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Am 2. November 2000 erreichten zwei Russen und ein US-Amerikaner als erste Besatzung die ISS.
Am 2. November 2000 erreichten zwei Russen und ein US-Amerikaner als erste Besatzung die ISS.(Foto: picture alliance / -/NASA/epa/dp)
Donnerstag, 02. November 2017

Raumstation feiert 17. Jahrestag: ISS-Flugbahn wird um 700 Meter verändert

Zu ihrem 17. Jahrestag wird die Raumstation ISS etwas weiter von der Erde weggeschickt. Während sie um die Erde kreist, leistet die 53. Besatzung Grundlagenforschung in der Schwerelosigkeit - ganz unabhängig von politischen Krisen auf dem blauen Planeten.

Am Jahrestag der ersten Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation ISS hat der Außenposten der Menschheit planmäßig einen kleinen Satz nach oben gemacht. Die Flugbahn sei um 700 Meter auf 404,6 Kilometer über der Erde erhöht worden, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Für das Manöver sei das Triebwerk des derzeit an der ISS angedockten Frachters Progress MS-06 für 206 Sekunden gezündet worden. Die geplante Korrektur der Flugbahn soll das Abdocken einer bemannten Kapsel sowie die Ankunft eines Raumschiffs im Dezember vorbereiten.

Vor genau 17 Jahren, am 2. November 2000, war die erste Langzeitbesatzung an der ISS angekommen. Die russischen Kosmonauten Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko sowie US-Astronaut William Shepherd erreichten die Raumstation damals nach einem rund dreitägigen Flug mit einer Sojus-Kapsel. Sie kehrten am 21. März 2001 zur Erde zurück. In den viereinhalb Monaten leisteten die ISS-Pioniere wichtige technische Arbeiten, um den Betrieb aufzunehmen.

Heute arbeitet bereits die 53. Besatzung in dem fliegenden Labor. Die meist dreiköpfigen Teams bleiben in der Regel gut sechs Monate im All und verrichten wichtige Grundlagenforschung in der Schwerelosigkeit. Gerade mit Blick auf politische Krisen zwischen Russland und dem Westen betonen Raumfahrtfunktionäre immer wieder den Erfolg der Zusammenarbeit im All. An der ISS beteiligen sich neben den USA und Russland auch die Raumfahrtbehörden Kanadas und Japans sowie die Europäische Raumfahrtagentur Esa.

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Quelle: n-tv.de

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