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Neustart des LHC verzögert sich Kurzschluss legt "Weltmaschine" lahm

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Vor drei Jahren wurde im LHC das Higgs-Boson-Teilchen nachgewiesen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der für diese Woche angesetzte Neustart des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC muss warten. Schuld ist ein Kurzschluss. Die Ursache für den Vorfall ist bereits ausgemacht, eine Reparatur kann aber zeitintensiv werden.

Ein Kurzschluss verzögert den ursprünglich in dieser Woche geplanten Neustart des weltgrößten Teilchenbeschleunigers bei Genf. Die Reparaturarbeiten am Large Hadron Collider (LHC) könnten Wochen dauern, wie das europäische Atomforschungszentrum CERN in Genf mitteilte. Das am Samstag aufgetauchte Problem an dem auch "Weltmaschine" genannten Beschleuniger sei zwar technisch verstanden, seine Beseitigung könne jedoch Zeit in Anspruch nehmen.

In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel des LHC (Großer Hadronen-Speicherring) lassen die Wissenschaftler Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen. Bei diesen Kollisionen hoffen die Forscher auf Spuren neu entstandener Teilchen. Auf diese Weise war vor drei Jahren am LHC das zuvor nur hypothetisch bekannte Higgs-Boson nachgewiesen worden, das anderen Teilchen deren Masse verleiht.

Der unterirdische Teilchenbeschleuniger war im Februar 2013 nach dreijährigem Betrieb heruntergefahren und anschließend modernisiert worden. Nach dem Neustart sollen in dem Teilchenbeschleuniger Protonen mit fast doppelt so hoher Energie kollidieren wie in der ersten LHC-Betriebsphase. Wissenschaftler erhoffen sich von den Experimenten unter anderem Aufschluss über die Natur der bislang rätselhaften Dunklen Materie.

Quelle: ntv.de, jki/AFP