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Sechs Stunden im freien All Astronauten arbeiten an Außenwand der ISS

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Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit insgesamt drei Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner.

(Foto: picture alliance / NASA TV)

Bereits das vierte Mal dieses Jahr müssen zwei Raumfahrer aus der ISS steigen. Rund 400 Kilometer über der Erde montieren die US-Astronauten Antennen und tauschen Kameras aus. Doch ihre Außenarbeiten im Weltall verzögern sich zunächst.

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Bei einem Außeneinsatz im Weltraum haben zwei US-Astronauten wichtige Wartungsarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS vorgenommen. Mehr als sechs Stunden arbeiteten die erfahrenen Raumfahrer Drew Feustel und Ricky Arnold an der Außenwand des fliegenden Labors rund 400 Kilometer über der Erde. Für Feustel war es bereits der siebte Außeneinsatz seiner Karriere, Arnold war zum dritten Mal im freien Weltall.

Die beiden waren erst vergangene Woche auf der ISS angekommen. Feustel und Arnold montierten unter anderem kabellose Antennen am "Tranquility"-Modul der ISS. Die Antennen sind Teil eines künftigen Experiments, bei dem die Temperatur von Pflanzen auf der Erde gemessen werden soll, um abschätzen zu können, wie viel Wasser sie benötigen. Zudem tauschten die Astronauten Kameras aus.

Kontrolle der Raumanzüge verzögerte sich

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, entfernten Feustel und Arnold auch "verdächtige Schläuche" von einem Kühlsystem. Die russische Agentur Ria Nowosti hatte am Vortag gemeldet, dass an der Außenseite des US-Segments eine kleine Menge Ammoniak ausgetreten war. Es habe aber keine Gefahr für die Besatzung der Raumstation bestanden. Die giftige Substanz wird auf der ISS verwendet, um den Stromkreislauf zu kühlen.

Der Außeneinsatz hatte sich um knapp anderthalb Stunden verzögert, weil die Kontrolle der Raumanzüge länger gedauert hatte als geplant. Aber: "Beide Raumanzüge sind in exzellentem Zustand", sagte ein Nasa-Kommentator in einer Internet-Übertragung. Es war bereits der vierte Außeneinsatz in diesem Jahr.

Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit insgesamt drei Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner. Am kommenden Montag soll ein US-Raumfrachter vom Typ "Dragon" mit Nachschub zur ISS aufbrechen. Im Juni soll der Astronaut Alexander Gerst zum zweiten Mal zur ISS fliegen und zeitweise ihr erster deutscher Kommandant sein.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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