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Die zwölf Auserwählten der Nasa Diese Männer waren auf dem Mond

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Der letzte der insgesamt nur zwölf "Moonwalker": Eugene A. Cernan, Kommandeur von Apollo 17, salutiert springend am 13. Dezember 1972 auf der Mondoberfläche.

(Foto: NASA / Johnson Space Center / Image # : AS17-134-20380)

Vor 50 Jahren wagen drei US-Amerikaner die bislang spektakulärste Reise der Menschheitsgeschichte: Sie fliegen zum Mond. Seither haben insgesamt nur zwölf Menschen seine Oberfläche betreten. Wer landete wo? Wer musste aus nächster Nähe zuschauen?

Es sind unvergessliche Bilder aus einer anderen Ära: Auf den Tag genau vor 50 Jahren bereiteten sich die US-Astronauten Neil Armstrong, Edwin E. Aldrin und Michael Collins an Bord ihres Apollo-Raumschiffs fernab ihres Heimatplaneten auf den Höhepunkt ihrer Reise vor. Seit knapp 100 Stunden saßen sie dicht an dicht eingezwängt in ihrem Kommandomodul und machten sich daran, ein wegweisendes Versprechen von US-Präsident John F. Kennedy einzulösen: die erste Landung eines Menschen auf dem Mond.

Unter den Augen der Weltöffentlichkeit sollten die drei Amerikaner beweisen, dass die USA mit ihrem Raumfahrtprogramm in der Lage sind, die Flugstrecke von rund 380.000 Kilometern von der Erde bis zum einzigen Erdbegleiter im All zu überwinden, dann in die Umlaufbahn des Mondes einzuschwenken, mit ihrer Landefähre auf der grauen Oberfläche aufzusetzen und das unbekannte Terrain zu betreten - und schließlich wieder sicher nach Hause zurückzukehren.

Wer aus der Liste der aufwändig ausgewählten und jahrelang trainierten Spezialisten erreichte den Mond? Fünf Jahrzehnte nach der ersten erfolgreichen Landung auf dem Mond leben nur noch vier jener zwölf Nasa-Astronauten, die ihren Fuß auf einen anderen Himmelskörper setzten.

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Im Rahmen der Mission von Apollo 11 stiegen im Juli 1969 von der dreiköpfigen Besatzung nur Armstrong und Aldrin tatsächlich auch auf dem Mond aus, nachdem ihre Landefähre im Mare Tranquillitatis auf dem Mond-Äquator aufgesetzt hatte. Ihr Begleiter Michael Collins blieb zur Sicherheit als dritter Mann in der Kommandokapsel im Orbit zurück. Als einsam um den Mond kreisender Zuschauer musste er abwarten, bis Armstrong mit den erlösenden Worten "The Eagle has landed" die erfolgreiche Landung vermelden konnte.

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Seit jenen Tagen im Juli 1969 landeten im Zuge des US-amerikanischen Apollo-Programms zehn weitere Menschen auf dem Mond. Insgesamt haben damit bislang nur zwölf Menschen überhaupt die Oberfläche betreten. Bei allen Mitgliedern dieses exklusiven Klubs der "Moonwalker" handelt es sich wie im Fall von Armstrong und Aldrin ausnahmslos um US-Amerikaner und - für jene Zeit fast selbstverständlich - ausschließlich um Männer.

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In der undankbaren Rolle des dritten Crew-Mitglieds, der nach viertägigem Flug durchs luftleere Nichts in der Kommandokapsel bleiben musste, fanden sich 14 weitere Menschen wieder: Sie alle kamen dem Mond immerhin sehr viel näher als der Rest der Erdbevölkerung, schafften es aber nicht ganz bis zu ihrem Reiseziel.

Von diesen Mondreisenden, die wie Collins die Landung ihrer Kollegen aus der Mondumlaufbahn überwachten und die gelandete Fähre teilweise mit bloßem Auge vom Apollo-Raumschiff aus sehen konnten, erfüllte sich für immerhin zwei Astronauten bei einer späteren Apollo-Mission doch noch der Traum von einem "Moonwalk".

John W. Young, der mit Apollo 10 in einer Art Generalprobe schon einmal den Mond umkreist hatte, durfte drei Jahre später noch einmal zurückkehren und mit Apollo 16 auch landen. Deshalb ist er ebenso in der oberen Tabelle der "Mondlander" aufgeführt wie sein Apollo-10-Kollege Eugene Cernan.

Ihm war diese Ehre mit Apollo 17 vergönnt, und nicht nur das: Am 14. Dezember 1972 verließ Cernan auch als bislang letzter Mensch die Mondoberfläche, und zwar mit den Worten: "Wir verlassen jetzt Taurus-Littrow, wie wir einst gekommen sind und, wenn Gott es will, werden wir zurückkehren in Frieden und Hoffnung für die gesamte Menschheit. Gute Reise der Besatzung von Apollo 17."

Zurückgekehrt ist seitdem niemand, es ist deutlich stiller geworden auf dem Mond. Die enormen Kosten und der vergleichsweise geringe wissenschaftliche Nutzen der Missionen führten dazu, dass die US-Weltraumbehörde Nasa ihr Apollo-Programm nach der Mission mit der Nummer 17 zurückfuhr und schließlich einstellte. Das wichtigste Ziel war ohnehin bereits erfüllt, als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 sagte: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit!"

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Quelle: n-tv.de

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