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In Kooperation mit Russland Esa sucht Wasser auf dem Mond

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Bislang ist der Südpol des Erd-Mondes unerforscht. In fünf Jahren soll sich das ändern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der politische Draht zu Russland ist derzeit alles andere als gut, doch die Raumfahrtbehörden sind davon unberührt. Esa und Roskosmos wollen zusammen zum Mond. Der Zeitpunkt: 2020. Das Ziel: der Südpol des Trabanten. Im Fokus: Wasser. Und ein Dorf.

Russland und die europäische Raumfahrtagentur Esa planen eine gemeinsame Mission zur Suche nach Wasser auf dem Mond. Bei dem für 2020 vorgesehenen Projekt "Luna-27" soll eine spezielle Sonde auf dem Südpol des Erdtrabanten landen, teilt James Carpenter von der Esa in Paris mit. Die Esa leiste - als "Juniorpartner" - etwa Hilfe bei der Navigation. Ziel ist es zunächst, so berichtet die BBC, Wasser und Rohstoffe zu suchen, aus denen Treibstoff und Sauerstoff hergestellt werden können.

In Moskau hieß es, das Projekt solle auch ein erster Schritt sein für den Aufbau einer ständigen Basis. "Auf dem Mond existieren fast alle Ressourcen, die auch auf der Erde gefunden wurden", sagte der Wissenschaftler Igor Mitrofanow. Bei "Luna-27" handele es sich im Grunde um die Fortsetzung eines sowjetischen Programms von 1976. Das Projekt sei "technologisch weit fortgeschritten und gut vorbereitet", meinte ein Mitarbeiter der deutschen Raumfahrtbranche, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Der Südpol des Mondes ist unerforscht. Niemand war dort. Die Kooperation der Esa mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist gut etabliert."

Mond-Dorf wird weltweit diskutiert

Europas Raumfahrtchef Jan Wörner sagte, 43 Jahre nach dem bisher letzten Mann auf dem Mond - dem US-Amerikaner Eugene Cernan 1972 - rücke der Erdtrabant immer stärker in den Fokus. Zwar gebe es derzeit kein konkretes Projekt eines bemannten Mondflugs. "Die jüngere Generation lechzt aber nach einer großen, globalen Kooperation", sagte der Esa-Generaldirektor. Eine ständige Basis - auf Englisch "moon village" genannt, auf Deutsch auch "Mond-Dorf" - sei eine Projektidee, die weltweit diskutiert werde. "Es wird spannend, wer welchen Beitrag, welche Ideen leisten will und kann", meinte er.

Russischen Experten zufolge ist der Südpol des Mondes für eine mögliche Besiedlung auch deshalb interessant, weil dort sowohl Sonnenlicht als auch Schatten sind. Das Licht werde für Solarpanelen benötigt, die für die nötige Energie sorgen sollen. Raumfahrer hingegen sollten weitgehend vor Sonnenstrahlung geschützt sein. Zudem sei im Schatten die Wahrscheinlichkeit größer, Wassereis zu finden.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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