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Bei schweren Covid-Verläufen Entzündungshemmer senken Sterberisiko

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Das Sterberisiko sinkt laut der Studie um 17 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Bisherige Studien waren ermutigend. Neue Ergebnisse bestätigen nun, dass zwei entzündungshemmende Mittel bei schweren Covid-19-Infektionen wirksam sind. Jetzt müsse die Frage des Zugangs in den Fokus rücken, so die WHO.

Eine Klasse entzündungshemmender Medikamenten, darunter Tocilizumab, reduziert einer Studie zufolge effektiv das Sterberisiko bei Corona-Patienten mit schwerem Verlauf. Die entsprechende Studie wurde in der Fachzeitschrift "Jama" veröffentlicht. Mit 11.000 Patienten handelt es sich um die bislang umfassendste Untersuchung zu diesem Thema.

Intravenös verabreichtes Tocilizumab hatte in einer Reihe kleinerer klinischer Studien zuvor bereits unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Die nun veröffentlichte Untersuchung fasst die Ergebnisse aus 27 klinischen Studien in 28 Ländern zusammen und kommt zu klaren Resultaten.

Untersucht wurden die Mittel Sarilumab und Tocilizumab, die ursprünglich bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wurden. Bei Corona-Patienten im Krankenhaus reduzierte die Verabreichung eines dieser beiden Medikamente zusammen mit Kortikosteroiden wie Cortison das Sterberisiko um 17 Prozent, verglichen mit der alleinigen Anwendung von Kortikosteroiden.

Mittel muss ärmste Länder erreichen

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die beiden Mittel in die Medikamentenpalette zur Behandlung von Covid-19 aufgenommen. "Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan, jetzt müssen wir uns den Fragen des Zugangs zuwenden", erklärte Janet Diaz von der WHO. "Angesichts der weltweiten Ungleichheit bei Impfstoffen sind die Menschen in den ärmsten Ländern am stärksten gefährdet, an Covid-19 zu erkranken. Sie sind diejenigen, die diese Medikamente erreichen müssen."

Tocilizumab wird unter dem Namen Actemra oder RoActemra vermarktet. Eine im Februar veröffentlichte britische Studie hatte bereits ermutigende Ergebnisse geliefert. Bei 4000 untersuchten Patienten zeigte sich eine merkliche Verringerung des Sterberisikos und der Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung.

Quelle: ntv.de, kse/AFP

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