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Hoffnungsschimmer in Liberia Ebola-Impfstoff liefert gute Testergebnisse

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Etwa 600 Personen erklärten sich in Liberia bereit, einen neuen Ebola-Impfstoff zu testen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 10.000 Menschen sind bisher der tödlichen Ebola-Epidemie in Westafrika erlegen. Noch immer fehlt ein wirksames Mittel gegen das Virus. Doch nach zwei Testphasen in Liberia gibt es nun Hoffnung, dass ein Impfstoff anschlagen könnte.

Zwei große Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit von Ebola-Impfstoffen haben in Liberia bislang positive Ergebnisse gezeigt. Das berichten die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) der USA unter Verweis auf Zwischenergebnisse der noch laufenden Tests.

Die Studien mit bislang insgesamt 600 Teilnehmern waren Anfang Februar in der Hauptstadt Monrovia angelaufen, nachdem die Impfstoffe in kleineren Studien auf ihre Sicherheit für Menschen überprüft worden waren. Nun könne man die dritte Phase der Tests planen, die zur Zulassung der Wirkstoffe führen soll, erklärten die NIH, die das Projekt unterstützen. Daran sollen in Westafrika Zehntausende Menschen teilnehmen.

Eines der Seren mit dem Namen cAd3-EBOZ war von der britischen Firma GlaxoSmithKline (GSK) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut der USA für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) entwickelt worden, das andere, VSV-ZEBOV, von der kanadischen Gesundheitsbehörde. Die Teilnehmer bekommen entweder einen der Wirkstoffe injiziert oder aber ein Scheinpräparat.

Bereits über 10.300 Todesfälle

"Wir sind den Menschen in Liberia dankbar, die als Freiwillige an dieser wichtigen klinischen Studie teilgenommen haben", erklärte NIAID-Direktor Anthony Fauci. Die Ergebnisse seien ermutigend. "Jetzt müssen wir die Studie weiterführen und ausweiten, um letztlich festzustellen, ob diese experimentellen Impfstoffe vor dem Ebola-Virus schützen und somit bei künftigen Epidemien eingesetzt werden können", so Fauci.

Erst vor kurzem hatte auch das Nachbarland Guinea einen Test mit einem ebenfalls aus Kanada stammenden Impfstoff gestartet. Insgesamt sind weltweit mehr als 10.300 Todesfälle durch die Seuche registriert, die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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