Dagegen verzeichnen Juniper Networks ein Minus von 0,8 Prozent. Der Netzwerkausrüster verfehlte mit seinen Viertquartalszahlen die eigenen Ziele. Liz Claiborne brechen vor der Startglocke um 12 Prozent ein. Der Bekleidungseinzelhändler verliert Finanzvorstand Andrew Warren per 16. März. Zugleich senkte der Konzern seine Prognose für 2012.

Zu Wochenbeginn stieg der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,3 Prozent auf 12.393. Der S&P-500 gewann 0,2 Prozent auf 1281. Der Nasdaq-Composite steigerte sich um 0,1 Prozent bzw 2 Punkte auf 2677.

Quelle: n-tv.de, DJ

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