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Erste Bilder nach Landung Chinas Rover erblickt der Mars

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Das erste Foto, das der chinesische Rover "Zhurong" zur Erde sendet - deutlich zu erkennen: der rote Marsboden.

(Foto: AP)

Die zweite mobile Mars-Nation ist China: Nach den USA gelingt bisher nur der Volksrepublik, ein Gefährt auf dem roten Planeten abzusetzen. Doch erst einige Tage nach der Landung erreichen die ersten Bilder von Rover "Zhurong" die Erde. Staatsmedien versichern nun: Alle Systeme arbeiten normal.

Vier Tage nach der Landung auf dem Mars hat der chinesische Rover "Zhurong" erstmals Bilder zur Erde gesandt. Darunter ein Foto in Farbe, ein anderes in Schwarz-Weiß, welche den Rover nach der Landung auf dem Roten Planeten zeigen. Außerdem veröffentlichte die chinesische Raumfahrtagentur kurze Videoclips, welche die Trennung von "Zhurong" und dem Landegerät zeigen.

Bereits am Samstag war China erstmals die Landung auf dem Mars gelungen. Das lange Intervall zwischen Landung und Übertragung der ersten Bilder hatte zunächst für Spekulationen gesorgt, ob bei oder nach dem Aufsetzen des Landegeräts etwas schiefgegangen sein könnte. Im Unterschied dazu hatte die NASA die Landung ihres Rovers "Perseverance" im Februar live übertragen.

Doch die Sorgen um Chinas Rover waren unbegründet: "Alle Systeme arbeiten normal", berichten Staatsmedien. Nach der Landung erfasse der Rover "wie geplant" zunächst seine Umgebung, hieß es vom chinesischen Raumprogramm. Auch wurde der Orbiter "Tianwen 1" erfolgreich in eine Umlaufbahn gebracht, die es ermöglicht, als Relaisstation für die Kommunikation zur Erde zu arbeiten. So konnten die ersten Bilder geschickt werden.

Bislang haben es nur die USA geschafft, Erkundungsfahrzeuge auf dem Mars zum Einsatz zu bringen. Der Sowjetunion gelang in den 70er-Jahren zwar eine Landung, nach der aber sofort der Kontakt zu der Sonde verloren ging. Auf dem Roten Planeten zu landen, gilt als äußerst schwierig. Bisher war nur etwa die Hälfte aller Versuche erfolgreich.

Chinas Mission ist eine von drei Flügen zum Mars, die im vergangenen Sommer gestartet waren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hatten Raumschiffe geschickt. Der US-Rover "Perseverance" war bereits im Februar gelandet und hat seine Arbeit aufgenommen. Der chinesische Lander hatte in der Region Utopia Planitia aufgesetzt. Das nach dem chinesischen Feuergott benannte sechsrädrige Fahrzeug "Zhurong" soll mindestens drei Monate lang Untersuchungen durchführen. Staatsmedien sprachen von einem "neuen Kapitel" in dem ehrgeizigen chinesischen Raumfahrtprogramm.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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