Wissen

"Vielverprechende Ergebnisse" Impfdaten von Astrazeneca bis Weihnachten

13e7a9cedd7276161bb01a74a39701d7.jpg

Vermutlich ergänzen sich die Impfstoffe gegenseitig.

(Foto: REUTERS)

Neben Biontech/Pfizer und Moderna sorgt Astrazeneca für die dritte große Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff. Doch während die Konkurrenz schon Daten zur Immunisierung vorgelegt hat, stehen sie bei Astrazeneca noch aus. Das soll sich bald ändern.

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit Astrazeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher "und es wird definitiv vor Weihnachten sein", sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, der BBC.

Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut. Der Impfstoff werde von Menschen über 55 Jahre sehr gut vertragen. Nach Daten, die in der medizinischen Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurden, erzielte der Impfstoff vielversprechende Ergebnisse unter älteren Erwachsenen über 70 Jahre. Diese sind bei einer Infektion besonders gefährdet. Das Vakzin erzeugte demnach eine starke Immunantwort.

In der Studie wurde zwar nicht die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten untersucht, die Autoren rechnen angesichts der ermutigenden Immunantwort jedoch mit guten Ergebnissen in den laufenden Phase-III-Studien. Demnach zeigte der Impfstoffkandidat in der ausgewerteten Phase-II-Studie wenig Nebenwirkungen. Im Rahmen der Studie wurde der Impfstoffkandidat an 560 gesunden Erwachsenen, darunter 240 über 70-Jährige, getestet. Neben der Immunisierung ist die Verträglichkeit ein wichtiger Faktor für die Zulassung.

Astrazeneca gehört neben der deutschen Biotechfirma Biontech mit ihrem US-Partner Pfizer und dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff. Mitte September musste das Unternehmen seine Studie mit dem Impfstoff, den die WHO als einen der vielversprechendsten ansieht, wegen der ungeklärten Erkrankung eines Probanden unterbrechen. Inzwischen wurde die Studie wieder aufgenommen. Die Konkurrenten haben bereits Daten zur Wirksamkeit ihrer Impfstoffe aus der zulassungsrelevanten Studie vorgelegt und steuern auf eine Notfallgenehmigung in den USA zu.

Quelle: ntv.de, sba/rts