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Vom Aussterben bedroht Forscher hoffen auf Nashorn-Nachwuchs

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Die letzten ihrer Art: Die Nördlichen Breitmaulnashorn-Weibchen Fatu (rechts) und Najin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das letzte Männchen ist tot, nur zwei Weibchen leben noch: Das Nördliche Breitmaulnashorn steht kurz vorm Aussterben. Forscher versuchen das mit allen Mitteln zu verhindern. Sieben befruchtete Eizellen sollen die Art nun retten.

Bei der Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns haben Forscher die zuvor entnommenen Eizellen künstlich befruchtet. Wissenschaftler unter anderem des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) hatten vergangene Woche bei den zwei letzten überlebenden Tieren der Unterart, zwei in Kenia lebenden Weibchen, zehn Eizellen entnommen und in ein Labor in Italien gebracht. Dort seien nun sieben der zehn Eier erfolgreich mit den zuvor eingefrorenen Spermien von zwei Bullen befruchtet worden, teilte das IZW mit.

Einst zogen Nördliche Breitmaulnashörner in großer Zahl durch Ost- und Zentralafrika, sie wurden aber vor allem durch die Wilderei ausgerottet. Das letzte Männchen der Unterart, Sudan, starb im vergangenen Jahr im Wildtierreservat Ol Pejeta in Kenia. Mithilfe der zwei letzten Tiere, Sudans Tochter und Enkelin, und der künstlichen Befruchtung hoffen die Wissenschaftler, die Unterart vom Aussterben zu retten.

Nun sei abzuwarten, ob sich die befruchteten Eizellen auch zu Embryos entwickeln, sagte Cesare Galli von dem Labor Avantea in Cremona in Italien. Sollte dies erfolgreich sein, soll später ein Weibchen der verwandten Unterart des Südlichen Breitmaulnashorn als Leihmutter ein Junges austragen. Parallel dazu arbeiten Forscher an Stammzelltechnik, um aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen zu züchten. Denn nur so könnte man eine genetische Vielfalt herstellen, die für den Aufbau einer Population groß genug wäre.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa

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