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Antibiotika-Alarm in USA 35.000 Tote durch resistente Keime im Jahr

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Die gefährliche Keimbelastung vieler Kliniken erfordert umfangreiche Hygienemaßnahmen - auch in Deutschland.

(Foto: REUTERS)

Der massive Einsatz von Antibiotika bewirkt eine rasante Ausbreitung multiresistenter Keime. In den USA ist das Problem besonders virulent: Millionen Menschen infizieren sich jährlich mit Erregern, die mit Antibiotika nicht abgetötet werden können. Ein Darmbakterium kostet besonders viele Menschenleben.

In den USA sterben jährlich etwa 35.000 Menschen durch antibiotikaresistente Keime. Insgesamt gebe es 2,8 Millionen Infektionen durch Erreger, die selbst mit modernen Antibiotika nicht abgetötet werden können, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Dabei sei allein das gefährlichste Darmbakterium, "Clostridioides difficile", für 12.800 Todesopfer verantwortlich.

"Einige Wundermittel sorgen nicht mehr länger für Wunder", heißt es in dem Bericht. Während die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern - ein Hort für resistente Erreger - zurückgegangen sei, hätten die Fälle außerhalb von Kliniken zugenommen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Juni vor einer weltweit ansteigenden Antibiotikaresistenz gewarnt. Diese drohe, 100 Jahre medizinischen Fortschritts zunichtezumachen. Von Antibiotikaresistenz sprechen Ärzte, wenn Patienten auf ein Antibiotikum nicht reagieren, das heißt, wenn die krankmachenden Keime durch das Antibiotikum nicht vernichtet werden.

Resistenzen können sich entwickeln, wenn bei einem Antibiotikaeinsatz einige Erreger überleben. Sie könnten dann allen Antibiotika widerstehen, die einstmals gegen sie wirkten. Für Patienten, die von ihnen befallen sind, gibt es dann oft kaum Heilungschancen.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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