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Rückkehr von der Raumstation "Dragon" verlässt die ISS

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Blick aus dem Fenster der ISS: Hier schwebt der Raumfrachter "Dragon" noch mit aufgespannten Solarflügeln heran.

(Foto: SpaceX)

Die Trennung verläuft ohne Probleme: In der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation koppelt sich der erste private Raumfrachter der Welt von der ISS ab. An Bord der "Dragon"-Kapsel treten fast zwei Tonnen Ladung die Heimreise zur Erdoberfläche an.

Nach einem rund vierwöchigen Einsatz an der Internationalen Raumstation hat der private Raumfrachter "Dragon" die ISS wieder verlassen. Auf Live-Bildern der US-Raumfahrtbehörde Nasa konnten Weltraumbegeisterte am Wochenende mitverfolgen, wie der unbemannte Frachter erfolgreich abdockte.

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Die Rückreise zur Erde ist ebenso kurz wie spektakulär: Beladen mit rund 1800 Kilogramm an Fracht - darunter Material und Gerätschaften aus wissenschaftlichen Experimenten - soll der "Dragon" einige Stunden später im Pazifik landen. Den Höllenritt Richtung Erde tritt "Dragon" ohne seine Solarflügel an: Kurz vor dem Wiedereintritt sprengt eine Automatik das Antriebs- und Steuermodell mit der Energieversorgung ab.

Von Fallschirmen gebremst soll die Kapsel dann nach dem Sturzflug sicher auf dem Wasser landen. Dort kann die rund 3,7 Meter im Durchmesser messende Kapsel von den wartenden Spezialschiffen geborgen und entladen werden.

Der Terminplan für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre musste kurzfristig angepasst werden: Aufgrund stürmischen Wetters in der geplanten Landezone wurde die ursprünglich für Mittwoch geplante Rückkehr des "Dragon" zunächst verschoben.

Angemietet von SpaceX

Der "Dragon" ist das erste privat betriebene Raumschiff der Welt. Die Nasa nutzt die Frachtkapazitäten zur Versorgung der Internationalen Raumstation. Die "Dragon"-Kapsel ist derzeit das einzige Transportvehikel, das Ladung in größerem Umfang zurück zur Erde transportieren kann.

Anbieter der "Dragon"-Dienste ist das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX, hinter dem Tesla-Chef, Paypal-Mitbegründer und Milliardär Elon Musk steht. SpaceX übernimmt und organisiert im Auftrag der Nasa die Vorbereitungen, den Start sowie die Landung des Raumfrachters.

Ins All gebracht wird der "Dragon" durch eine Falcon-9-Rakete von SpaceX. Die Anmietung des privaten Raumfrachters durch die Nasa gilt als Erfolgsmodell. Es war bereits der 14. Versorgungsflug zur ISS mit einem "Dragon"-Frachter.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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