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Der Dunklen Materie auf der Spur Größter Teilchenbeschleuniger startet durch

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Der Neustart ist gelungen: Nun soll der LHC die Existenz von Dunkler Materie beweisen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Lange war er abgeschaltet, hunderte Ingenieure und Techniker haben ihn aufgerüstet. Nun ist der Large Hadron Collider des Cern quasi eine neue Maschine und jetzt auch wieder voll in Betrieb. Drei Jahre soll der LHC rund um die Uhr laufen - und bahnbrechende Erkenntnisse liefern.

Auf der Suche nach den letzten Geheimnissen des Weltalls können die Forscher jetzt wieder den weltgrößten Teilchenbeschleuniger nutzen. Nach einem fast zweijährigen Umbau und einigen Monaten der physikalischen Feinarbeit liefere der Large Hadron Collider (LHC) bei Genf jetzt wieder Daten für die Experimente, teilt das Europäische Kernforschungszentrum (Cern) mit.

Der LHC soll nun drei Jahre lang rund um die Uhr laufen. In den vergangenen Tagen hatten die Forscher bereits Test-Kollisionen durchgeführt. Die Kollisions-Energie, mit der die fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Teilchen in dem 27 Kilometer langen LHC-Ringtunnel aufeinanderprallen, beträgt nun 13 Teraelektronenvolt (TeV) - nahezu doppelt so viel wie bisher. "Mit der Energie von 13 TeV macht der LHC einen immensen Satz nach vorne. Gleichzeitig wird in den nächsten Wochen auch die Intensität der Strahlen steigen. Das ist extrem spannend und gibt uns die einmalige Chance, etwas wirklich Neues zu finden", sagte Prof. Ulrich Uwer von der Universität Heidelberg, Sprecher der deutschen Forschungsgruppen am LHC.

Der erste Drei-Jahres-Lauf des LHC sei erst der Start einer wissenschaftlichen Reise gewesen, sagte Cern-Generaldirektor Rolf Heuer. "Jetzt fließen die neuen Daten. Mal sehen, was sie uns darüber verraten, wie das Weltall funktioniert." Knapp drei Jahre nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens hoffen die Forscher unter anderem, in den Zerfallsprodukten der Teilchenkollisionen Beweise für die Existenz von Dunkler Materie sowie Informationen über ihre Zusammensetzung zu bekommen.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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